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» Auszeichnung für Bremer Informatiker bei Internationaler Konferenz

Ist Qualität von Systemen messbar?

In der Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur im Fachbereich Mathematik / Informatik der Universität Bremen wurde von Daniel Große und Professor Rolf Drechsler ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, die Qualität von Tests für Hardware/Softwaresysteme automatisiert zu beurteilen. Das Verfahren ist von großer praktischer Relevanz und kann vollständig in existierende Entwurfsabläufe integriert werden. Die Arbeit wurde auf der internationalen Konferenz „Forum on Specification and Design Languages“ (FDL) in Barcelona (Spanien) im September 2007 vorgestellt und dort mit dem „Best Paper Award“ ausgezeichnet, d.h. als beste Arbeit gekürt. Die Konferenz wurde vor zehn Jahren gegründet und findet seitdem jährlich statt. Sie ist eine der wesentlichen Foren zur Weiterentwicklung von Programmiersprachen im Bereich der Entwicklung technischer Systeme.

Schon seit den Anfängen der programmierbaren Computer seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts kommt Programmiersprachen eine große Bedeutung zu. Durch sie wird es dem Programmierer ermöglicht, dem Computer Befehle zu geben, und dadurch beeinflussen sie die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine signifikant. Aufgrund der stetigen Weiterentwicklung moderner technischer Systeme verändern sich aber auch die Anforderungen an die Programmiersprachen und die dahinter liegenden Konzepte. So wurden in den vergangen Jahren Programmiersprachen entwickelt, die einen gemeinsamen Entwurf von Hardware- und Softwaresystemen erlauben. Diese sogenannten Systembeschreibungssprachen vereinen dadurch die beiden sehr unterschiedlichen Welten von Hard- und Software.

Neben der Beschreibung des Hardware/Softwaresystems selbst besteht eine wichtige Funktion solcher Sprachen darin, dass Eingaben spezifiziert werden können, mit deren Hilfe das System als Ganzes getestet werden kann. Auf Grund der Komplexität heutiger Systeme ist es aber sehr schwierig und zeitaufwendig sicherzustellen, dass ein System ausreichend getestet wurde. Es erfolgt somit eine Verschiebung des Fokus: Während es früher im Wesentlichen um den Entwurf und die Umsetzung ging, muss heute schon in frühen Phasen sichergestellt werden, dass das resultierende System qualitativ hochwertig ist.


Kontakt:
Prof. Dr. Rolf Drechsler
Dipl.-Inf. Daniel Große

Herkunft:
Pressemitteilung Nr. 267 / 4. Oktober 2007 SC - Universität Bremen

Erfassungsdatum: 04.10.2007 | Nr. 27





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