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» Bremer Masterarbeit unter den Besten

„BestMasters“ | Springer-Verlag | Vladimir Herdt

In der Reihe „BestMasters“ veröffentlicht der Springer-Verlag jedes Jahr die besten Masterarbeiten aus renommierten Hochschulen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Eine der 2015 ausgezeichneten Masterarbeit hat Vladimir Herdt 2014 in der Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur (AGRA) des Studiengangs Informatik der Universität Bremen geschrieben. Die Arbeit mit dem Titel „Complete Symbolic Simulation of SystemC Models“ ist jetzt im Springer-Wissenschaftsverlag erschienen. Jede bereits mit Bestnoten bewertete Examensarbeit durchläuft vor der Veröffentlichung in der „BestMasters“-Publikationsreihe ein strenges gutachterliches Verfahren. „Dass die Masterarbeit bei Springer publiziert wird, belegt die hervorragenden wissenschaftlichen Kenntnisse von Herrn Herdt“, sagt der Bremer Uni-Informatiker Rolf Drechsler voller Stolz. Er hat die Arbeit betreut. Thomas Hoffmeister, Konrektor für Lehre und Studium an der Universität Bremen ergänzt: „Die Veröffentlichung als eine der besten Abschlussarbeiten ist eine außergewöhnliche Auszeichnung für einen unserer Studenten, über die ich mich sehr freue. Zeigt sie doch auch, dass die Lehre an der Universität Bremen auf einem hervorragenden Niveau stattfindet.“

In seiner Masterarbeit beschäftigte sich Vladimir Herdt mit dem Einsatz formaler Methoden im Entwurf von elektronischen Hardware- und Software-Systemen. Deren Komplexität nimmt ständig zu und damit auch die Fehlerwahrscheinlichkeit. Um hier gegenzusteuern und Fehlerquellen zu minimieren, werden bereits früh im Entwurf so genannte Systembeschreibungssprachen eingesetzt. Die Systembeschreibungssprache SystemC zählt dabei zu dem „Quasi-Standard“ für die Modellierung auf Systemebene und ist Ausgangspunkt für alle weiteren Entwicklungen. Fehler im SystemC-Entwurf führen also zu gravierenden Konsequenzen. Wissenschaftler aus aller Welt arbeiten daran, diese Fehler durch Verifikationsverfahren auszuschließen. Vladimir Herdt hat in seiner Masterarbeit nun einen wesentlichen neuen Beitrag auf diesem Forschungsfeld geleistet. Bisherige Verfahren zum Nachweis der Korrektheit von SystemC-Programmen konnten nur für kleine SystemC-Modelle eingesetzt werden. Das von Herdt entwickelte Verfahren ermöglicht es erstmals, sehr große Zustandsräume von SystemC-Programmen vollständig zu überprüfen und so Korrektheitsnachweise für große reaktive Systeme zu erbringen, die sich in ständiger Interaktion mit der Umgebung befinden.

Der Forschungsansatz von Herdt hat bereits international für Furore gesorgt. Bei der „Design Automation Conference“ (DAC) im Juni 2015 in San Francisco ist die Forschungsinnovation des Bremer Informatikstudenten auf große Aufmerksamkeit gestoßen. Bei der DAC-Tagung, die jedes Jahr von vielen tausend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besucht wird, handelt es sich um die renommierteste Tagung im Bereich des Schaltkreis- und Systementwurfs.


Kontakt:
Prof. Dr. Rolf Drechsler

Herkunft:
Pressemitteilung der Universität Bremen | Nr. 051 / 25. Februar 2016 SC

Erfassungsdatum: 25.02.2016 | Nr. 270





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