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Universität Bremen Universität Bremen Fachbereich 3 Informatik
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» Reinhart Koselleck-Projekt für Bremer Informatiker

Professor Rolf Drechsler erhält 1,25 Mio. Euro für ein zukunftsweisendes Forschungsprojekt

Erneut geht eine hohe Auszeichnung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an die Universität Bremen: Der Hauptausschuss der DFG bewilligte Professor Rolf Drechsler aus dem Studiengang Informatik ein Reinhart Koselleck-Projekt. Damit stehen dem Leiter der Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur in den kommenden fünf Jahren 1,25 Mio. Euro zur Verfügung, um Methoden zu entwickeln, die die Korrektheit von modernen Schaltkreis- und Systementwürfen in Eingebetteten Systemen (embedded systems) sicherstellen.

Das Besondere der Koselleck-Projekte: Es werden wissenschaftlich hervorragenden Forscherinnen und Forschern Mittel gegeben, damit diese innovative, aber was die Ergebnisse angeht auch risikobehaftete Forschungsfragen bearbeiten können. Den Wissenschaftlern wird ein hohes Maß an Freiheit bei der Verwendung der Mittel zugestanden. Die wissenschaftliche Kreativität soll sich ungehindert entfalten können und nicht durch übermäßige Begeleitprüfungen eingeengt werden. Die Bewilligung auf Grund eines skizzierten Projektantrages erfordert also einen besonderen Vertrauensvorschuss. Erstmalig ist ein Projekt dieser Art nach Bremen vergeben worden.

Rolf Drechsler, zugleich Konrektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Uni Bremen, nahm die Nachricht von der Projektbewilligung begeistert auf: „Es ist ein Traum für jeden Wissenschaftler, sich über mehrere Jahre einem innovativen Projekt widmen zu können, ohne in kurzen Intervallen Ergebnisse vorweisen zu müssen. Somit sind auch größere Forschungsvorhaben realisierbar, die anspruchsvolle Vorarbeiten erfordern.“ Auch Uni-Rektor Professor Wilfried Müller war in Anbetracht der hohen Auszeichnung sehr erfreut: „Hier zeigt sich erneut die Bremer Stärke in innovativen Forschungsfeldern. Gerade der Bereich der Informatik hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Dies wird durch die Genehmigung des Projektes eindrucksvoll bestätigt.“

Worum geht es inhaltlich?

Im modernen Schaltkreis- und Systementwurf wird in Eingebetteten Systemen zunehmend die gemeinsame Modellierung von Hardware und (Hardware-naher) Software betrachtet. Die schon seit mehreren Jahrzehnten ständig wachsende Komplexität hat zu Systemen geführt, die aus mehreren hundert Millionen Komponenten bestehen. Eine weitere Steigerung der Entwurfsproduktivität ist nur durch vermehrte Wiederverwendung (design reuse) oder den Entwurf auf höheren Abstraktionsebenen möglich. Daher werden die Entwürfe mittlerweile nicht mehr auf Register-Transfer Ebene (RT-Ebene) sondern zunehmend auf der Systemebene (electronic system level (ESL)) beschrieben. Dabei rückt die Sicherstellung der Korrektheit der Systeme zunehmend in den Vordergrund. Bisher existiert hierfür aber noch keine durchgängige Methodik. Im Rahmen des Drechsler-Projektes soll ein solcher durchgängiger ESL-Verifikationsansatz entwickelt werden, welcher neben den entsprechenden Verifikationsmethoden auch Verfahren zur automatischen Generierung von Eigenschaften sowie zur Überprüfung der Vollständigkeit enthält. Die überprüften ESL-Eigenschaften sollen sich zudem mit den Eigenschaften auf niedrigeren Abstraktionsebenen (z.B. auf RT-Ebene) in Beziehung setzen lassen, so dass die Korrektheit von der Systembeschreibung bis hin zur Logikebene sichergestellt werden kann.


Kontakt:
Prof. Dr. Rolf Drechsler

Herkunft:
Pressemitteilung der Universität Bremen | Nr. 391 / 17. Dezember 2010 SC

Auch erschienen:
Newsletter Technologiepark Bremen
Bremer UNI-SCHLÜSSEL | Nr. 117 | Februar 2011

Erfassungsdatum: 17.12.2010 | Nr. 116





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