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Textalternate  Prüfungsordnung Informatik 1993 (Diplom)
Fulltext:
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Informatik der Universität Bremen

Der Senator für Bildung und Wissenschaft des Landes Bremen hat am 22.12.1993 gem. § 110 des Bremischen Hochschulgesetzes folgende Fassung einer Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Informatik rückwirkend zum l.10.1993 genehmigt:



I. Allgemeines

§ 1 Diplomgrad

Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschlußdes wissenschaftlichen Diplomstudienganges Informatik. Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung wird der akademische Grad "Diplom-Informatikerin" bzw. "Diplom-Informatiker" (abgekürzt: "Dipl.-Inf.") verliehen.

 

§ 2 Regelstudienzeit, Studienaufbau, Umfang des Lehrangebots

(1) Die Regelstudienzeit beträgt neun Semester.

(2) Das Studium gliedert sich in das Grundstudium von vier Semestern und das Hauptstudium von fünf Semestern. Das Grundstudium wird mit der Diplom-Vorprüfung, das Hauptstudium mit der Diplomprüfung abgeschlossen.

(3) Das Lehrangebot erstreckt sich über acht Semester. Das Studium umfaßt obligatorische Lehrveranstaltungen mit einem Gesamtumfang von höchstens 160 Semesterwochenstunden, die sich in etwa gleichmäßig auf das Grund- und das Hauptstudium verteilen, sowie Lehrveranstaltungen nach freier Wahl der Kandidatin bzw. des Kandidaten.

(4) Wesentlicher Teil des Hauptstudiums ist die Teilnahme an einem viersemestrigen Projekt gem. § 10.



§ 3 Aufbau der Prüfungen, Prüfungsfristen, Studienberatung

(1) Der Diplomprüfung geht die Diplom-Vorprüfung voraus. Die Diplom-Vorprüfung besteht aus Fachprüfungen, die Diplomprüfung aus Fachprüfungen und der Diplomarbeit.

(2) Fachprüfungen sind mündliche Prüfungen gem. § 8 und / oder Klausurarbeiten gem. § 8a. In Zweifelsfällen entscheidet der Prüfungsausschuß.

(3) Fachprüfungen können durchgeführt werden, sobald die jeweils erforderlichen Leistungsnachweise gem. §18 Abs. 1 bzw. §22 Abs.2 erbracht worden sind.

(4) Der Prüfungsausschußund die Studiengangskommission stellen sicher, daßdie nach der Studien- und Prüfungsordnung erforderlichen Studien- und Prüfungsleistungen für das Grundstudium spätestens im 4. Fachsemester und für das Hauptstudium einschließlich Diplomarbeit spätestens im 9. Fachsemester erbracht werden können. Die Studiengangskommission hat sicherzustellen, daß die prüfungsrelevanten Lehrveranstaltungen rechtzeitig durchgeführt werden. Der Prüfungsausschußhat sicherzustellen, daßLeistungsnachweise und Fachprüfungen in den in der Prüfungsordnung festgesetzten Zeiträumen erworben bzw. abgelegt werden können. Zu diesem Zweck soll die Kandidatin bzw. der Kandidat rechtzeitig sowohl über Art und Zahl der zu erbringenden Fachprüfungen als auch über die Termine, zu denen sie erbracht werden können, informiert werden. Der Kandidatin bzw. dem Kandidaten sind für jede Fachprüfung auch die jeweiligen Wiederholungstermine bekanntzugeben.

(5) Studierende, die zum Ende des 6. Semesters Grundstudium noch nicht die Diplom-Vorprüfung abgelegt haben, sowie diejenigen, die sich zum Ende des 7. Semesters Hauptstudium noch nicht zur Diplomprüfung gemeldet haben, werden vom Vorsitzenden des Diplomprüfungsausschusses aufgefordert, an einem Beratungsgespräch teilzunehmen. Näheres regelt die Studienordnung.

 

§ 4 Prüfungsausschuß

(1) Für die Organisation der Prüfungen und die durch die Prüfungsordnung zugewiesenen Auf gaben wird ein Prüfungsausschußgebildet. Ihm gehören 3 Professorinnen bzw. Professoren oder Hoschuldozentinnen bzw. Hochschuldozenten, 1 Student bzw. Studentin und 1 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter an. Sie bestimmen aus ihrer Mitte jeweils eine Professorin bzw. einen Professor oder eine Hochschuldozentin bzw. einen Hochschuldozenten zur Vorsitzenden bzw. zum Vorsitzenden und zu ihrer bzw. seiner Stellvertreterin bzw. ihrem bzw. seinem Stellvertreter.

(2) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie deren Stellvertreterinnen bzw. Stellvertreter werden vom Fachbereichsrat bestellt. Die Amtszeit beträgt für Studierende ein Jahr, für die übrigen Mitglieder zwei Jahre. Bei vorzeitigem Ausscheiden von Mitgliedern des Prüfungsausschusses müssen neue Mitglieder vom Fachbereichsrat bestellt werden.

(3) Der Prüfungsausschußachtet darauf, daßdie Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Er berichtet jährlich dem Fachbereichsrat über die Entwicklung der Prüfungen und der Studienzeiten sowie über die Verteilung der Fach- und Gesamtnoten. Der Bericht ist in geeigneter Weise durch die Hochschule offenzulegen. Der Prüfungsausschußgibt Anregungen zur Reform der Studienordnung und der Prüfungsordnung.

(4) Die Aufgaben des Prüfungsausschusses sind insbesondere:
1. Bestellung von Prüfenden und Beisitzenden,
2. Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen,
3. Feststellung des Ergebnisses der Diplom-Vorprüfung,
4. Feststellung der Note der Diplomarbeit,
5. Feststellung des Ergebnisses der Diplomprüfung.

(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, Prüfungen beizuwohnen, um deren formale Richtigkeit zu überprüfen.

(6) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreterinnen bzw. Stellvertreter unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.

(7) Der Prüfungsausschuß kann bestimmte Aufgaben per Geschäftsordnung auf die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden oder auf die stellvertretende Vorsitzende bzw. den stellvertretenden Vorsitzenden übertragen. Über die in diesem Rahmen getroffenen Maßnahmen ist in der jeweils nächsten Sitzung zu berichten.

(8) Der Prüfungsausschußist beschlußfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder, darunter die Mehrheit der ihm angehörenden Professorinnen bzw. Professoren und Hochschuldozentinnen bzw. Hochschuldozenten und darunter das Mitglied, das den Vorsitz führt, oder dessen Stellvertretung, anwesend ist.

 

§ 5 Prüfende und Beisitzende

(1) Der Prüfungsausschußbestellt die Prüfenden und die Beisitzenden. Zu Prüfenden dürfen nur Professorinnen bzw. Professoren oder Hoschuldozentinnen bzw. Hochschuldozenten und andere nach § 62 Abs.3 BremHG prüfungsberechtigte Personen bestellt werden, die, sofern nicht zwingende Gründe eine Abweichung erfordern, in dem Fachgebiet, auf das sich die Prüfung bezieht, eine eigenverantwortliche, selbständige Lehrtätigkeit ausüben oder ausgeübt haben. Zum Beisitzenden darf nur bestellt werden, wer eine Diplomprüfung im Studiengang Informatik an einer wissenschaftlichen Hochschule oder in dem Fachgebiet, auf das sich die Prüfung bezieht, oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.

(2) Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann für die Diplomarbeit und die mündlichen Prüfungen die Prüfende bzw. den Prüfenden oder eine Gruppe von Prüfenden vorschlagen. Dem Vorschlag ist so weit wie möglich Rechnung zu tragen. Die Ablehnung dieses Vorschlags ist schriftlich zu begründen.

(3) Auf Vorschlag der Kandidatin bzw. des Kandidaten bestellt der Prüfungsausschußaußer dem für jede Prüfung bis zu zwei von ihr bzw. ihm benannte Studierende der Informatik, die an der Prüfung mit beratender Stimme beteiligt sind.

(4) Der Prüfungsausschußsorgt dafür, daßder Kandidatin bzw. dem Kandidaten die Namen der Prüfenden unverzüglich bekanntgegeben werden .

(5) Für die Prüfenden und Beisitzenden und die mit beratender Stimme beteiligten Studierenden gilt § 4 Abs.6 entsprechend.

 

§ 6 Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen und Zulassungsverfahren

(1) Zur Diplom-Vorprüfung und zur Diplomprüfung kann nur zugelassen werden, wer
1. das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebundenen Hochschulreife oder eine durch Rechtsvorschriften oder von der zuständigen Stelle als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung besitzt,
2. die fachlichen Zulassungsvoraussetzungen für die jeweiligen Prüfungen erfüllt (§ 18 und § 22).

Die Zulassung ist zu versagen, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplom-Vorprüfung oder die Diplomprüfung im Studiengang Informatik oder nach Maßgabe des Landesrechts in einem verwandten Studiengang an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes endgültig nicht bestanden hat oder wenn sie bzw. er sich in einem solchen Studiengang in einem Prüfungsverfahren befindet.

(2) Der Antrag auf Zulassung ist schriftlich zu stellen. Dem Antrag sind beizufügen:
1. die Nachweise über das Vorliegen der in Abs. 1 Ziff. 1 und 2 genannten Zulassungsvoraussetzungen,
2. eine Erklärung darüber, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat bereits eine Diplom-Vorprüfung oder eine Diplomprüfung im Studiengang Informatik oder nach Maßgabe des Landesrechts in einem verwandten Studiengang nicht bestanden hat oder ob sie bzw. er sich in einem solchen Studiengang in einem Prüfungsverfahren befindet.

(3) Ist es der Kandidatin bzw. dem Kandidaten nicht möglich, die Unterlagen in der vorgeschriebenen Weise beizufügen, kann der Prüfungsausschußgestatten, den Nachweis auf eine andere Art zu führen.

(4) Der Antrag auf Zulassung ist jeweils gesondert für die Diplom-Vorprüfung und die Diplomprüfung zu stellen.

(5) Die Kandidatin bzw. der Kandidat mußmindestens das letzte Semester vor der Diplom- Vorprüfung bzw. die beiden letzten Semester vor der Diplomprüfung im Diplomstudiengang Informatik an der Universität Bremen eingeschrieben gewesen sein, um die Zulassung zur Diplom-Vorprüfung bzw. zur Diplomprüfung beantragen zu können.

(6) über die Zulassung zur Prüfung entscheidet der Prüfungsausschuß.

 

§ 7 Arten der Prüfungsleistungen

(1) Prüfungsleistungen sind
1. die mündlichen Prüfungen (§ 8),
2. die Klausurarbeiten (§ 8a),
3. die studienbegleitenden Leistungsnachweise (§ 9 und 10),
4. die Diplomarbeit (§ 11).

(2) Macht eine Kandidatin bzw. ein Kandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, daßsie bzw. er wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat der Prüfungsausschußder Kandidatin bzw. dem Kandidaten zu gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen. Entsprechendes gilt für Studienleistungen.

 

§ 8 Mündliche Prüfung

(1) In der mündlichen Prüfung sollen die Studierenden nachweisen, daßsie über ein genügend breites Grundlagenwissen im jeweiligen Fach verfügen, die inhaltlichen Zusammenhänge des Faches kennen und spezielle Fragestellungen in diese Zusammenhänge einordnen können. Darüber hinaus werden Kenntnisse in von der Kandidatin bzw. dem Kandidaten benannten Vertiefungsgebieten in exemplarischer Weise geprüft.

(2) Mündliche Prüfungen werden vor einem Prüfenden und einem Beisitzenden gemäߧ5 als Einzelprüfungen oder als Gruppenprüfungen abgelegt. Hierbei wird jede Kandidatin bzw. jeder Kandidat grundsätzlich nur von einem Prüfenden befragt.

(3) Die Dauer einer mündlichen Prüfung soll je Kandidatin bzw. Kandidat und Fachprüfung 30 Minuten betragen.

(4) Die wesentlichen Gegenstände und die Bewertung der mündlichen Prüfung sind in einem Protokoll festzuhalten , das vom Prüfenden und dem Beisitzenden zu unterschreiben ist. Die Bewertung ist der Kandidatin bzw. dem Kandidaten jeweils im Anschlußan die mündliche Prüfung bekanntzugeben. Sie ist zu erläutern und auf Antrag schriftlich zu begründen.

(5) Mündliche Prüfungen sind grundsätzlich öffentlich. Auf Wunsch der Kandidatin bzw. des Kandidaten wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Die Beratung und Bekanntgabe der Bewertung an die Kandidatin bzw. den Kandidaten ist nicht öffentlich. Das Recht der Mitglieder des Prüfungsausschusses gemäߧ 4 Abs.5 bleibt unberührt.

 

§ 8a Klausurarbeiten

(1) In den Klausurarbeiten sollen die Studierenden nachweisen, daßsie in begrenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln Probleme mit den geläufigen Methoden des jeweiligen Faches er kennen und Wege zu Lösungen finden können.

(2) Klausurarbeiten sind in der Regel von zwei Prüferinnen bzw. Prüfern zu bewerten.

(3) Die Dauer der Klausurarbeiten beträgt
bei Fächern mit bis zu 3 Semesterwochenstunden 20-150 Min.
bei Fächern mit 4-5 Semesterwochenstunden 150-210 Min.
bei Fächern mit mehr als 5 Semesterwochenstunden 210-300 Min.

 

§ 9 Studienbegleitende Leistungsnachweise und prüfungsrelevante Studienleistungen

(1) Prüfungsrelevante Studienleistungen werden in der Regel als studienbegleitende Leistungsnachweise in einzelnen Lehrveranstaltungen oder in einem Projekt erbracht. Sie können im Zusammenhang mit einer Lehrveranstaltung nur dann als prüfungsrelevant gewertet werden, wenn sie in dem Veranstaltungssemester einschließlich der darauf folgenden veranstaltungsfreien Zeit vollständig erbracht und nachgewiesen werden.

(2) Ein Leistungsnachweis im Hauptstudium umfaßt bei Kursen in der Regel den Lehrinhalt von mindestens vier, bei Seminaren von zwei Semesterwochenstunden. Für den Leistungsnachweis zum Pr ojekt gelten die Regelungen in § 10.

(3) Die möglichen Formen der Leistungsnachweise und die Kriterien für deren Vergabe werden vor Beginn jeder Lehrveranstaltung im Einvernehmen zwischen Studierenden und Veranstaltenden vereinbart. Im Konfliktfall entscheidet der Fachbereichsrat.

(4) Ein Leistungsnachweis kann folgende Form haben:
1. wissenschaftliches Fachgespräch von etwa 15 Min. Dauer über den Inhalt der Lehrveranstaltung,
2. Bearbeitung von Übungsaufgaben,
3. schriftliche Ausarbeitung(en) bzw. dokumentierte Programmentwicklung(en) (Hausarbeit),
4. mündlicher Vortrag und schriftliche Ausarbeitung zu einem gegebenen Fachthema (Referat).

(5) Kandidatinnen und Kandidaten, die beabsichtigen, eine prüfungsrelevante Studienleistung zu erbringen, melden sich bei der Veranstalterin bzw. dem Veranstalter, die bzw. der die Namen der zu Prüfenden, das Prüfungsgebiet und die Prüfungsform unverzüglich dem Prüfungsausschußmitteilt. Der Prüfungsausschuß stellt fest, ob Thema und Form für prüfungsrelevante Studienleistungen geeignet sind, und bestellt die Veranstalterin bzw. den Veranstalter zur Prüferin bzw. zum Prüfer und ggfs. weitere Prüfende oder Beisitzende. § 5 gilt entsprechend.

(6) Prüfungsrelevante Studienleistungen werden benotet. Die Vorschriften über Bewertung und Wiederholung von Prüfungsleistungen gelten entsprechend.

(7) Ein Leistungsnachweis kann von mehreren Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern einer Arbeitsgruppe gemeinsam erbracht werden; dabei muß die individuelle Leistung der einzelnen Teilnehmenden erkennbar sein. Zur Überprüfung der Individualität und zur Festlegung der Benotung kann auch ein Fachgespräch über den Inhalt eines Leistungsnachweises im Anschlußan eine gemeinsam erbrachte Leistung dienen. Die individuellen Leistungen einzelner Teilnehmender einer Arbeitsgruppe können unterschiedlich bewertet werden. Eine solche unterschiedliche Bewertung ist zu erläutern und auf Antrag schriftl ich zu begründen.

 

§ 10 Projekt

(1) Wesentlicher Teil des Hauptstudiums ist die Mitarbeit an einem Projekt. Projekte erstrecken sich über vier Semester. Näheres zum Aufbau, zu den Veranstaltungsformen und den Zahlen der Teilnehmenden regelt die Studienordnung.

(2) Im Rahmen des Projektes ist ein Leistungsnachwei s zu erwerben (Projektschein). Er soll mehrere Teilleistungen gemäߧ 9 Abs.4 Ziffer 3 und 4 umfassen, die kontinuierliche Mitarbeit und die Beteiligung am Abschlußbericht einbeziehen sowie die Mitwirkung an der Projektorganisation angemessen berücksichtigen.

(3) Die Teilleistungen sind so zu definieren und zu bewerten, daßdie Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen bereits im Laufe des ersten Projektjahres erkennen können, ob Zweifel am Erlangen des Leistungsnachweises bestehen. Falls solche Zweifel bestehen, sollen die Veranstaltenden ein Beratungsgespräch mit den betreffenden Teilnehmenden führen.

(4) Der Projektschein wird benotet.

 

§ 11 Diplomarbeit

(1) Die Diplomarbeit ist eine Prüfungsarbeit, die die wissenschaftliche Ausbildung abschließt. Sie soll zeigen, daßdie Kandidatin bzw. der Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine Fragestellung aus der Informatik oder den Anwendungen der Informatik selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.

(2) Die Diplomarbeit kann erst nach Ablegen der Fachprüfungen begonnen werden. Die Voraussetzungen für die Anmeldung der Diplomarbeit regelt § 22.

(3) Die Diplomarbeit kann als Gruppenarbeit vereinbart und angefertigt werden. Die Beiträge der beteiligten Kandidatinnen bzw. Kandidaten müssen deutlich unterscheidbar und bewertbar sein und jeweils die Anforderungen aus Absatz 1 erfüllen.

(4) Das Thema der Diplomarbeit wird zwischen der Kandidatin bzw. dem Kandidaten, bei Gruppenarbeiten den Beteiligten, und einer prüfungsberechtigten Person gem. § 5 schriftlich vereinbart, die die Diplomarbeit ausgibt und betreut.

(5) Auf Antrag einer Kandidatin bzw. eines Kandidaten sorgt der Prüfungsausschußdafür, daßder Kandidat bzw. die Kandidatin rechtzeitig ein Thema für eine Diplomarbeit erhält. Für Gruppen von Kandidierenden gilt entsprechendes. Die Ausgabe des Themas erfolgt dabei über den Prüfungsausschuß.

(6) Der Zeitpunkt der Ausgabe ist aktenkundig zu machen. Die Bearbeitungszeit für die Diplomarbeit beträgt sechs Monate nach der Ausgabe. Thema, Aufgabenstellung und Umfang sind vom Betreuenden so zu begrenzen, daßdie Frist zur Bearbeitung der Diplomarbeit eingehalten werden kann. Das Thema darf nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Der Prüfungsausschußkann die Frist für die Bearbeitungszeit um bis zu drei Monate verlängern.

(7) Die Diplomarbeit ist fristgemäßbeim Prüfungsausschußabzuliefern; der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Bei der Abgabe der Diplomarbeit hat die Kandidatin bzw. der Kandidat schriftlich zu versichern, daßsie ihre bzw. er seine Arbeit bei einer Gruppenarbeit den jeweiligen Anteil der Arbeit selbständig verfaßt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.

(8) Über die Diplomarbeit werden zwei Gutachten erstellt, die eine Bewertung beinhalten. Die Betreuerin bzw. der Betreuer der Diplomarbeit erstellt eines der Gutachten. Das zweite Gutachten erstellt eine prüfungsberechtigte Person, die vom Prüfungsausschußbestellt wird. Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann diese Person vorschlagen. Will der Prüfungsausschußvon diesem Vorschlag abweichen, so mußer dies schriftlich begründen. Mindestens eines der Gutachten mußvon einer Professorin bzw. einem Professor oder einer Hochschuldozentin bzw. einem Hochschuldozenten der Informatik sein.

(9) Die Gutachtenden legen ihre Gutachten innerhalb von sechs Wochen dem Prüfungsausschußvor. Dieser teilt der Kandidatin bzw. dem Kandidaten den Eingang beider Gutachten unverzüglich mit und gewährt Einsicht.

(10) Der Prüfungsausschußsetzt nach der Vorlage der Gutachten und spätestens acht Wochen nach Abgabe der Diplomarbeit ein obligatorisches Kolloquium über die Diplomarbeit an. Der Termin des Kolloquiums wird den Gutachtenden und der Kandidatin bzw. dem Kandidaten wenigstens vierzehn Tage im voraus schriftlich angezeigt sowie öffentlich durch Aushang bekanntgegeben. Im Kolloquium soll die Kandidatin bzw. der Kandidat wichtige Aspekte der Diplomarbeit vortragen und die Arbeit verteidigen. Das Kolloquium dient auch der Auseinandersetzung mit den Gutachten.

(11) Das Kolloqium ist grundsätzlich öffentlich.

 

§ 12 Bewertung der Prüfungsleistungen

(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüfenden festgesetzt. Für die Bewertung der Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:
1= sehr gut = eine hervorragende Leistung;
2= gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;
3= befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;
4= ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen entspricht;
5= nicht ausreichend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.
Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können Zwischenwerte durch Erniedrigen und Erhöhen der einzelnen Noten um 0,3 gebildet werden; die Noten 0,7 4,3, 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen.

(2) Für die Bewertung einer Prüfungsleistung, die aus mehreren Einzelleistungen besteht, ist die Note wie folgt zu ermitteln:
Bei einem Durchschnitt bis einschließlich 1,5 = sehr gut
bei einem Durchschnitt über 1,5 bis einschließlich 2,5 = gut
bei einem Durchschnitt über 2,5 bis einschließlich 3,5 = befriedigend
bei einem Durchschnitt über 3,5 bis einschließlich 4,0 = ausreichend
bei einem Durchschnitt über 4,0 = nicht ausreichend.

(3) Bei der Bildung der Fachnoten wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.

(4) Für die Bildung der Gesamtnote (§20 Abs. 1,§ 25 Abs. 1) gelten die Absätze 2 und 3 entsprechend.

 

§ 13 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat einen Prüfungstermin ohne triftige Gründe versäumt oder wenn sie bzw. er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgesehenen Bearbeitungsfrist erbracht wird.

(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschußunverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit der Kandidatin bzw. des Kandidaten kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden. Werden die Gründe anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen.

(3) Versucht die Kandidatin bzw. der Kandidat, das Ergebnis ihrer bzw. seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Eine Kandidatin bzw. ein Kandidat, die bzw. der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von den jeweiligen Prüfenden oder Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistungen ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet.

(4) Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann innerhalb einer Frist von 4 Wochen verlangen, daßdie Entscheidungen nach Abs. 3 Satz 1 und 2 vom Prüfungsausschußüberprüft werden. Belastende Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind der Kandidatin bzw. dem Kandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

 

§ 14 Bestehen, Nichtbestehen, Bescheinigung von Prüfungsleistungen

(1) Fachprüfungen sind bestanden, wenn sie mit mindestens "ausreichend" (4,0) bewertet wurden.

(2) Die Diplom-Vorprüfung ist bestanden, wenn ihre Fachprüfungen bestanden sind. Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn ihre Fachprüfungen bestanden sind und die Diplomarbeit mindestens mit "ausreichend" (4,0) bewertet wurde.

(3) Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat eine Fachprüfung nicht bestanden oder wurde die Diplomarbeit mit "nicht ausreichend" bewertet, so erteilt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Kandidatin bzw. dem Kandidaten hierüber einen schriftlichen Bescheid, der auch darüber Auskunft gibt, in welchem Umfang die Fachprüfung bzw. die Diplomarbeit wiederholt werden kann. Dieser ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(4) Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplom-Vorprüfung oder die Diplomprüfung nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden, wird ihr bzw. ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowie die zur jeweiligen Prüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen enthält und erkennen läßt, daßdie Prüfung nicht bestanden ist.



§ 15 Wiederholung

(1) Eine Fachprüfung, die nicht bestanden ist oder als nicht bestanden gilt, kann zweimal wiederholt werden. Die Wiederholung einer bestandenen Fachprüfung ist nicht zulässig.

(2) Die Wiederholungsprüfungen sollen im Rahmen der Prüfungstermine des jeweiligen folgenden Semesters stattfinden.

(3) Bei Fachprüfungen, die aus mehreren Prüfungsleistungen bestehen, können einzelne nicht bestandene Prüfungsleistungen wiederholt werden.

(4) Die Diplomarbeit kann bei nicht ausreichenden Leistungen einmal wiederholt werden.
Eine Rückgabe des Themas der Diplomarbeit innerhalb der in § 11 Abs. 6 Satz 3 genannten Frist ist nur zulässig, wenn bei der Anfertigung der ersten Diplomarbeit von dieser Möglichkeit kein Gebrauch gemacht wurde.

 

§ 16 Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen

(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen im Studiengang Informatik an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. Dasselbe gilt für die Diplom-Vorprüfung. Soweit die anzuerkennende Diplom-Vorprüfung dem Fachgebiet Informatik und Gesellschaft entsprechende Inhalte nicht umfaßt, kann die Anerkennung mit der Auflage versehen werden, daßder entsprechende Leistungsnachweis gem. § 18 Abs. 1 Ziffer 1 bis zur Meldung zur Diplomprüfung nachzuweisen ist.

(2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des Studiums der Informatik an der Universität Bremen im wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die außerhalb des Geltungsbereichs des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, sind die von der Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten.

(3) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend.

(4) Werden Studien- und Prüfungsleistungen anerkannt, sind die Noten - soweit die Notensysteme vergleichbar sind - zu übernehmen und nach Maßgabe dieser Prüfungsordnung in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk "bestanden" aufgenommen. Eine Kennzeichnung der Anerkennung im Zeugnis ist zulässig.

(5) Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Absätze 1 - 4 besteht Rechtsanspruch auf Anerkennung. Die Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, erfolgt von Amts wegen. Die Kandidatin bzw. der Kandidat hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.


II. Diplom-Vorprüfung

 

§ 17 Zweck und Durchführung der Diplom-Vorprüfung

(1) Durch die Diplom-Vorprüfung soll die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweisen, daßsie bzw. er das Ziel des Grundstudiums erreicht hat und daßsie bzw. er insbesondere die inhaltlichen Grundlagen des Faches, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben hat, die erforderlich sind, um das Studium mit Erfolg fortzusetzen.

(2) Die Diplom-Vorprüfung soll vor Beginn des fünften Fachsemesters abgelegt werden.

 

§ 18 Fachliche Zulassungsvoraussetzungen für die Diplom-Vorprüfung

(1) Zur Diplom-Vorprüfung wird zugelassen, wer neben den in § 6 aufgeführten allgemeinen Anforderungen im Grundstudium
1. je einen studienbegleitenden Leistungsnachweis in Mathematik, Praktischer Informatik, Technischer Informatik, Theoretischer Informatik, Informatik und Gesellschaft sowie in Angewandter Informatik,
2. den Leistungsnachweis über das Softwarepraktikum
erfolgreich erbracht hat.

(2) Einzelne Fachprüfungen können vorgezogen werden, wenn der studienbegleitende Leistungsnachweis im jeweiligen Prüfungsfach erbracht worden ist.

 

§ 19 Umfang und Art der Diplom -Vorprüfung

(1) Die Diplom-Vorprüfung besteht aus
1. je einer Fachprüfung in Praktischer Informatik, Technischer Informatik und Theoretischer Informatik,
2. einer Fachprüfung in Mathematik sowie
3. einer Fachprüfung in Angewandter Informatik einschließlich Informatik und Gesellschaft.

(2) Gegenstand der Fachprüfungen sind die Stoffgebiete der den Prüfungsfächern zugeordneten Lehrveranstaltungen nach Maßgabe der Studienordnung, die auch die Prüfungsanforderungen beschreibt.

(3) Die Dauer der Fachprüfung je Kandidatin bzw. Kandidat beträgt 30 Minuten.

(4) Die Fachprüfung in Angewandter Informatik gem. Abs.1 Ziffer 3 kann auf Antrag ersetzt werden durch die Prüfung
1. eines mit einem anderen Studiengang vereinbarten und durch Aushang bekanntgegebenen Anwendungsgebietes,
2. eines von der Kandidatin bzw. dem Kandidaten vorgeschlagenen Anwendungsgebietes. Der Vorschlag mußdas Prüfungsgebiet und die Prüfungsmodalitäten genau beschreiben, den gewünschten Prüfer bzw. die gewünschte Prüferin benennen und dessen bzw. deren Einverständnis dokumentieren. Der Prüfungsausschußprüft die Gleichwertigkeit der Prüfungsanforderungen auch im Hinblick auf Art und Anzahl der Leistungsnachweise und Prüfungen. Sind die Inhalte von Informatik und Gesellschaft nicht Gegenstand der Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen der anderen Studiengänge, so sind ersatzweise die Leistungsnachweise zu den Kursen Anwendungen und Auswirkungen der Informatik sowie Informatik und Gesellschaft des Studiengangs Informatik zu erbringen.

(5) Die Fachprüfungen nach Abs. 1 können jeweils ersetzt werden durch prüfungsrelevante Studienleistungen im jeweiligen Fach gem. § 9. Dies sind im einzelnen:
1. für die Fachprüfung in Praktischer Informatik jeweils ein Leistungsnachweis in den Kursen Praktische Informatik I, II und III,
2. für die Fachprüfung in Technischer Informatik jeweils ein Leistungsnachweis in den Kursen Technische Informatik II und III,
3. für die Fachprüfung in Theoretischer Informatik ein Leistungsnachweis in dem Kurs Theoretische Informatik II,
4. für die Fachprüfung in Mathematik jeweils ein Leistungsnachweis in den Kursen Mathematische Grundlagen der Informatik I, II und III,
5. für die Fachprüfung in Angewandter Informatik jeweils ein Leistungsnachweis in den Kursen Anwendungen und Auswirkungen der Informatik, Fachinformatik, Gestaltung soziotechnischer Systeme sowie Informatik und Gesellschaft.

(6) Werden Fachprüfungen in der Form gemäßAbs. 5 erbracht, entfallen die Zulassungsvoraussetzungen gemäߧ 18 Abs.1 Ziffer l.

 

§ 20 Bildung der Fachnoten und Gesamtnote, Zeugnis

(1) Für jede Fachprüfung wird eine Fachnote gebildet. Die Fachnote ist die Note der jeweiligen mündlichen Prüfung. Wenn diese gem. § 19 Abs. 5 durch prüfungsrelevante Studienleistungen ersetzt wird, so wird die Fachnote aus dem arithmetischen Mittel der Noten der erbrachten Leistungsnachweise gebildet.

(2) Die Diplom-Vorprüfung ist bestanden, wenn sämtliche Fachprüfungen bestanden sind. Die Gesamtnote der Diplom-Vorprüfung errechnet sich aus dem Durchschnitt (arithmetischen Mittel) der Fachnoten gem. § 12 Abs. 2.

(3) Über die bestandene Diplom-Vorprüfung wird innerhalb von vier Wochen ein Zeugnis ausgestellt, das die in den Fachprüfungen erzielten Noten und die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis wird von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet.



III. Diplomprüfung

 

§ 21 Zweck und Durchführung der Diplomprüfung

Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat , die Zusammenhänge ihres bzw. seines Faches überblickt und die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse der Informatik anzuwenden.

 

§ 22 Fachliche Zulassungsvoraussetzungen für die Diplomprüfung

(1) Zur Diplomprüfung wird zugelassen, wer neben den in § 6 aufgeführten allgemeinen Anforderungen die Diplom-Vorprüfung im Studiengang Informatik oder eine gemäßAbs. 2 und 3 als gleichwertig angerechnete Prüfungsleistung bestanden hat,

(2) Zu einer Fachprüfung wird zugelassen, wer im jeweiligen Prüfungsgebiet im Hauptstudium einen Leistungsnachweis erworben hat.

(3) Die Diplomarbeit gem. § 11 kann anmelden, wer im Hauptstudium,
1. zwei Leistungsnachweise in Praktischer Informatik,
2. einen Leitungsnachweis in Theoretischer Informatik,
3. einen Leistungsnachweis in Angewandter Informatik oder in einem Anwendungsgebiet laut Studienordnung erworben hat.

(4) Einer der Leistungsnachweise in Abs. 3 Ziffer 1 bis 3 mußin einem Seminar erbracht worden sein.

(5) Die Leistungsnachweise gem. Abs. 3 Ziffer 1 bis 3 dürfen nicht in den Teilgebieten der Fachprüfungen der Diplomprüfung (vgl. § 23 Abs. 2) erbracht werden. Die beiden Leistungsnachweise in Praktischer Informatik dürfen nicht in demselben Teilgebiet gemäßStudienordnung erbracht werden.

 

§ 23 Umfang und Art der Diplomprüfung

(1) Die Diplomprüfung umfaßt die Fachprüfungen und die Diplomarbeit. Die Fachprüfungen sind
1. zwei Fachprüfungen in Praktischer Informatik,
2. eine Fachprüfung in Theoretischer Informatik,
3. eine Fachprüfung in Angewandter Informatik oder im Nebenfach.

(2) Die drei Prüfungsgebiete (Praktische, Theoretische und Angewandte Informatik) sind in Teilgebiete unterteilt, die in der jeweils geltenden Studienordnung aufgeführt werden. Die Fachprüfung soll über das von der Kandidatin bzw. dem Kandidaten gewählte Teilgebiet hinausgehen. Die beiden Fachprüfungen in Praktischer Informatik erstrecken sich auf unterschiedliche Teilgebiete.

(3) Die Fachprüfungen sind mündliche Prüfungen gem. § 8.

(4) Bis zu zwei Fachprüfungen können studienbegleitend abgelegt und damit vorgezogen werden, sofern die Voraussetzungen nach § 22 Abs. 2 erfüllt sind.

 

§ 24 Zusatzfächer

(1) Der Kandidat bzw. die Kandidatin kann beim Prüfungsausschußdie Aufnahme von Prüfungen in weiteren als den vorgeschriebenen Fächern in das Diplomzeugnis beantragen (Zusatzfächer).

(2) In dem Antrag sind das Prüfungsgebiet, die Prüfungsform und die Prüferin bzw. der Prüfer anzugeben. Die Prüfung in einem Zusatzfach mußin Form und Umfang den Fachprüfungen entsprechen.

(3) Die Prüfung und die Note werden auf Wunsch im Diplomzeugnis ausgewiesen, jedoch nicht in die Berechnung der Gesamtnote einbezogen.

 

§ 25 Bildung der Gesamtnote und Zeugnis

(1) In die Gesamtnote gehen folgende Leistungen mit folgenden Faktoren ein:
1. die Noten der vier Fachprüfungen gem. § 23 Abs. 1 jeweils mit dem Faktor l,
2. die Noten der vier Leistungsnachweise gem. § 22 Abs. 3, Ziffer 1 bis 3 jeweils mit dem Faktor 0,5 ,
3. die Note des Leistungsnachweises zum Projekt gem. § 10 mit dem Faktor 3,
4. die Note der Diplomarbeit, gebildet aus dem arithmetischen Mittel der Bewertungen in den beiden Gutachten gem. § 11 Abs. 8, mit dem Faktor 4.
Die Gesamtnote errechnet sich aus dem gewichteten arithmetischen Mittel. § 12 Abs. 2 gilt entsprechend.

(2) Hat eine Kandidatin bzw. ein Kandidat die Diplomprüfung bestanden, so erhält sie bzw. er über die Ergebnisse ein Zeugnis. In das Zeugnis werden neben der Gesamtnote auch die einzelnen Noten der Fachprüfungen und der Leistungsnachweise mit Angabe des jeweiligen Prüfungsgebietes, das Thema der Diplomarbeit und deren Note sowie das Thema des Projektes und die Note des dafür erbrachten Leistungsnachweises aufgenommen. Gegebenenfalls können auf Antrag des Kandidaten bzw. der Kandidatin das Ergebnis der Prüfung in den Zusatzfächern und die bis zum Abschlußder Diplomprüfung benötigte Fachstudiendauer in das Zeugnis aufgenommen werden.

(3) Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist. Es ist von der Vorsitzenden bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.

 

§ 26 Diplomurkunde

(1) Mit dem Zeugnis wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten die Diplomurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des akademischen Diplomgrades gem. § 1 beurkundet.

(2) Die Diplomurkunde wird vom Fachbereichssprecher bzw. der Fachbereichssprecherin und der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel des Fachbereichs versehen.



§ 27 Ungültigkeit der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung

(1) Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach Aushänd igung des Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschußnachträglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung die Kandidatin bzw. der Kandidat getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären.

(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne daßdie Kandidatin bzw. der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so entscheidet der Prüfungsausschuß.

(3) Der Kandidatin bzw. dem Kandidaten ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Diplomurkunde einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund einer Täuschung für "nicht bestanden" erklärt wurde. Eine Entscheidung nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2 ist nach einer Frist von 5 Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.

 

§ 28 Einsicht in die Prüfungsakten

Innerhalb von drei Jahren nach Abschlußdes Prüfungsverfahrens wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten auf Antrag in angemessener Frist Einsicht in ihre bzw. seine schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten der Prüfenden und in die Prüfungsprotokolle gewährt.

 

§ 29 Widerspruchsverfahren

(1) Gegen Entscheidungen in Prüfungsangelegenheiten kann die betroffene Kandidatin bzw. der betroffene Kandidat innerhalb eines Monats Widerspruch beim Pürfungsausschußeinlegen. Hilft der Prüfungsausschußdem Widerspruch nicht ab, entscheidet der Widerspruchsausschuß, der vom Akademischen Senat gewählt wird.

(2) Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann einen Prüfungsberechtigten als Gutachter für das Widerspruchsverfahren benennen.

(3) Der Widerspruchsausschußsoll nach der Vorlage des Widerspruchs innerhalb von zwei Wochen entscheiden. Vor der Entscheidung sind die Kandidatin bzw. der Kandidat, der Prüfungsausschußoder gegebenenfalls die Prüfenden sowie gegebenenfalls der von der Kandidatin bzw. von dem Kandidaten benannte Gutachter bzw. die Gutachterin zu hören.

(4) Richtet sich der Widerspruch gegen eine Entscheidung des Prüfungsausschusses, entscheidet der Widerspruchsausschußselbst. Wendet sich der Widerspruch gegen die Entscheidung einer Prüferin bzw. eines Prüfers und gibt der Widerspruchsausschußdiesem statt, so ist der Prüfungsausschußverpflichtet, andere Prüfende einzusetzen.



IV. Schlußbestimmungen

 

§ 30 Allgemeine Verfahrensvorschriften, Rechte und Pflichten der Beteiligten

(1) Nach § 2 Abs. 3 Nr. 2 des Bremischen Verwaltungsverfahrensgesetzes (BremVwVfG) vom 15. November 1976 gelten für das Prüfungsverfahren die §§ 4 bis 13, 20 bis 27, 29 bis 38, 40 bis 52, 79, 80 und 96 des BremVwVfG in der jeweils gültigen Fassung.

(2) Für das Zulassungsverfahren zur Prüfung gilt das BremVwVfG ohne Einschränkung.

(3) Die in Abs. l und 2 genannten Vorschriften können beim Prüfungsausschußeingesehen werden.

 

§ 31 Inkrafttreten und Übergangsregelungen

(1) Diese Prüfungsordnung tritt mit Wirkung vom l. Oktober 1993 in Kraft.

(2) Sie gilt erstmals für Studierende, die im W intersemester 1993/94 ihr Studium als Erstsemester aufnehmen.

(3) Studierende, die sich im Wintersemster 1993/94 mindestens im zweiten Semester Grundstudium befinden, legen die Diplomprüfung nach dieser Prüfungsordnung ab. Die Diplom-Vorprüfung können sie wahlweise nach der Diplomprüfungsordnung vom 6.9.1989 innerhalb der in Satz 3 genannten Frist oder nach dieser Prüfungsordnung ablegen. Anmeldungen zur Diplom-Vorprüfung nach der Diplomprüfungsordnung vom 6.9.1989 sind nur noch bis zum 30.9.1995 möglich.

(4) Studierende, die sich im Wintersemester 1993/94 im Hauptstudium befinden, können die Diplomprüfung wahlweise nach der Diplomprüfungsordnung vom 6.9.1989 oder nach dieser Prüfungsordnung ablegen.


Certificate examination regulations computer science 1993 (old) Prüfungsordnung Informatik 1993 (Diplom)

 



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