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» Bremer Uni-Ausgründung „solvertec“ gewinnt 30.000 Euro im Gründerwettbewerb IKT Innovativ

Erstes EXIST-Forschungstransfer-Projekt der Universität Bremen mündet in Unternehmensgründung / Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler übergibt Auszeichnung auf der CeBIT

Automated Debugging for Chip Design – mit diesem innovativen Ansatz verschaffte sich die frisch gegründete solvertec GmbH Gehör bei der Jury des renommierten Businessplan-Wettbewerbs IKT Innovativ. Das fünfköpfige Gründerteam um die Geschäftsführer Dr. Daniel Große und Jan Wessels wurde heute, am 5. März 2013, auf der CeBIT für die herausragende Qualität der Gründungsplanung durch Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler mit einem Hauptpreis über 30.000 Euro ausgezeichnet.

Der Ansatz von solvertec lässt auf breitenwirksame Impulse für Mensch und Wirtschaft hoffen. Ob Handy, Auto, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik oder Energiesektor: überall sind intelligente Systeme im Einsatz, die auf Chips basieren. Die Entwicklung von Chip-Entwürfen ist ein sehr komplexer Vorgang. In der Regel müssen Hunderttausende Codezeilen in einem hochgradig arbeitsteiligen und kreativen Prozess programmiert werden. Der Mensch stößt dabei an Grenzen, Programmierfehler werden immer häufiger. Das Finden und Beheben dieser Fehlerstellen ist heute einer der größten Engpässe, der im Durchschnitt ungefähr ein Drittel der Gesamtentwicklungszeit in Anspruch nimmt. Hinzu kommt, dass die Zeit für die Entwicklung neuer Chips immer schwerer zu planen ist, da das Beheben von zunehmend komplexeren Fehlern immer unkalkulierbarer wird. „Der Grund für diesen enorm hohen Aufwand ist, dass Entwickler beim sogenannten Debugging Fehlerursachen manuell suchen und analysieren müssen.“ erläutert Dr. Daniel Große das von solvertec adressierte Grundproblem. „Unser Unternehmen hat nun mit Debug!t für dieses Problem eine Lösung entwickelt, mit der Endprodukte schneller an den Markt kommen können.“

Mit der Software können mit wenigen Klicks Fehlerursachen im Code aufgezeigt und behoben werden. Weiterhin kann die Abarbeitung der Fehler direkt dem zuständigen Teammitglied übertragen werden und somit werden unnötige Iterationen im Team minimiert. Debug!t kann für sehr große Schaltkreise eingesetzt werden und macht damit die Entwicklung von Chips der nächsten Generation möglich.

Der Produktentwicklung geht jahrelange Forschung der Wissenschaftler Dr. André Sülflow, Dr. Daniel Große und Professor Görschwin Fey voraus, die in der Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur der Universität Bremen unter Leitung von Professor Rolf Drechsler Methoden zur Automatisierung des Debugging entwickelten. Komplettiert wird das Gründerteam durch Dipl.-Kfm. Jan Wessels, der an der Universität Bremen am Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship über Ursachen sowohl erfolgreicher als auch gescheiterter Innovativgründungen forscht.

Die im Februar 2013 erfolgte Gründung der solvertec GmbH wurde im Rahmen des ersten EXIST-Forschungstransfer-Projekts der Universität Bremen „SolVerTec – Solution Verification Technologies“ (fachlicher Mentor Professor Rolf Drechsler, Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Mit diesem Programm werden gezielt technische Weiterentwicklungen aus Hochschulen unterstützt, die in konkrete Unternehmensgründungen münden. Unterstützung erhielten die Gründer in der Vorgründungsphase durch einen Business-Coach, den Bremer Senior Service e.V. sowie durch UniTransfer und BRIDGE.

Mehr Informationen über solvertec: www.solvertec.de


Kontakt:
Dr. Daniel Große
Jan Wessels

Herkunft:
Pressemitteilung der Universität Bremen | Nr. 077 / 5. März 2013 SC

Auch erschienen:
i2b News | 06.03.2013
Bremer Uni-Schlüssel | April 2013 | Seite 3 | Pressestelle
SafeTRANS NEWS 2/2013 | S. 3

Erfassungsdatum: 05.03.2013 | Nr. 173





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