
Es wird zunehmend wichtiger,
dass integrierte Schaltkreise selbst beim Auftreten interner Fehlfunktionen noch
ein korrektes Ein-/Ausgabeverhalten zeigen. Doch der Nachweis dieser
Robustheit gegenüber Fehlern wird bisher für den industriellen
Schaltkreisentwurf nicht ausreichend unterstützt.
Üblicherweise werden derzeit simulationsbasierte Methoden für den Nachweis der
Robustheit eingesetzt. Dabei wird aber keine ausreichende Überdeckung des
Zustandsraums eines Schaltkreises erreicht. Formale Methoden können dagegen
Robustheit unter allen Zuständen garantieren.
Im beantragten Projekt sollen Ansätze zum Robustheitsnachweis von Schaltkreisen
unter Verwendung formaler Methoden erarbeitet werden. Erste viel versprechende
Vorarbeiten hierzu wurden bereits durchgeführt. Hierbei wurden erste
Lösungsansätze implementiert, deren Effizienz jedoch noch nicht für die
praktische Anwendung ausreicht. Zusätzlich konnten weiterführende Fragestellungen
bezüglich der Behandlung unterschiedlicher Fehlertypen identifiziert werden.
Deshalb sollen die vorhandenen Ansätze im beantragten Projekt weiterentwickelt
und anhand praktischer Beispiele evaluiert werden.
Das Projektziel ist die Entwicklung eines vollautomatischen Werkzeuges zur
Klassifikation der Robustheit eines Schaltkreises. Die zugrunde liegenden
Beweismethoden sollen für den Nutzer transparent sein, so dass das Werkzeug
einfach zu bedienen ist. Gleichzeitig soll es möglich sein auch große
Schaltkreise mit den entwickelten Werkzeugen bearbeiten zu können.
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