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» Wie ein Sechser im Lotto: Informatikerin erhält Stipendium für die international bedeutendste Konferenz ihres Fachgebietes

Die Doktorandin Judith Peters des Graduiertenkollegs SystemDesign der Uni Bremen reist Anfang Juni in die USA zur internationalen Design Automation Conference / Begeisterung für das Fach kam über Schüler-AG und Girls'Day

Für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Informatik ist es wie ein Sechser im Lotto: Ein Stipendium für die internationale Design Automation Conference 2015 in den USA. Sie gilt weltweit als die bedeutendste Tagung für Informatikerinnen und Informatiker, die sich mit dem Entwurf von Schaltungen und Systemen beschäftigen. Zu der Veranstaltung vom 7. bis 11. Juni 2015 werden über 7.000 Besucher erwartet. Für diese Konferenz hat die Doktorandin Judith Peters der Universität Bremen als einzige Bremer Nachwuchswissenschaftlerin ein Stipendium erhalten – den Richard Newton Young Fellow Award. Bei der fünftägigen Konferenz in San Francisco darf die 25-Jährige zudem ihre Doktorarbeit in einem speziellen Fachkreis vorstellen und mit international anerkannten Experten diskutieren. Die Förderung umfasst rund 2.000 Euro. Judith Peters promoviert an der Universität Bremen in dem durch die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern geförderten Graduiertenkolleg System Design (SyDe).

Beim Girls'Day den Weg zur Mensa berechnet

Woher sie ihre Begeisterung für die Informatik hat? Da muss Judith Peters nicht lange überlegen: „In meiner Schule in Cuxhaven hatte ich eine Informatik-AG mit einem tollen Lehrer“, sagt sie. Und als die damalige Teenagerin dann an der Uni Bremen einen Girls'Day mitgemacht hat, war für Judith Peters klar: Nach dem Abi wollte sie Informatik studieren. „Beim Girls'Day haben wir uns damals mit dem Thema Raumorientierung beschäftigt“, erinnert sie sich. „Ich weiß noch, dass wir den Weg zur Mensa berechnen mussten.“ Der „Prof“, der den Workshop damals geleitet hatte, sei einfach klasse gewesen.

„Die Arbeitsbedingungen hier sind super“

Nach ihrem Studienabschluss in Lübeck bewarb sich die Nachwuchswissenschaftlerin auf eine Doktorandenstelle des Graduiertenkollegs SystemDesign (SyDe) der Universität Bremen. Dort promoviert Judith Peters seit 2012 in einem internationalen Team und teilt sich mit einem Doktoranden aus Ägypten das Büro. „Die Arbeitsbedingungen hier sind super“, sagt sie. Durch ein DAAD-Stipendium konnte die Informatikerin bereits für mehrwöchige Forschungsaufenthalte an die Duke University und Purdue University in die USA reisen. Darüber hinaus besuchte sie eine internationale Konferenz in China. Ihre Promotion will Judith Peters noch in diesem Jahr abschließen. Wer sie während der Design Automation Conference in San Francisco begleiten möchte, kann das über Facebook tun, wo sie unter https://www.facebook.com/LadyNinkharsag bloggen will.

Über das Graduiertenkolleg SystemDesign (SyDe)

Das Graduiertenkolleg System Design (SyDe) wurde im Rahmen der Förderung durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gegründet und besteht seit November 2012. Es ist ein gemeinsames Projekt des Fachbereichs 3 (Mathematik und Informatik) der Universität Bremen mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Inhaltlich beschäftigen sich die Promovierenden in SyDe mit dem Entwurf elektronischer Systeme. Solche Systeme sind heutzutage – zum Beispiel in Smartphones oder Tablets – aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig übernehmen sie auch in sicherheitskritischen Anwendungen immer mehr Aufgaben, sei es in Autos, Flugzeugen oder medizinischen Geräten. Durch diese rasante Entwicklung werden aber auch Fragen nach der Korrektheit und Sicherheit solcher Systeme immer wichtiger.

Weitere Informationen zu SyDe gibt es unter www.syde.uni-bremen.de oder als Film bei Youtube (Deutsche Version: https://youtu.be/noVvIMpCYno , English Version: https://youtu.be/FOJVDD3xgG4.


Kontakt:
Prof. Dr. Rolf Drechsler

Herkunft:
Pressemitteilung der Universität Bremen | Nr. 155 / 4. Juni 2015 MM

Erfassungsdatum: 04.06.2015 | Nr. 231





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