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Studentisches Projekt



Projektstart 01.10.2005

PEnG - Physical Environment Games

Augmented Reality (AR) bezeichnet die Erweiterung der wahrgenommenen Realität durch computergenerierte Grafiken und Töne. Neben Instandhaltungs- und anderen industriellen Aufgaben eignet sich diese Technologie für Spiele: in der gewohnten Umgebung treiben sich plötzlich seltsame Wesen umher, es sind Wände, wo eigentlich keine sind und auch den virtuellen Gegenständen sind keine Grenzen gesetzt.

Ermöglicht wird diese Technologie durch Head Mounted Displays (HMD). Dies sind Brillen mit Bildschirmen, die Videobilder in das Sichtfeld der Benutzer einblenden und somit die Illusion eines Gegenstandes hervorrufen können, der nicht existiert. Diese Bildschirme sind den Virtual Reality (VR) Brillen recht ähnlich, verhindern den Blick auf die gegenständliche Umgebung aber nicht.

Die Spiele, die im Projekt PEnG untersucht und kreiert werden sollen,
beziehen—im Gegensatz zu VR und normalen Computerspielen—die physikalische Umgebung als wichtiges Element in das Spielgeschehen mit ein. Wie bei einer Schnitzeljagd im Wald, soll die Umgebung und die Bewegung der Spieler in dieser Umgebung, von zentraler Bedeutung sein. Neben Spielern mit AR Ausrüstung können auch Spieler mit anderen Spielgeräten einbezogen werden. Handys sind ebenso als Plattform für solche Spiele geeignet. Zusätzlich ist es möglich, Spieler an Internet PCs einzubeziehen.

In vielen solcher Spiele wird sowohl die Position, wie auch die Orientierung der Spieler verfolgt und in das Spiel eingespeist. Das hat insbesondere im Vergleich zu VR Spielen zur Folge, dass die Spieler auf ihre eigenen Fortbewegungsmöglichkeiten festgelegt sind, also beispielsweise auf dem Erdboden bleiben müssen und nicht fliegen können. Andererseits liegen dadurch die Herausforderungen eines Video-Spieles nicht mehr ausschließlich in der Virtualität, sondern auch im Überwinden von ganz realen Hindernissen.

Durch ein HMD und Kopfhörer, aber auch durch ein Handydisplay, können die Spieler virtuelle Gegenstände und Charaktere wahrnehmen. Diese Geräte können aber auch zusätzliche Fähigkeiten und Sinne simulieren, wie sie in Rollenspielen üblich sind. So können die Spieler z.B. Objekte hinter Wänden sehen, sie können ein Flüstern auf große Entfernungen hören, können die Auren anderer "guter" oder "böser" Spieler sehen um eine Täuschung aufzudecken, können virtuellen Fährten folgen oder Fallen aufspüren, telephatisch mit anderen in Verbindung stehen oder eine andere Sicht-Perspektive einnehmen.

Die Spieler selbst können auch durch Grafiken "erweitert" werden. So können sie virtuelle Helme tragen oder Waffen anstatt ihrer Hände sehen. Feuerbälle können in ihren Händen entstehen und auf die Gegner geschleudert werden, sie können sich in ein Kraftfeld einhüllen oder leuchtende Fußspuren hinterlassen.

Zum Auslösen von Aktionen können Gesten der bloßen Hände und Worte bzw. Kampfschreie der Spieler verwendet werden. Puls und Atmung der Spieler können ebenfalls gemessen werden und als Eingaben für das Spiel dienen. Es ist ebenso möglich, speziell auf das Spiel abgestimmte Interaktionsgeräte zu benutzen: Zauberstäbe, Schwerter, Golf-Schläger oder abstrakte Tafeln mit Stiften.

Die virtuellen Charaktere in einem AR Spiel können durch einen Computer gesteuert werden. Um auf die speziellen Stärken und Schwächen der Spieler einzugehen, um überraschende Momente sowie komplexe Handlungen zu ermöglichen, kann auch ein menschlicher Spielleiter diese Rolle übernehmen.



Betreuung:
Prof. Dr. Otthein Herzog
Dr. Holger Kenn
Tom Nicolai



Projektende: 30.09.2007



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