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» Bremer Team B-Human gewinnt zum siebten Mal infolge bei den RoboCup German Open

Team der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) erhielt zudem wieder den Titel des „Besten Spielers“

Das Team B-Human hat bei den RoboCup German Open 2015 erfolgreich seine beiden Vorjahrestitel in der Standard Platform League verteidigt. Zum einen siegte das gemeinsame Team der Universität Bremen und des Forschungsbereichs Cyber-Physical Systems des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in einem packenden Finale gegen den amtierenden Vizeweltmeister, Nao-Team HTWK aus Leipzig, mit 4:1. Damit hat B-Human seit sieben Jahren alle seine Spiele bei den RoboCup German Open gewonnen. Zum anderen konnte wieder der Titel des „Besten Spielers“ nach Bremen geholt werden. Die Meisterschaften fanden am Wochenende, 24. bis 26. April 2015, in Magdeburg statt.

Bis zur Halbzeitpause war alles offen

Das Finale war eine Neuauflage des Endspiels des Vorjahres und sein Ergebnis eine gewisse Genugtuung für das erfolgsverwöhnte Bremer Team. Es hatte bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr nur den dritten Platz hinter den Leipzigern erreicht, dort aber nie gegen sie gespielt. Bis zur Halbzeitpause war der Ausgang des Finales völlig offen. Beide Teams hatten ihre Halbfinale mit 7:0 gewonnen. Die jeweiligen Gegner Berlin United (Humboldt Universität zu Berlin) und die Nao Devils (Technische Universität Dortmund) hatten zuvor erst im Elfmeterschießen eine Entscheidung über den dritten Platz erreicht (4:3 für Berlin). In der ersten Halbzeit ging B-Human schnell mit 1:0 in Führung. Das Leipziger Nao-Team HTWK konnte aber noch vor der Pause zum 1:1 ausgleichen. In der zweiten Hälfte zog dann aber B-Human mit drei weiteren Toren uneinholbar davon. Dabei bewiesen die Spieler einmal mehr ihre Zweikampfstärke, gute Koordination und dass sie für jede Situation vor dem generischen Tor den richtigen Schuss parat haben.

Niveau im Wettbewerb hat sich erhöht

Neben dem normalen Fußballturnier wird seit zwei Jahren bei den RoboCup German Open auch der Auswahlmannschaftswettbewerb ausgetragen. Hier wird in gemischten Teams mit wechselnden Zusammenstellungen der NAO-Roboter gespielt. Jedes teilnehmende Team stellt nur einen Spieler, der mit Robotern aus anderen Teams zusammenspielen muss. Bei diesem Wettbewerb geht es zwar auch darum, die Spiele zu gewinnen, viel stärker wird aber berücksichtigt, wie gut sich ein Roboter als Mitspieler verhält und ob er die Regeln befolgt. Dies wird von Punktrichtern bewertet. Auch hier konnte B-Human seinen Vorjahrestitel knapp vor dem Leipziger Team verteidigen. Insgesamt hat sich das Niveau in diesem Wettbewerb gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht.

Warum heißt es „Standard Platform League“?

Die Standard Platform League verdankt ihren Namen der Tatsache, dass alle Fußball-Teams dasselbe Robotermodell verwenden, nämlich den humanoiden Roboter NAO der französischen Firma Aldebaran Robotics. Die Teams unterscheiden sich allein in der Software, die sie für die Roboter entwickeln. Dank ihrer Hilfe agieren die NAOs im Spiel vollständig autonom. Sie müssen ihre Umgebung erkennen, Entscheidungen fällen und diese dann gemeinsam umsetzen. In den Fußballspielen treten jeweils fünf Roboter gegeneinander an.

Über das Team B-Human

Das Team B-Human besteht aktuell aus 11 Studierenden der Universität Bremen sowie den Betreuern Dr. Thomas Röfer vom DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems, der von Professor Rolf Drechsler geleitet wird, und Dr. Tim Laue von der Universität Bremen. B-Human tritt seit 2009 bei den RoboCup German Open und der Weltmeisterschaft in der Standard Platform League an und hat siebenmal die deutschen Meisterschaften gewonnen sowie viermal den Weltmeistertitel errungen.

Drei Neuerungen im Wettbewerb

Im diesjährigen Wettbewerb gab es drei zentrale Neuerungen: Die Tore waren weiß statt wie bisher gelb, wodurch sie viel schwieriger für die Roboter auszumachen waren, da Weiß in der Umgebung wesentlich häufiger vorkommt und die NAOs selbst auch weiß sind. Zudem durften die einzelnen Teams eigene Trikots entwerfen und verwenden, wodurch es für das Publikum deutlicher war, welche Teams gerade gegeneinander gespielt haben. Die Roboter mussten aber auch die verschiedenen Variationen an Trikots erkennen. B-Human und das Leipziger Nao-Team HTWK haben diese Möglichkeit genutzt und traten in ihren traditionellen Farben Schwarz bzw. Blau an. Die dritte neue Herausforderung bestand darin, dass die NAOs ab dem Halbfinale das Pfeifen des Schiedsrichters selbst erkennen mussten. B-Human, das Nao-Team HTWK und Berlin United hatten damit keine Probleme.

Über den RoboCup

Hinter dem Wettbewerb steht eine internationale Initiative zur Förderung der Forschung in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Robotik. Gemeinsames wissenschaftliches Ziel ist, bis zum Jahre 2050 ein Team von autonomen, humanoiden Robotern zu entwickeln, das in der Lage ist, den zu diesem Zeitpunkt amtierenden menschlichen Fußballweltmeister zu schlagen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in verschiedenen Ligen unterschiedliche Forschungsschwerpunkte gesetzt und die Anforderungen an die Teams kontinuierlich erhöht.

Weitere Informationen:
B-Human
RoboCup German Open 2015
German Open Results2015
Website CPS


Kontakt:
Rolf Drechsler

Herkunft:
Pressemitteilung der Universität Bremen | Nr. 113 / 27. April 2015 MM

Erfassungsdatum: 27.04.2015 | Nr. 226





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