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Textalternate  Prüfungsordnung Digitale Medien BSc. (alter 4-Hochschul-Studiengang)
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18.12.2002 Version 8
Der Senator für Bildung und Wissenschaft hat am ... nach § 110 Abs. 1. Nr. 5 des Bremischen
Hochschulgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Juli 1999 (Brem. GBl. S. 183-220) die
Prüfungsordnung für den internationalen Studiengang " Digitale Medien (Medieninformatik/
Mediengestaltung)" in der nachstehenden Fassung genehmigt.
Prüfungsordnung
für den hochschulübergreifenden internationalen Bachelor-Studiengang
Digitale Medien (Medieninformatik/Mediengestaltung)
der Universität Bremen, der Hochschule Bremen, der Hochschule für Künste Bremen
und der Hochschule Bremerhaven1
vom 20.12.2002
§ 1 Ziel, Gliederung und Aufbau des Studiums
§2 Bachelorgrad
§3 Voraussetzungen für die Zulassung zum Studium
§4 Allgemeine Voraussetzungen und Verfahren für die Zulassung zu Prüfungen
§5 Prüfungsleistungen
§6 Art der Prüfungsleistungen
§7 Mündliche Prüfung
§8 Klausurarbeit
§9 Bearbeitung von Übungsaufgaben mit Fachgespräch
§10 Mündlicher Vortrag mit schriftlicher Ausarbeitung (Referat)
§11 Schriftliche Ausarbeitung (Hausarbeit) mit Fachgespräch
§12 Erarbeitung eines Schwerpunktthemas
§13 Entwicklungsarbeit softwaretechnischer oder künstlerisch-gestalterischer Arbeit
§14 Bachelor-Report
§15 Zulassungsvoraussetzungen für den Abschluss der Bachelorprüfung
§16 Art und Umfang der Bachelorprüfung
§17 Anerkennung von Studienzeiten und Prüfungsleistungen
§18 Studienrichtungs- und Hochschulwechsel
§19 Wiederholung der Prüfungen
§20 Bewertung der Prüfungsleistungen
§21 Bildung der Noten, Zeugnis, Urkunde
§22 Prüfende und Beisitzende
§23 Prüfungsausschuss
§24 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§25 Ungültigkeit von Prüfungen
§26 Einsicht in die Prüfungsakten
§27 Geltungsbereich und Übergangsbestimmungen
§28 Inkrafttreten
1
Soweit sich diese Ordnung auf natürliche Personen bezieht, gilt sie (entsprechend § 1 Abs. 5 des Bremischen
Hochschulgesetzes) für weibliche und männliche Personen in gleicher Weise. Dienst- und Funktionsbezeichnungen werden
von Frauen in der weiblichen Sprachform geführt.
genehmigt 13.02.2003
18.12.2002 Version 8
§ 1
Ziel, Gliederung und Aufbau des Studiums
(1) Das Studium im Studiengang Digitale Medien dient der wissenschaftlichen und künstlerischgestalterischen Vorbereitung der Studierenden auf die Berufstätigkeit, auch in internationalen
Arbeitszusammenhängen.
(2) Das Studium ist modular aufgebaut. Module sind in sich abgeschlossene Studieneinheiten, die aus
einer oder mehreren Lehrveranstaltungen oder aus Selbststudienanteilen bestehen. Mehrere curricular
zusammenhängende Module werden zu Modulbereichen zusammengefasst.
(3) Wesentliche Bestandteile des Studiums sind das projektorientierte Arbeiten, das Auslandsstudium und
das Betriebspraktikum. Letzteres wird von einer Veranstaltung der Hochschule begleitet.
(4) Der Studiengang Digitale Medien gliedert sich in die beiden Studienrichtungen Medieninformatik und
Mediengestaltung.
(5) Das Studium umfasst obligatorische Prüfungen und Studienleistungen mit einem Gesamtumfang
von180 Punkten (ECTS) und wird mit dem Bachelor abgeschlossen.
(6) Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester.
§ 2
Bachelorgrad
Die Bachelorprüfung bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums im Studiengang
Digitale Medien. Aufgrund der bestandenen Bachelorprüfung wird der akademische Grad ,,Bachelor of
Science" (abgekürzt: B.Sc.) für die Studienrichtung Medieninformatik (Digital Media/Media Informatics)
bzw. ,,Bachelor of Arts" (abgekürzt: B.A.) für die Studienrichtung Mediengestaltung (Digital
Media/Media Design) verliehen. Die Hochschule für Künste verleiht den Grad des B.A., die übrigen
Hochschulen den Grad des B.Sc. Die Verleihung des Grades setzt voraus, dass mindestens die Hälfte der
Punkte (ECTS) an der Hochschule erworben wurde, an der der Studierende eingeschrieben ist.
Serviceveranstaltungen anderer Hochschulen für die eigene Hochschule zählen dabei wie eigene
Veranstaltungen.
§ 3
Voraussetzungen für die Zulassung zum Studium
(1) Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist die für die jeweilige Hochschule, an der sich der
Studierende immatrikuliert, geltende Hochschulreife (allgemeine Hochschulreife bzw.
Fachhochschulreife) oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung. Näheres
regelt die Zulassungsordnung.
(2) Die Zulassung zur Studienrichtung Mediengestaltung erfordert über die in Abs. 1 genannten
Voraussetzungen hinaus die Überprüfung der künstlerisch-gestalterischen Eignung der Bewerber.
Dazu wird eine eigenständige Zulassungsordnung erlassen.
§ 4
Allgemeine Voraussetzungen und Verfahren für die Zulassung zu Prüfungen
(1) Prüfungen kann nur ablegen, wer im Bachelor-Studiengang Digitale Medien eingeschrieben ist.
Insbesondere gilt: Prüfungen in der Studienrichtung Medieninformatik kann nur ablegen, wer an der
Universität Bremen, der Hochschule Bremen oder der Hochschule Bremerhaven eingeschrieben ist.
Prüfungen in der Studienrichtung Mediengestaltung kann nur ablegen, wer an der Hochschule für
Künste Bremen eingeschrieben ist.
(2) Studierende, die erstmals eine Prüfungsleistung erbringen wollen, stellen einen Antrag auf Zulassung
zur Prüfung an den Prüfungsausschuss. Der Antrag muss gestellt werden, bevor im Rahmen eines
Moduls eine erste Leistung oder Teilleistung für die Prüfung erbracht wird. Der Antrag für die erste
Prüfung enthält eine Erklärung darüber, dass der Kandidat die Bachelorprüfung im Studiengang
Digitale Medien oder eine entsprechende Prüfung in einem verwandten Studiengang an einer
Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes nicht endgültig mit der Bewertung
18.12.2002 Version 8
,,nicht bestanden" absolviert hat und dass er sich nicht bereits in einem Prüfungsverfahren in einem
solchen Studiengang befindet.
(3) Über die Zulassung zu Prüfungen entscheidet der Prüfungsausschuss. Die Zulassung ist zu verwehren,
wenn der Kandidat die Bachelorprüfung im Studiengang Digitale Medien oder eine entsprechende
Prüfung in einem verwandten Studiengang an einer Hochschule im Geltungsbereich des
Hochschulrahmengesetzes endgültig mit der Bewertung ,,nicht bestanden" absolviert hat oder wenn er
sich bereits in einem solchen Studiengang im Prüfungsverfahren befindet.
§ 5
Prüfungsleistungen
(1) Die Prüfungsleistungen werden studienbegleitend erbracht. Jedes Modul wird mit einer Prüfung, die
aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen gemäß § 6 besteht, abgeschlossen. Die
Prüfungsmodalitäten (Prüfungsform, Fristen, Termine etc.) werden zu Beginn der Lehrveranstaltung
von dem Lehrenden vorgestellt, mit den Studierenden beraten und gegebenenfalls angepasst. Spricht
sich mehr als die Hälfte der Studierenden gegen das Ergebnis aus, wird die für die Lehrveranstaltung
verantwortliche Kommission der jeweiligen Hochschule angerufen.
(2) Die Teilnahme an einzelnen Modulen kann die vorherige erfolgreiche Teilnahme an anderen Modulen
zur Voraussetzung haben. Voraussetzungen für die Teilnahme an Modulen werden von den
Lehrenden im Rahmen der Planung des Lehrangebots jeweils vier Semester im voraus angegeben, es
sei denn, sie sind in der Studienordnung (Anhang 2) bereits allgemein definiert. Bei Vorliegen
anderer geeigneter Voraussetzungen können die Lehrenden für einzelne Studierende Ausnahmen
zulassen.
§ 6
Art der Prüfungsleistungen
(1) Prüfungsleistungen sind
1. Mündliche Prüfung,
2. Klausurarbeit,
3. Bearbeitung von Übungsaufgaben mit Fachgespräch,
4. Mündlicher Vortrag mit schriftlicher Ausarbeitung (Referat),
5. Schriftliche Ausarbeitung (Hausarbeit) mit Fachgespräch,
6. Erarbeitung eines Schwerpunktthemas,
7. Entwicklungsarbeit softwaretechnischer oder künstlerisch-gestalterischer Art,
8. Freiwillige Arbeit gem. § 16 Abs. 4
9. Bachelor-Report.
(2) Die Bearbeitungsfrist für Prüfungsleistungen endet spätestens mit Ablauf der dem Semester, in dem
das Modul beendet wurde, folgenden veranstaltungsfreien Zeit.
(3) Die Prüfungen gem. Abs. 1 Nr. 1 bis 7 werden in der Regel von einem Prüfer abgenommen. Ein
Kandidat kann vor der Prüfung verlangen, dass ein zweiter Prüfer oder ein Beisitzer hinzugezogen
wird. Bei schriftlichen Prüfungsleistungen kann der Kandidat auch nach der Prüfung verlangen, dass
die Arbeit noch von einem zweiten Prüfer bewertet wird. Die Note ergibt sich dann aus dem
arithmetischen Mittelwert beider Bewertungen.
(4) Macht ein Kandidat durch ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass er wegen länger andauernder oder
ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der
vorgesehenen Form abzulegen, hat der Prüfungsausschuss dem Kandidaten zu gestatten,
gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form oder in anderen Fristen zu erbringen.
§ 7
Mündliche Prüfung
(1) In der mündlichen Prüfung sollen die Studierenden nachweisen, dass sie über ein fundiertes Wissen
im jeweiligen Modul verfügen.
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(2) Mündliche Prüfungen werden vor einem Prüfenden und einem Beisitzenden als Einzel- oder
Gruppenprüfungen abgelegt.
(3) Die Dauer einer mündlichen Prüfung soll bei einem Kandidaten 20 bis 30 Minuten betragen. Bei einer
Gruppenprüfung wird die Dauer angemessen verlängert.
(4) Die wesentlichen Gegenstände und die Bewertung der mündlichen Prüfung sind in einem Protokoll
festzuhalten, das vom Prüfenden und vom Beisitzenden zu unterschreiben ist. Die Bewertung ist dem
Kandidaten jeweils im Anschluss an die mündliche Prüfung nach angemessener Beratung bekannt zu
geben, zu erläutern und auf Antrag schriftlich zu begründen.
(5) Studierende und Lehrende des Studiengangs sind zu Prüfungen zugelassen, soweit der Kandidat nicht
widerspricht. Die Beratung der Bewertung ist nicht öffentlich.
§ 8
Klausurarbeit
(1) In der Klausurarbeit sollen die Studierenden nachweisen, dass sie in begrenzter Zeit und mit
begrenzten Hilfsmitteln Probleme mit den geläufigen Methoden des jeweiligen Moduls erkennen und
Wege zu Lösungen finden können.
(2) Die Dauer der Klausurarbeiten beträgt in Abhängigkeit von der Anzahl der Punkte (ECTS) des
jeweiligen Moduls:
bei Modulen mit bis zu 6 Punkten 1 bis 2 Zeitstunden,
bei Modulen mit 7 bis 12 Punkten 2 bis 3 Zeitstunden,
bei Modulen mit mehr als 12 Punkten 3 bis 4 Zeitstunden.
§ 9
Bearbeitung von Übungsaufgaben mit Fachgespräch
(1) Bei der Bearbeitung von Übungsaufgaben sollen die Studierenden zeigen, dass sie den Stoff einer
Lehrveranstaltung bzw. eines Moduls bei der Lösung einer Serie theoretischer oder praktischer
Aufgaben, die jeweils einzelne Aspekte der Lehrveranstaltung abdecken, umsetzen können. Zu den
Übungsaufgaben gehören den Studienrichtungen entsprechend Programmieraufgaben, praktische
Laboraufgaben und künstlerisch-gestalterische Aufgaben.
(2) Übungsaufgaben können von mehreren Studierenden gemeinsam bearbeitet werden. Bei dieser Art
der Prüfungsleistung muss die individuelle Leistung der einzelnen Studierenden erkennbar und
einzeln bewertbar sein. Im Anschluss an die Bearbeitung aller Übungsaufgaben, bei betreuten Laborund Entwurfsarbeiten gegebenenfalls auch im Rahmen der Bearbeitung einzelner Übungen, wird ein
Fachgespräch über den Inhalt der Übungen und deren Zusammenhang zu den Lehrveranstaltungen
des Moduls durchgeführt. Das Fachgespräch dient dazu, die Individualität der Prüfungsleistung
festzustellen. Wenn die Bearbeitung der Übungsaufgaben in einer Gruppe stattfand, soll auch das
Fachgespräch in dieser Gruppe stattfinden. Fachgespräche, die im Anschluss an die Bearbeitung aller
Übungsaufgaben stattfinden, dauern bei einem Kandidaten in der Regel 10 bis 15 Minuten und sind
bei mehreren Kandidaten angemessen zu verlängern. Bei einem mangelhaften Ergebnis des
Fachgesprächs kann der zu Prüfende vom Prüfer verlangen, dass das Fachgespräch einmal wiederholt
wird. Die Wiederholung muss bis zum Beginn der Veranstaltungen des folgenden Semesters erfolgen.
§ 10
Mündlicher Vortrag mit schriftlicher Ausarbeitung (Referat)
Referate dienen der zusammenhängenden Bearbeitung eines Themas. Die Ergebnisse der Bearbeitung
werden in einer Lehrveranstaltung vorgetragen und diskutiert. Die Inhalte des Vortrags und die
Ergebnisse der Diskussion werden in einer schriftlichen Ausarbeitung zusammengefasst. Referate können
als Gruppenarbeit erbracht werden. In diesem Fall müssen die Einzelleistungen in Vortrag, Diskussion
und schriftlicher Ausarbeitung erkennbar und einzeln bewertbar sein.
§ 11
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Schriftliche Ausarbeitung (Hausarbeit) mit Fachgespräch
Hausarbeiten dienen der intensiven Auseinandersetzung mit einer komplexen Themenstellung aus dem
Stoffgebiet eines Moduls, die in einer schriftlichen Ausarbeitung mündet. Hausarbeiten können als
Gruppenleistung erbracht werden. Im Anschluss an die Ausarbeitung werden die Inhalte der Hausarbeit in
einem Fachgespräch vertiefend erörtert. Das Fachgespräch dauert bei einem Kandidaten in der Regel 10
bis 15 Minuten und ist bei mehreren Kandidaten angemessen zu verlängern. Bei einem mangelhaften
Ergebnis des Fachgesprächs kann der zu Prüfende vom Prüfer verlangen, dass das Fachgespräch einmal
wiederholt wird. Die Wiederholung muss innerhalb des laufenden Semesters erfolgen.
§ 12
Erarbeitung eines Schwerpunktthemas
(1) Mit der Erarbeitung eines Schwerpunktthemas sollen die Studierenden nachweisen, dass sie ein
Thema vermitteln und einen Lernprozess moderieren können. Die Bearbeitung eines
Schwerpunktthemas findet im Zusammenhang mit einer Lehrveranstaltung des Studiengangs, z.B.
auch in einem Projekt, statt. Das Thema einer oder mehrerer Lehrveranstaltungsstunden wird von dem
Studierenden durch Erarbeitung eines Thesenpapiers unter Einbeziehung adäquater Quellen
vorbereitet. Der Studierende führt fachlich in die Lehrveranstaltung ein und moderiert diese. Im
Anschluss an die Lehrveranstaltung wertet er diese aus, indem er die Ergebnisse in einem
ausführlichen Protokoll systematisch darlegt. Dabei sollen insbesondere auch die offenen Fragen, die
einer weiteren Bearbeitung bedürfen, formuliert werden.
(2) Die Erarbeitung eines Schwerpunktthemas kann als Gruppenarbeit erbracht werden. In diesem Fall
müssen die Einzelleistungen erkennbar und einzeln bewertbar sein.
§ 13
Entwicklungsarbeit softwaretechnischer oder künstlerisch-gestalterischer Art
(1) Mit einer Entwicklungsarbeit sollen die Studierenden nachweisen, dass sie über das Wissen und die
Fähigkeiten verfügen, die Gegenstand der Lehrveranstaltung waren, und beides in der Praxis
einsetzen können.
(2) Eine Entwicklungsarbeit kann als Einzel- oder Gruppenprüfung durchgeführt werden. Bei einer
Gruppenprüfung muss die individuelle Leistung der einzelnen Studierenden erkennbar und einzeln
bewertbar sein.
(3) Eine Entwicklungsarbeit besteht im Bereich der Informatik (Modulbereiche 1 ­ Grundlagen der
Medieninformatik und 3 ­ Praktische Medieninformatik) in der Erstellung und Demonstration eines
Softwaresystems einschließlich der zugehörigen Dokumentation. Die Dokumentation umfasst die
Aufgabenstellung, die Anforderungsdefinition, den Entwurf, das Quellprogramm, die
Testdokumentation, die Benutzungsanleitung und ein Anwendungsbeispiel, welche in einem Bericht
zusammengefasst werden.
(4) Eine Entwicklungsarbeit besteht im Bereich der Gestaltung (Modulbereich 2 ­ Grundlagen der
Mediengestaltung, 4 ­ Praktische Mediengestaltung und 5 ­ Grundlagenprojekte der
Mediengestaltung) aus einer künstlerisch-gestalterischen Arbeit und umfasst folgende Anteile:
Recherche, Konzeption, Entwurf und Gestaltung, beispielhafte Realisierung, Präsentation und
Dokumentation. Die Dokumentation umfasst die Aufgabenstellung, die Anforderungsdefinition, das
Gestaltungskonzept, beispielhafte Gestaltungsentwürfe, die Benutzungsanleitung und ein
Anwendungsbeispiel, welche in einem Portfolio zusammengestellt werden.
(5) Eine Entwicklungsarbeit besteht im interdisziplinären Bereich (Modulbereiche 6 ­ Medientheorie und
Medienanalyse, 7 ­ Anwendungen der Medieninformatik und 9 ­ Projekte) aus einer Anwendung im
Bereich Digitaler Medien, die sich aus informatischen und künstlerisch-gestalterischen Leistungen der
Absätze 3 und 4 oder einer je nach Aufgabenstellung zu spezifizierenden Teilmenge davon
zusammensetzt. Im Regelfall wird eine derartige Entwicklungsarbeit als Gruppenleistung erbracht.
§ 14
Bachelor-Report
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(1) Der Bachelor-Report dient der zusammenhängenden Beschäftigung mit einem umfassenden Thema
und der daraus resultierenden Lösung einer praktischen oder theoretischen Problemstellung. Der
Bachelor-Report soll zeigen, dass der Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist
eine für die Berufspraxis typische Fragestellung selbstständig mit Hilfe wissenschaftlicher und
künstlerisch-gestalterischer Methoden sowie praktischer Fertigkeiten zu bearbeiten.
(2) Der Bachelor-Report kann als Gruppenarbeit angefertigt werden. Die Beiträge der beteiligten
Kandidaten müssen deutlich unterscheidbar und bewertbar sein.
(3) Das Thema des Bachelor-Reports wird zwischen den Studierenden und den Prüfenden, die die
Abschlussarbeit ausgeben und betreuen, schriftlich vereinbart und dem Prüfungsausschuss zur
Genehmigung vorgelegt.
(4) Der Zeitpunkt der Ausgabe des Themas und der Abgabe der Arbeit sind aktenkundig zu machen. Bei
der Abgabe der Arbeit haben die Studierenden zu versichern, dass sie ihre Arbeit selbstständig
verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt haben.
(5) Die Bearbeitungszeit für den Bachelor-Report beträgt vier Monate nach der Ausgabe des Themas.
Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Studierenden während der Hälfte ihrer Arbeitszeit mit
der Bearbeitung des Themas befassen. Die Bearbeitung kann frühestens im letzten Projektsemester
begonnen werden. Die Aufgabenstellung ist vom Betreuenden entsprechend zu begrenzen. Der
Prüfungsausschuss kann auf begründeten Antrag des Kandidaten die Frist für die Bearbeitung um bis
zu sechs Wochen verlängern.
(6) Wird der Bachelor-Report in englischer Sprache verfasst, so ist ihm eine Zusammenfassung in
deutscher Sprache beizufügen. Entsprechend ist einer deutschsprachigen Arbeit eine
englischsprachige Zusammenfassung beizufügen.
(7) Der Prüfungsausschuss bestellt neben dem Betreuer der Arbeit einen weiteren Prüfungsberechtigten
als Gutachter, den der Kandidat vorschlagen kann. Der Prüfungsausschuss ist an den Vorschlag nicht
gebunden. Betreuer und Gutachter legen spätestens innerhalb von acht Wochen vorläufige Gutachten
vor, die dem Kandidaten unverzüglich zur Kenntnis gegeben werden.
(8) Nach Abgabe und vorläufiger Bewertung des Bachelor-Reports findet ein öffentliches Kolloquium
statt, in dem der Kandidat wichtige Aspekte der Arbeit vorstellt und sich mit den Gutachten
auseinander setzt. Im Rahmen des Kolloquiums präsentieren die Studierenden der Hochschule für
Künste auch ihre Werkübersicht und reflektieren die darin enthaltenen Arbeiten. Das Kolloquium
findet nach der Vorlage der Gutachten und spätestens zehn Wochen nach Abgabe der Arbeit statt. Die
Dauer des Kolloquiums beträgt in der Regel 30 Minuten. Der Termin des Kolloquiums wird den
Beteiligten mitgeteilt und der Öffentlichkeit durch Aushang bekannt gegeben. Je nach Verlauf des
Kolloquiums können die Gutachter die von ihnen vergebenen Noten für die Abschlussarbeit noch
einmal ändern. Spätestens eine Woche nach Abschluss des Kolloquiums wird von den Gutachtern die
endgültige Note ihrer Gutachten festgelegt.
§ 15
Zulassungsvoraussetzungen für den Abschluss der Bachelorprüfung
(1) Voraussetzung für den Abschluss des Bachelorstudiums ist die Durchführung eines Auslandsstudiums
gemäß Studienordnung. In Fällen besonderer Härte kann der Prüfungsausschuss eine Ersatzregelung
festlegen.
(2) Die Durchführung der englischsprachigen Lehrveranstaltungen an den Bremer Hochschulen erfordern
den Nachweis guter englischer Sprachkenntnisse (C1 nach dem European Framework bzw. TOEFL
550). Der Nachweis ist vor Antritt des Auslandsstudiums vorzulegen, spätestens bevor
Lehrveranstaltungen besucht werden, die laut Studienplan für das vierte Fachsemester vorgesehen
sind.
(3) Zum Bachelor-Report kann nur zugelassen werden, wer
· das Betriebspraktikum absolviert hat
· die Pflichtmodule
· zusätzlich mindestens 40 Punkte (ECTS) im Bereich der Wahlpflichtmodule und
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· mindestens ein Semester des Bachelorprojekts absolviert hat und
· an der jeweiligen Hochschule eingeschrieben ist.
§ 16
Art und Umfang der Bachelorprüfung
(1) Die Bachelorprüfung in der Studienrichtung Medieninformatik besteht aus Prüfungsleistungen in
folgenden Modulbereichen:
1. Grundlagen der Medieninformatik (54 Punkte)
mit den Pflichtmodulen
- Mathematische Grundlagen der Informatik
- Physikalisch-technische Grundlagen digitaler Medien
- Einführung in die Informatik
- Einführung in die Medieninformatik.
2. Grundlagen der Mediengestaltung (8 Punkte (ECTS))
mit dem Pflichtmodul
- Grundlagen der Gestaltung.
3. Praktische Medieninformatik (22 Punkte (ECTS))
mit einem der Pflichtmodule
- Computergrafik und/oder
- Bild-, Audio- und Videobearbeitung
sowie mindestens einem weiteren Modul nach freier Wahl.
4. Praktische Mediengestaltung (12 Punkte (ECTS))
mit mindestens zwei Modulen nach freier Wahl.
5. Grundlagenprojekte der Mediengestaltung (8 Punkte (ECTS))
mit mindestens einem Modul nach freier Wahl.
6. Medientheorie und Medienanalyse (12 Punkte (ECTS))
mit einem Pflichtmodul Grundlagen der Medientheorie
(Medientheorie, Mediengeschichte, Medienökonomie, Medienrecht)
sowie mindestens einem weiteren Modul nach freier Wahl.
7. Anwendungen der Medieninformatik (16 Punkte (ECTS))
mit dem Pflichtmodul
- Media Engineering
sowie mindestens zwei weiteren Modulen nach freier Wahl.
8. Wahlbereich (10 Punkte (ECTS))
mit Modulen nach freier Wahl aus den Modulbereichen 3 bis 7. In diesem Modulbereich können
außerdem Punkte (ECTS) angerechnet werden, die in anderen Modulbereichen über die jeweils
geforderten Punkte (ECTS) hinaus erbracht worden sind. Auf eine Benotung des Wahlbereichs
kann auf Wunsch des Studierenden verzichtet werden.
9. Projekt, Praktikum, Bachelor-Report (36 Punkte (ECTS))
mit den Modulen
- Bachelorprojekt
- Bachelor-Report
- Praktikum
Nimmt ein Studierender der Medieninformatik an einem Projekt der Informatik an der Universität
Bremen teil, dann muss sein Anteil am Projektbericht einem erhöhten Aufwand von 4 Punkten
(ECTS) entsprechen, um die Anforderungen an ein Projekt der Medieninformatik zu erfüllen.
10. Propädeutik (2 Punkte (ECTS))
mit dem Pflichtmodul
- Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten.
(2) Die Bachelorprüfung in der Studienrichtung Mediengestaltung besteht aus Prüfungsleistungen in
folgenden Modulbereichen:
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1. Grundlagen der Medieninformatik (12 Punkte (ECTS))
mit den Pflichtmodulen
- Einführung in die Informatik
- Einführung in die Medieninformatik.
2. Grundlagen der Mediengestaltung (16 Punkte (ECTS))
mit den Pflichtmodulen
- Grundlagen der Gestaltung
- Zeichnen und Darstellungstechniken.
3. Praktische Medieninformatik (12 Punkte (ECTS))
mit mindestens zwei Modulen nach freier Wahl.
4. Praktische Mediengestaltung (40 Punkte (ECTS))
mit den Pflichtmodulen
- Typographie / Layout
- Stilles Bild / Fotografie
- AV-Medien / Animation
- 3D-Design
- Visualistik /Illustration
sowie mindestens zwei weitern Modulen nach freier Wahl.
5. Grundlagenprojekte der Mediengestaltung (32 Punkte (ECTS))
mit mindestens vier Modulen nach freier Wahl.
6. Medientheorie und Medienanalyse (8 Punkte (ECTS))
mit einem Pflichtmodul Grundlagen der Medientheorie und Medienanalyse
(Medientheorie, Mediengeschichte, Medienökonomie, Medienrecht)
sowie mindestens einem weiteren Modul nach freier Wahl.
7. Anwendungen der Medieninformatik (12 Punkte (ECTS))
mit mindestens einem Modul nach freier Wahl.
8. Wahlbereich (12 Punkte (ECTS))
mit Modulen nach freier Wahl aus den Modulbereichen 3 bis 7. In diesem Modulbereich können
außerdem Punkte (ECTS) angerechnet werden, die in anderen Modulbereichen über die jeweils
geforderten Punkte (ECTS) hinaus erbracht worden sind.
9. Projekt, Praktikum, Bachelor-Report (36 Punkte (ECTS))
mit den Modulen
- Bachelorprojekt
- Bachelor-Report
- Praktikum
10. Propädeutik (0 Punkte (ECTS))
mit Wahlmodulen zur Einführung ins Studium.
(3) Die Mehrzahl der Pflichtmodule soll sich über die ersten beiden Semester erstrecken. Sie bilden in der
Regel in den jeweiligen Modulbereichen die Voraussetzung für das Verständnis weiterer Module. Bei
den Pflichtmodulen wird in Anhang 2 der Studienordnung jeweils angegeben, ob und gegebenenfalls
welche anderen Module für die Teilnahme vorausgesetzt werden.
(4) Freiwillige Arbeit kann mit bis zu 6 Punkten (ECTS) im Modulbereich 8 angerechnet werden. In
Form von Freiwilliger Arbeit (Voluntary Work) können Studierende Aufgaben in Organisationen
übernehmen, die die fachliche und soziale Dimension verbinden. Ein solches inhaltlich und
organisatorisch klar definiertes Engagement wird als (nicht benoteter) Ersatz für Studienleistungen
anerkannt. Der Prüfungsausschuss beschließt Richtlinien über die Anforderungen und die Betreuung
der 'freiwilligen Arbeit'..
§ 17
Anerkennung von Studienzeiten und Prüfungsleistungen
(1) Studienzeiten und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen sowie praktikumsadäquate
Leistungen werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit mit den Anforderungen des Studiengangs
Digitale Medien in Inhalt und Umfang im wesentlichen gegeben und festgestellt ist. Bei der
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Überprüfung ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und -bewertung
vorzunehmen.
(2) Studienzeiten und Prüfungsleistungen, die an ausländischen Partnerhochschulen erbracht wurden, mit
denen Vereinbarungen z. B. im Rahmen des European Credit Transfer Systems bestehen, werden im
Rahmen der Lernvereinbarung mit dem Studierenden ( siehe Studienordnung) ohne inhaltliche
Prüfung anerkannt. Andere im Ausland erbrachte Leistungen werden im Einzelfall auf
Gleichwertigkeit geprüft und gegebenenfalls anerkannt.
§ 18
Studienrichtungs- und Hochschulwechsel
Studierende, die die Studienrichtung innerhalb des Studiengangs wechseln wollen, müssen die jeweilige
Hochschulzugangsberechtigung haben und einen Antrag an den Prüfungsausschuss stellen. Dieser bestellt
zwei Prüfungsberechtigte der aufnehmenden Hochschule zu Gutachtern. In den Gutachten soll festgestellt
werden, ob ein Wechsel, gegebenenfalls auch unter Auflagen, zugelassen werden kann. Der
Prüfungsausschuss spricht auf der Grundlage der Gutachten eine Empfehlung aus. Der Studierende stellt
danach den für die Immatrikulation als Fortgeschrittener vorgesehenen Antrag an die aufnehmende
Hochschule.
§ 19
Wiederholung der Prüfungen
(1) Eine nicht bestandene Prüfungsleistung oder Prüfungsteilleistung kann zweimal wiederholt werden.
Nicht bestandene Prüfungen im selben Fach an anderen Hochschulen werden dabei mitgezählt. Die
Wiederholung eines bestandenen Moduls ist unbeschadet von § 20 Abs. 2 nicht zulässig.
(2) Wird eine Prüfung im Modulbereich 8 (Wahlbereich) nicht bestanden, so ist bei der
Wiederholungsprüfung ein Wechsel des zu prüfenden Moduls innerhalb des Wahlbereichs zulässig.
(3) Der Bachelorreport kann bei nicht ausreichenden Leistungen einmal wiederholt werden.
§ 20
Bewertung der Prüfungsleistungen
(1) Die Noten der Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüfenden festgesetzt. Es sind folgende
Notenwerte zu verwenden:
1,0 ausgezeichnet (excellent), Grad A
1,3 sehr gut (very good), Grad B
1,7 ­ 2,0 ­ 2,3 gut (good), Grad C
2,7 ­ 3,0 ­ 3,3 befriedigend (satisfactory), Grad D
3,7 ­ 4,0 ausreichend (sufficient), Grad E
5,0 nicht ausreichend (fail), Grad F
(2) Ein Modul ist bestanden, wenn alle dafür erforderlichen Prüfungsleistungen mindestens mit
ausreichend bewertet wurden bzw. im Falle unbenoteter Prüfungen bestanden sind. Für jede
Prüfungsleistung vom Typ mündliche Prüfung und Klausur sowie für das Fachgespräch werden
innerhalb der vorlesungsfreien Zeit, die auf die Veranstaltungszeit folgt, in der das Modul absolviert
wurde, zwei Prüfungstermine (i.d.R im Abstand von mindestens vier Wochen) angesetzt. Werden
beide Termine genutzt, gilt das bessere Ergebnis.
(3) Die Gesamtprüfung ist bestanden, wenn alle Module und die Abschlussarbeit mindestens mit
ausreichend oder bestanden bewertet worden sind.
§ 21
Bildung der Noten, Zeugnis, Urkunde
(1) Die Noten für die Module werden als gewichtetes arithmetisches Mittel aus den Bewertungen der
Prüfungsleistungen des jeweiligen Moduls gebildet. Die Gewichtung basiert auf den Punkten (ECTS)
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der jeweiligen Teilmodule. Die Note des Bachelor-Reports wird als arithmetisches Mittel aus den
Noten der beiden Gutachten gebildet.
(2) Die Noten für die Modulbereiche werden aus dem gewichteten arithmetischen Mittel der Noten zu
den Modulen des jeweiligen Bereichs gebildet. Dazu werden die Noten der einzelnen Module mit
ihrer zugehörigen Punktzahl multipliziert. Diese Produkte werden aufsummiert. Diese Summe wird
durch die Gesamtzahl der Punkte (ECTS) des jeweiligen Modulbereichs dividiert. Wurden mehr
Punkte (ECTS) angesammelt, als in einem Modulbereich gefordert sind, kann der Studierende
entscheiden, welche Punkte (ECTS) er einbringen will. Überzählige Punkte (ECTS) können auch im
Wahlbereich, Modulbereich 8, eingebracht werden.
Bei Modulbereich 8 geht ,,freiwillige Arbeit" nicht in die Benotung ein. Soll auf eine Benotung des
Modulbereichs 8 insgesamt verzichtet werden, geht der gesamte Modulbereich nicht in die
Berechnung ein. Bei Modulbereich 9 geht das Betriebspraktikum nicht in die Berechnung ein.
Note für einen Modulbereich = (P1 x N1 + P2 x N2 + ... Pn x Nn) / (P1 + P2 + ... + Pn)
(Pi = angerechnete Punkte des Moduls i, Ni = Note im Modul i, n = Anzahl der angerechneten
Module im jeweiligen Modulbereich)
(3) Die Gesamtnote wird aus dem mit den Punkten (ECTS) gewichteten arithmetischen Mittel der Noten
aller Module gebildet. Die Formel für die Bildung der Noten der Modulbereiche findet entsprechende
Anwendung.
(4) Bei der Bildung der Noten für die Module und Modulbereiche sowie der Gesamtnote wird nur die
erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung
gestrichen.
(5) Die Notenwerte für Module, Modulbereiche sowie die Gesamtleistung entsprechen folgenden
Bewertungen:
Bei einem Durchschnitt von 1,0 bis einschließlich 1,2: ausgezeichnet (excellent), Grad A
bei einem Durchschnitt von über 1,2 bis einschließlich 1,5: sehr gut (very good), Grad B
bei einem Durchschnitt von über 1,5 bis einschließlich 2,5: gut (good), Grad C
bei einem Durchschnitt von über 2,5 bis einschließlich 3,5: befriedigend (satisfactory), Grad D
bei einem Durchschnitt von über 3,5 bis einschließlich 4,0: ausreichend (sufficient), Grad E
bei einem Durchschnitt von über 4,0: nicht ausreichend (fail), Grad F.
(6) Über die bestandene Gesamtprüfung wird innerhalb von vier Wochen ein Zeugnis in englischer und
deutscher Sprache ausgestellt und vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses mit Datum der letzten
Prüfungsleistung unterzeichnet.
(7) Das Zeugnis enthält folgende Angaben:
- die Noten der Modulbereiche 1 bis 8,
- das Thema und die Note des Bachelorprojekts,
- das Thema und die Note des Bachelor-Reports,
- die Dauer des Auslandsstudiums und die Bezeichnung der ausländischen Hochschule,
- die Dauer des Betriebspraktikums und die Bezeichnung des Praktikumsbetriebs,
- die Gesamtnote.
(8) Dem Zeugnis wird eine Liste mit den Titeln der insgesamt absolvierten Module, deren Punktzahl und
der dabei erzielten Noten beigefügt. Bei den Modulen, die sich auf Wahlpflichtgebiete der jeweiligen
Modulbereiche beziehen, werden die Titel der zugehörigen Lehrveranstaltungen in diese Liste
aufgenommen.
(9) Auf Antrag des Kandidaten werden die Ergebnisse von Prüfungen in zusätzlich absolvierten
Modulen, Art und Dauer einer ggf. absolvierten Freiwilligen Arbeit (§ 10 Studienordnung) sowie die
bis zum Bachelorabschluss benötigte Fachstudiendauer in das Zeugnis aufgenommen.
(10) Zusammen mit dem Zeugnis wird eine Urkunde in englischer und deutscher Sprache mit dem Datum
des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des Bachelorgrades (Bachelor of Science,
B.Sc.; Bachelor of Arts, B.A.) beurkundet. Die Urkunde wird vom Dekan des Fachbereichs der
Hochschule, an der der Studierende eingeschrieben war, sowie vom Vorsitzenden des
Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel des Fachbereichs versehen. Der Absolvent
erhält ein Diploma Supplement.
18.12.2002 Version 8
§ 22
Prüfende und Beisitzende
(1) Der Prüfungsausschuss nach § 23 bestellt die Prüfenden und die Beisitzenden. Zu Prüfenden dürfen
nur Professoren oder Hochschuldozenten sowie andere nach § 62 Abs. 3 BremHG
prüfungsberechtigte Personen bestellt werden, die, sofern nicht zwingende Gründe eine Abweichung
erfordern, in dem Fachgebiet, auf das sich die Prüfung bezieht, eine eigenverantwortliche,
selbstständige Lehrtätigkeit ausgeübt haben. Zum Beisitzenden darf nur bestellt werden, wer einen
dem angestrebten Abschluss in Bezug auf den Grad vergleichbaren Abschluss erreicht hat. Die
Beisitzenden beraten den Prüfer bei der Bewertung der Prüfungsleistung.
(2) Der Kandidat kann für die Abschlussarbeit und die mündlichen Prüfungen die Prüfenden und
Beisitzenden vorschlagen. Dem Vorschlag ist vom Prüfungsausschuss so weit wie möglich Rechnung
zu tragen. Die Ablehnung des Vorschlags ist schriftlich zu begründen. Dem Kandidaten werden die
Namen der Prüfenden und Beisitzenden unverzüglich bekannt gegeben.
(3) Bei mündlichen Prüfungen bestellt der Prüfungsausschuss auf Vorschlag des Kandidaten bis zu zwei
von diesem benannte Studierende der Medieninformatik bzw. der Mediengestaltung, die an der
Prüfung mit beratender Stimme beteiligt sind.
(4) Der erste Prüfer der Abschlussarbeit ist der Betreuer. Er ist Lehrender in der Studienrichtung, in der
die Abschlussarbeit angefertigt wird. Der zweite Prüfer kann der anderen Studienrichtung angehören.
(5) Die Prüfenden und Beisitzenden sowie die Studierenden mit beratender Stimme unterliegen der
Verschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch den Prüfenden zur
Verschwiegenheit zu verpflichten.
§ 23
Prüfungsausschuss
(1) Die Gemeinsame Kommission Digitale Medien, in die die betroffenen Fachbereichsräte der vier
Hochschulen Mitglieder entsenden, nimmt die Aufgaben des Prüfungsausschusses wahr. Die
Mitglieder werden von ihrer jeweiligen Statusgruppe in den Fachbereichsräten der vier Hochschulen
gewählt. Jede Hochschule wählt
- ein Mitglied aus der Gruppe der Professoren
- ein Mitglied aus der Gruppe der Akademischen Mitarbeiter oder sonstiger an der Lehre
beteiligten Mitarbeiter und
- ein Mitglied der Gruppe der Studierenden.
Für jedes Mitglied wird ein Stellvertreter gewählt. Beschlüsse bedürfen der Mehrheit der Stimmen der
Professorinnen. Die Mitglied aus der Gruppe der Professoren und der Mitarbeiter werden für zwei
Jahre gewählt, die der Studierenden für ein Jahr.
(2) Der Prüfungsausschuss wählt jeweils einen Professor zum Vorsitzenden und stellvertretenden
Vorsitzenden. Der Vorsitzende führt die laufenden Geschäfte des Prüfungsausschusses; er wird
hierbei von der stellvertretenden Vorsitzenden unterstützt. Der Prüfungsausschuss kann dem
Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden Zuständigkeiten zur alleinigen Entscheidung
übertragen. Dem Prüfungsausschuss ist regelmäßig über die getroffenen Entscheidungen zu berichten.
(3) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder, darunter der Vorsitzende
oder stellvertretende Vorsitzende, anwesend sind. Beschlüsse bedürfen der Mehrheit der abgegebenen
Stimmen; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessren Abwesenheit
die Stimme des stellvertretenden Vorsitzenden. Bei Beschlussunfähigkeit wird der Prüfungsausschuss
erneut zur Verhandlung über denselben Gegenstand einberufen; er ist dann bei Anwesenheit des
Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen
beschlussfähig, wenn darauf in der Einladung hingewiesen worden ist. Stellt der Vorsitzende oder im
Verhinderungsfall der stellvertretende Vorsitzende fest, dass eine Angelegenheit, die in die
Zuständigkeit des Prüfungsausschuss fällt, keinen Aufschub bis zur nächst möglichen Sitzung duldet,
entscheidet er selbst. Der Prüfungsausschuss muss in seiner nächsten Sitzung über die Entscheidung
unterrichtet werden.
18.12.2002 Version 8
(4) Über die Sitzungen des Prüfungsausschusses sind Niederschriften zu fertigen. Jede Niederschrift
muss Angaben enthalten über den Ort und Tag der Sitzung, die Namen des amtierenden Vorsitzenden
und der anwesenden Ausschussmitglieder, den behandelten Gegenstand, die gestellten Anträge und
die gefassten Beschlüsse. Die Niederschrift ist von dem Vorsitzenden zu unterzeichnen.
(5) Die Aufgaben des Prüfungsausschusses sind
1. Überprüfung der Einhaltung der Prüfungsordnung,
2. Bestellung der Prüfenden und Beisitzenden,
3. Entscheidung über die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen,
4. Feststellung des Ergebnisses der Prüfungen,
5. Genehmigung von Ausnahmen bezüglich der internationalen Anteile des Studiums, zum Beispiel
wenn das Auslandsstudium an einer Hochschule stattfinden soll, mit der bisher keine
Austauschvereinbarung besteht, oder in Fällen der Ersatzregelung nach § 15 Abs. 1,
6. Entscheidung über Widersprüche gegen Prüferentscheidungen.
(6) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, Prüfungen beizuwohnen.
(7) Gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses oder eines Prüfenden kann innerhalb einer Frist von
einem Monat Widerspruch beim Prüfungsausschuss eingelegt werden. Hilft der Prüfungsausschuss
dem Widerspruch nicht ab, so leitet er ihn unverzüglich an das an der jeweiligen Hochschule
zuständige Organ weiter.
(8) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreter unterliegen der Verschwiegenheit.
Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit
zu verpflichten.
§ 24
Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit ,,nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn der Kandidat einen
Prüfungstermin ohne triftige Gründe versäumt oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige
Gründe von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht
innerhalb der vorgesehenen Bearbeitungsfrist erbracht wird.
(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem
Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit
des Kandidaten kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden. Werden die Gründe
anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in
diesem Fall anzurechnen.
(3) Versucht der Kandidat, das Ergebnis seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht
zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit ,,nicht
ausreichend" (5,0) bewertet. Ein Kandidat, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann
von den jeweiligen Prüfenden oder Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung
ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit ,,nicht
ausreichend" (5,0) bewertet.
(4) Der Kandidat kann innerhalb einer Frist von 4 Wochen verlangen, dass die Entscheidungen nach Abs.
3 Satz 1 und 2 vom Prüfungsausschuss überprüft werden. Belastende Entscheidungen des
Prüfungsausschusses sind dem Kandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit
einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
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§ 25
Ungültigkeit von Prüfungen
(1) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat
hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt,
so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat der Kandidat die Zulassung
vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so entscheidet der Prüfungsausschuss.
(2) Hat der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des
Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuss nachträglich die Noten der betreffenden Prüfung
entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären.
(3) Dem Kandidaten ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben.
(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem
unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Bachelor- bzw. Masterurkunde einzuziehen, wenn die
Prüfung aufgrund einer Täuschung für ,,nicht bestanden" erklärt wurde.
§ 26
Einsicht in die Prüfungsakten
Während der Dauer von drei Jahren nach Abschluss des Prüfungsverfahrens wird dem Kandidaten auf
Antrag in angemessener Frist Einsicht in seine schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen
Gutachten und die Prüfungsprotokolle gewährt.
§ 27
Geltungsbereich und Übergangsregelung
(1) Diese Prüfungsordnung gilt für alle Studierende, die ab Sommersemester 2003 ihr Studium im
Studiengang Digitale Medien (Medieninformatik/Mediengestaltung) an einer der vier Hochschulen
aufnehmen.
(2) Studierende, die bereits im Wintersemester 02/03 immatrikuliert sind, können wählen, ob sie ihr
Studium nach der im Wintersemester 02/03 für sie gültigen Ordnung oder nach der vorliegenden
Ordnung beenden wollen. Im letzteren Fall werden alle bis dahin erbrachten Studien- und
Prüfungsleistungen angerechnet. Die Entscheidung, das Studium nach der im Wintersemester 02/03
für sie gültigen Ordnung zu beenden, muss von den Studierenden bis zum 31. Juli 2003 schriftlich
beim Prüfungsausschuss bekannt gegeben werden. Andernfalls gilt für sie die vorliegende Ordnung.
§ 28
Inkrafttreten
Diese Prüfungsordnung tritt mit Wirkung vom 1. April 2003 in Kraft.
Bremen, den 13. Februar 2003
Der Senator für
Bildung und Wissenschaft
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Anhang 1: Modulbereiche und Module des BachelorStudiengangs Digitale Medien
Pflicht (P), Wahlpflicht (WP), Wahl (W) Medieninformatik Mediengestaltung
Modulbereich 1: Grundlagen der Medieninformatik 54 12
101-1 Mathematische Grundlagen der Informatik P 16
102-1 Physikalisch-technische Grundlagen digitaler Medien P 4
103-1 Einführung in die Informatik, einschl. Programmierpraktikum P 18 P 6
104-1 Einführung in die Medieninformatik, einschl. Medienpraktikum P 16 P 6
Modulbereich 2: Grundlagen der Mediengestaltung 8 16
201-1 Grundlagen der Gestaltung P 8 P 8
202-1 Zeichnen und Darstellungstechniken P 8
Modulbereich 3: Praktische Medieninformatik 22 12
301-1 Computergrafik P WP
302-1 Bild-, Audio- und Videoverarbeitung P
301 oder 302
WP
303-1 Kommunikationstechnik WP WP
304-1 Rechnernetze WP WP
305-1 Multimedia-Datenbanken WP WP
306-1 Hypermediasysteme WP WP
307-1 Virtual Reality - Augmented Reality WP WP
308-1 Mensch-Computer-Interaktion, Medien-Ergonomie WP WP
309-1 Netzmanagement und Systemadministration WP WP
310-1 Digitale Filmproduktion WP WP
311-1 Spezielle Gebiete der Praktischen Medieninformatik WP
mind.
2 Module
WP
mind.
2 Module
Modulbereich 4: Praktische Mediengestaltung 12 40
401-1 Typographie, Layout WP P 8
402-1 Stilles Bild / Fotographie WP P 8
403-1 AV-Medien / Animation WP P 8
404-1 3D-Design WP P 8
405-1 Visualistik / Illustration WP P 8
406-1 Auditive Gestaltung WP WP
407-1 Spezielle Gebiete der Praktischen Mediengestaltung WP
mind.
2 Module
WP
Modulbereich 5: Grundlagenprojekte der Mediengestaltung 8 32
501-1 Corporate Design, Corporate Identity und Markenarchitektur WP WP
502-1 Interaktive Kommunikation WP WP
503-1 Dramaturgie und Konzeption WP WP
504-1 Intermediale Gestaltung WP WP
505-1 Interface Design / Ergonomie WP WP
506-1 Motion Design WP WP
507-1 Spezielle Grundlagenprojekte der Mediengestaltung WP
mind.
1 Modul
WP
mind.
4 Module
Modulbereich 6: Medientheorie und Medienanalyse 12 8
601-1 Grundlagen der Medientheorie P P
602-1 Mediengeschichte WP WP
603-1 Medienökonomie WP WP
604-1 Medienrecht WP WP
605-1 Semiotik digitaler Medien WP WP
606-1 Wahrnehmungspsychologie WP WP
607-1 Kulturwissenschaftliche Aspekte der Medien WP WP
608-1 Medienwirkungsforschung WP WP
609-1 Spezielle Gebiete der Medientheorie und Medienanalyse WP
mind.
1 Modul
WP
mind.
2 Module
Modulbereich 7: Anwendungen der Medieninformatik 16 12
701-1 Media Engineering: Medienproduktion und Projektmanagement P P
702-1 Lehr-/Lernsysteme WP WP
703-1 Electronic Services WP WP
704-1 Telekooperationssysteme WP WP
705-1 Digitale Medien in Kunst und Kultur WP WP
706-1 Spezielle Gebiete der Anwendungen WP
mind.
2 Module
WP
mind.
1 Modul
Modulbereich 8: Wahlbereich 10 12
801-1 Module frei wählbar aus den Modulbereichen 3 bis 7 W W
Modulbereich 9: Projekte, Praktika, Abschlussarbeiten 36 36
901-1 Bachelorprojekt P 14 P 14
902-1 Bachelor-Report P 10 P 10
903-1 Betriebspraktikum, 12 Wochen P 12 P 12
904-1 Freiwillige Arbeit / Voluntary Work W (ersetzt 6 CP)
in)
(ersetzt 6 CP)
Modulbereich 10: Propädeutik 2 0
18.12.2002 Version 8
1001-1 Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten P 2 W --
180 180
, 21.08.02, Vers. 5.0
Anhang 2: Beschreibung der Module des BachelorStudiengangs Digitale Medien
Modulbereich 1: Grundlagen der Medieninformatik
101 Mathematische Grundlagen der Informatik
Die Kenntnis der mathematischen Grundlagen der Informatik ist für die Medieninformatik notwendige Voraussetzung für das Verständnis der Inhalte der Kerninformatik. Der Inhalt des Moduls erstreckt sich auf den Umfang
zweier Lehrveranstaltungen und soll die Methoden und Grundkonzepte der Mathematik (logische und mengentheoretische Grundbegriffe, Axiomatik und Beweistechniken, Ordnungsstrukturen, Natürliche Zahlen) sowie die
Grundlagen der Linearen Algebra oder der Analysis abdecken. (Soweit für bestimmte medieninformatische
Spezialgebiete, z.B. im Bereich 3-D-Grafikprogrammierung, die Kenntnis weiterer mathematischer Grundlagen
erforderlich ist, sollen diese im Kontext der jeweiligen Veranstaltungen erlernt werden.
102 Physikalisch-technische Grundlagen digitaler Medien
Wenn die Vielfalt digitaler Medien betrachtet wird und bei der Entwicklung multimedialer Systeme neben visuellen auch auditive, taktile usw. Aspekte eine Rolle spielen, müssen die zugehörigen Ein-/Ausgabegeräte hinsichtlich ihrer technischen Grundlagen verstanden werden. Neben den physikalischen Grundlagen der Optik und
Akustik sind auch die Eigenschaften der zugehörigen Medien zu vermitteln (Elektroakustik, Lichttechnik,
Signalverarbeitung, Hardwarekompressionsverfahren usw.)
103 Einführung in die Informatik, einschl. Programmierpraktikum
Neben den grundlegenden Begriffen und Methoden der Informatik vermittelt das Modul vornehmlich Inhalte
aus der praktischen Informatik. Dazu gehören: a) Algorithmen, Datenstrukturen, Programmiersprachen, b) Spezifikation und abstrakte Entwicklung sowie Imperative Programmierung, c) Betriebssysteme, Parallelität. Zur
Umsetzung der theoretischen Kenntnisse wird ein Programmierpraktikum in Kleingruppen durchgeführt.
104 Einführung in die Medieninformatik, einschl. Medienpraktikum
Das Modul gibt zunächst einen Überblick über die medientheoretischen Ansätze und entwickelt dann, ausgehend von einer Darstellung exemplarischer Anwendungsfelder der Medieninformatik, eine mehrdimensionale
Medientypologie. Den zweiten Hauptteil bilden die physiologischen, psychologischen und informationstechnischen Grundlagen der Medieninformatik. Hierzu zählen die wahrnehmens- und kognitionstheoretischen Ansätze der Medienrezeption ebenso wie ein Überblick über Telekommunikation, Computergrafik, Bild-/ Videoverarbeitung, Multimedia-Datenbanksysteme und Medien-Ergonomie zur Vorbereitung der eigenständigen Module in diesen Gebieten. Im praktischen Teil des Moduls wird auf organisatorische Aspekte, Fragen des Kommunikationsdesigns und der Medienproduktionsmethodik eingegangen. Den Abschluss bilden Ausführungen zu
den ökonomischen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der Mediennutzung und -entwicklung.
Das Medienpraktikum dient der hard- und software-technischen Lösung einer Reihe von Praktikumsaufgaben,
die aus realen Medienentwicklungsprojekten für Lehrzwecke aufbereitet worden sind. Das Praktikum dient dem
Umgang mit medientechnischem Gerät ebenso wie mit Programmierwerkzeugen für die Erstellung multimedialer Prototypen.
Modulbereich 2: Grundlagen der Mediengestaltung
201 Grundlagen der Gestaltung
- Vermittlung formaler, syntaktischer und gestalterischer Grundlagen im 2- und 3-dim. Bereich
- Farbenlehre
- Grundlagen der Entwurfsmethodik
Bachelor-Prüfungsordnung Digitale Medien (Medieninformatik/Mediengestaltung) 17
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202 Zeichnen und Darstellungstechniken
Modulbereich 3: Praktische Medieninformatik
301 Computergrafik
Die Veranstaltungen dieses Moduls vermitteln grundlegende Kenntnisse über die mathematische Beschreibung
und algorithmische Behandlung elementarer und strukturierter Grafiken sowie über den interaktiven Umgang
mit grafischen Darstellungen. Neben den Grundlagen der grafischen Datenverarbeitung (Bildbegriff, Rastergrafik, Elemente grafischer Sprachen usw.) werden folgende spezielle Problemstellungen behandelt: Modellierung von Flächen, Körpern und (dreidimenionalen) Szenen; Wiedergabe von Szenen (Farbe, Licht, Schatten,
Oberflächeneigenschaften, Textur, Sichtbarkeit); Algorithmen der Rastergrafik und der Bildwiedergabe (Strahlverfolgung, Strahlungsbilanz); Interaktionstechniken; Software-Ergonomie grafischer Oberflächen; Grundlagen
der Bewegungsmodellierung und Computeranimation.
302 Kommunikationstechnik
Neben den Fragestellungen der Übertragungs- und Vermittlungstechnik werden (anhand des OSI-Referenzmodells) die Dienste und Protokolle der verschiedenen Kommunikationsschichten behandelt. Die Rolle von
Protokollen wird anhand von TCP/IP ausführlich erläutert und diskutiert. Ein Schwerpunkt des Moduls insgesamt liegt auf der Vermittlung der technischen Voraussetzungen und Bedingungen für die Realisierung einer
multimedialen Breitbandkommunikation.
303 Rechnernetze
Ausgangspunkt ist die Darstellung unterschiedlicher Informationsarchitekturen und ihrer Methoden zur Kodierung und zur offenen Dokumentenbearbeitung. Neben Fragen der Standardisierung spielen insbesondere Aspekte der Sicherheit in offenen Systemen eine wesentliche Rolle. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt in der
Behandlung des Themas Multimediakommunikation. Vermittelt werden Konzepte des Aufbaus und der Übertragung von Multimediadokumenten, Lösungen für Mehrpunkt- und Realzeitprotokolle sowie Entwürfe von
Systemarchitekturen für Telekooperation.
304 Bildverarbeitung, Audio- und Videoverarbeitung
Es wird eine Medientypologie für Bild-, Audio- und Videodaten entwickelt, die die Basis für die computertechnische Verarbeitung dieser Datenströme liefert. Wesentliche Gebiete sind Kompressions- und Dekompressionsverfahren, die Grundlagen der Spracherkennung und ­synthese sowie der Bild- und Videoanalyse mit Hilfe von
KI-Methoden.
305 Multimedia-Datenbanken
Ausgangspunkt ist die Behandlung klassischer Datenbanken. Behandelt werden Datenbankschemata und
-modelle, Beschreibungssprachen, Speicherungsstrukturen und Suchverfahren. Die im Medienbereich in besonderer Weise erkennbare Notwendigkeit zur Behandlung unformatierter Datenbestände wird durch die ausführliche Darstellung von Information Retrieval-Systemen unterstrichen. Schließlich wird das Speichern und
Wiederauffinden von Multimediadaten (Sound, Video, Geo-Grafik usw.) in Multimedia-DB behandelt. Dabei
spielt die Qualität der Information und der Informationswiedergewinnung eine besondere Rolle.
306 Hypermediasysteme
Die Veranstaltung erläutert die Grundlagen nicht-linearer Medienproduktion und ­rezeption.
307 Virtual Reality - Augmented Reality
Technologie (3D-Grafik, Animation) und Einsatzbereiche von Virtual Reality Systemen werden dargestellt und
diskutiert. Einsatzbereiche von Virtual Reality zur Verstärkung der Wirklichkeitswahrnehmung (Augmented
Bachelor-Prüfungsordnung Digitale Medien (Medieninformatik/Mediengestaltung) 18
18.12.2002 Version 8
Reality) werden vorgestellt und an Beispielen erläutert.
308 Mensch-Computer-Interaktion, Medien-Ergonomie
Ausgehend von den physiologischen und psychologischen Grundlagen der menschlichen Informationsverarbeitung werden die Methoden und Konzepte zur Anpassung interaktiver Multimediasysteme an die Eigenschaften und Fähigkeiten unterschiedlicher Benutzergruppen behandelt. Die dabei entwickelten Modelle und
Metaphern der Mediennutzung lassen sich bei der praktischen Umsetzung der Anforderungen nutzen, um Kriterien wie Lernförderlichkeit und Erwartungskonformität weitestgehend zu erfüllen. Die Analyse und Gestaltung von Mediensystemen anhand der Anforderungen aus internationalen Standards und nationalen Arbeitsschutzbestimmungen wird ebenso behandelt wie die unterschiedlichen Methoden der medien-ergonomischen
Evaluation (Reviewmethoden, Usability Tests usw.)
309 Netzmanagement und Systemadministration
Es werden Kenntnisse der Verwaltung komplexer Netzstrukturen sowie der Wartung und Pflege umfassender
Serversysteme vermittelt
310 Digitale Filmproduktion
Es werden Kenntnisse zur Animation und digitalisierten Produktion von Filmen sowie die ihnen zugrunde
liegende Modellbildung vermittelt.
Modulbereich 4: Praktische Mediengestaltung
401 Typografie, Layout
- Grundlagen der Typografie (Zeichensysteme, Schrift und Schriftfamilien)
- Layout (Ordnungsparameter, Raster, Flächengestaltung)
- Visuelle Systeme (Zeichen, Signets, Bild-Text-Relationen)
- Digitale Typografie (Bildschirmschriften, Ausgabemedien, Plott und Druck)
402 Stilles Bild / Fotographie
- Syntaktische, künstlerische, konzeptionelle und methodische Grundlagen der Fotografie
- Grundlagen der Konzeption und Realisisierung bildbasierter Gestaltungsentwürfe
- Vermittlung analoger und digitaler Techniken
403 AV-Medien / Animation
- Grundlagen der Bildgestaltung unter Berücksichtigung der Faktoren Zeit und Bewegung
- Ubungen zur Gestaltung von Animationen, Trailern, Videos, bewegter Informationsgrafik, Trickfilm, SenderDesign etc.
404 3D-Design
- Grundlagen des 3-dim. Gestaltens
- Analyse und Wahrnehmung räumlicher Geometrien
- Angewandte Entwurfsmethodik für 3-dim. Objekte, Systeme und Programme
- Virtuelle und reale Realisierungstechniken
405 Visualistik / Illustration
- Grundlagen der didaktischen, visuellen Darstellung wissenschaftlicher Sachverhalte (aus Biologie, Technik,
Medizin, etc.)
- Training klassischer und computergestützter Darstellungstechniken
Bachelor-Prüfungsordnung Digitale Medien (Medieninformatik/Mediengestaltung) 19
18.12.2002 Version 8
Modulbereich 5: Grundlagenprojekte der Mediengestaltung
501 Corporate Design, Corporate Identity und Markenarchitektur
Anwendung syntaktischer, konzeptioneller und methodischer Grundlagen der Kommunikationsgestaltung zum
Entwurf komplexer visueller Gestaltungsprojekte (wie Kampagnen, Informationssysteme, Corporate Design
Programme, etc.)
502 Interaktive Kommunikation
Vermittlung und Anwendung syntaktischer, konzeptioneller, methodischer und technischer Grundlagen der
Kommunikationsgestaltung zum Entwurf komplexer interaktiver Anwendungen (wie Lernprogramme, Informations- und Datenvermittlung, interaktive Navigation in Datenräumen, etc.)
503 Dramaturgie
Entwicklung projektspezifischer Dramaturgien (Storyboards), zur Konzeption und Gestaltung zeitbasierter Produkte (Lernprogramme, Spiele, Geschichten und Erzählungen, interaktive Filme, etc.)
504 Intermediale Gestaltung
Konzeption und Gestaltung digitaler, medienübergreifender Produkte und Ereignisse (aus Kunst, Musik,
Design)
505 Interface Design / Ergonomie
506 Auditive Gestaltung
Modulbereich 6: Medientheorie und Medienanalyse
601 Medientheorie, Mediengeschichte, Medienrecht, Medienökonomie
Das Modul vermittelt die begrifflichen Grundlagen der Behandlung der Medien, sowie deren rechtliche und
ökonomische Aspekte.
Die begrifflichen Grundlagen der Medien stammen aus unterschiedlichen Teildisziplinen der Medienwissenschaften, die sich erst langsam zu einem theoretischen Gebäude der digitalen Medien entwickeln. Die zentralen
Konzepte der Medienwissenschaften und ihre unterschiedlichen Perspektiven auf den Gegenstand Medien werden behandelt und hinsichtlich ihres Beitrags zu einer Theorie digitaler Medien diskutiert. Hilfreich hierbei ist
die Kenntnis der Entwicklung der Medien in ihren historischen Zusammenhängen. Wer etwa verstanden hat,
was die Entstehung der ersten Schriften als Externalisierung des menschlichen Gedächtnisses für das Verständnis der Entwicklung des Computers als Externalisierung geistiger Arbeit bedeutet, ist in der Lage, Geschichte in
neuer Weise als Quelle für theoretische Reflexion zu nutzen.
Die digitalen interaktiven Medien werfen im Verhältnis zu den traditionellen Medien qualitativ neue Fragen auf.
Dazu gehören neben grundlegenden Fragen des Informationszugangsrechts vor allem auch Themenstellungen
aus dem Bereich des Multimedia-Copyrights, des Jugend- und Verbraucherschutzrechts, der rechtlichen Rahmenbedingungen für elektronisch geschlossene Verträge (digitale Signatur) usw. Einen wesentlichen Schwerpunkt bildet das Mediendatenschutzrecht und seine bereichsspezifische Ausgestaltung. Am Beispiel der Datenschutzprobleme des Internets wird eine Systematik der Datenschutzrisiken und möglicher Datenschutzmaßnahmen diskutiert. Die technische Umsetzung in Datensicherungsmaßnahmen (Firewalls, Kryptographie usw.)
Bachelor-Prüfungsordnung Digitale Medien (Medieninformatik/Mediengestaltung) 20
18.12.2002 Version 8
bildet die notwendige Ergänzung zur rechtlichen Normierung.
Schließlich werden in diesem Modul die einzel- und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Multimediaproduktion und des Multimediaeinsatzes behandelt. Die Themen reichen von grundlegenden Fragen der
Medienbedarfsanalyse über Modelle der Kosten-Nutzen-Analyse für Multimedia bis zu Fragen der Veränderung
traditioneller Vertriebswege durch Medien (Electronic Commerce). Darüber hinaus werden gesamtwirtschaftliche Fragestellungen, z.B. nach Rahmenbedingungen für die Entwicklung regionaler Multimediastandorte oder
der Bildung von public-private Partnerships für die Bereitstellung von Netzinfrastrukturleistungen, behandelt.
602 Semiotik digitaler Medien
Die Theorie der Medien kann nicht ohne Bezug auf die Semiotik entwickelt werden. Für interaktive Medien,
wie sie heute technisch entstehen, bedeutet dies gleichzeitig eine Fortentwicklung des Zeichenbegriffs der
Semiotik. Das Modul zielt auf Grundlagen einer beschreibenden Theorie interaktiver Medien:
- Geschichte der Semiotik. Zeichen und Zeichenprozeß vor allem in der Peirceschen Auffassung. Die Bedeutung der Semiotik für die Postmoderne.
- Interaktion. Betrachtung der Wechselwirkung zwischen Maschine und Mensch. Der Schein von der selbstständigen Maschine. Exemplarische Darlegung: Werkzeug, Werkzeugmaschine, Fließband, Fernsehen,
Arbeitsplatzrechner, instrumentales Medium (und deren gemeinsames und unterscheidendes)
- Semiotische Kennzeichnung der Interaktion. Verfeinerungen des Zeichenbegriffes in der aktuellen Semiotik.
- Semiotische Analyse ausgewählter Software. Übungen in der Anwendung des Begriffsapparates.
603 Wahrnehmungspsychologie
Neben der biologischen stellt die psychologische Analyse menschlicher Wahrnehmungsprozesse eine wesentliche Voraussetzung für die Gestaltung menschengerechter Kommunikationssysteme dar. Das Wechselverhältnis
von Wahrnehmen und Denken, von Denken und Handeln und schließlich von Handlungsrückmeldungen in den
Wahrnehmungsapparat bilden ein komplexes mehrstufiges System, das hinsichtlich seiner Auswirkungen auf
die Medienrezeption untersucht wird.
604 Kulturwissenschaftliche Aspekte der Medien
Das Verhältnis von Medien und Kultur wird in zweifacher Weise thematisiert: Zum einen geht es um die kulturellen Determinanten, die zur Entwicklung und gegenwärtigen Herausbildung der neuen Medien geführt haben.
Zum anderen bildet der Kulturbereich ein umfassendes Einsatzgebiet für Medien, die Anwendungsmöglichkeiten reichen von der Nutzung von Medien zur Etablierung von Netzkulturen bis zum Aufbau virtueller
Museen und Ausstellungen.
605 Medienwirkungsforschung
Die Veranstaltung stellt zunächst die Forschungsergebnisse zur Wirkung von Massenmedien dar und führt die
Diskussion im zweiten Teil der Veranstaltung weiter unter besonderer Berücksichtigung interaktiver Medien
(Beispiele: Verändertes Kommunikationsverhalten durch Email, Virtualisierung sozialer Beziehungen, Wirkung
von Computerspielen, Datenschutz)
Modulbereich 7: Anwendungen der Medieninformatik
701 Media Engineering: Medienproduktion und Projektmanagement
Nach der Vermittlung der grundlegenden Kenntnisse aus dem Bereich des Software Engineerings (Stufen der
Softwareentwicklung, Phasen-/Zyklusmodelle usw.) wird die Notwendigkeit deutlich, für den speziellen Gegenstand der Multimediaentwicklung weitere Methoden und Werkzeuge zur Verfügung zu stellen. Diese reichen
von Skript- und Storyboard-Konzepten im Bereich der Videoproduktion und des digitalen Schnitts über Werkzeuge zur Linkverwaltung in Hypermediasystemen bis zu Autorensystemen zur Entwicklung multimedialer
Lehr-/ Lernsysteme mit Simulations- und Animationskomponenten. Darüber hinaus werden die organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Multimediaproduktion sowie spezielle Methoden des
Projektmanagements im Medienbereich behandelt.
Bachelor-Prüfungsordnung Digitale Medien (Medieninformatik/Mediengestaltung) 21
18.12.2002 Version 8
702 Anwendungen der Medieninformatik: Lehr-/Lernsysteme
Die pädagogischen Theorieansätze, die modernen Lehr-/Lernsystemen zugrunde liegen, werden vorgestellt.
Unterschiedliche Klassen von Lehr-/Lernsystemen werden im Kontext komplexer Lernumgebungen analysiert
und diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt auf kooperativen Lernsystemen. Softwarewerkzeuge zur Entwicklung von
Lehr-/Lernsystemen sowie deren Einsatz in einem Learning Engineering Konzept werden dargestellt.
703 Anwendungen der Medieninformatik: Electronic Services
Die Anwendung digitaler Medien im Bereich des Geschäftsverkehrs (e-Commerce, e-Business) und der Verwaltung (e-Government) bilden den Schwerpunkt dieser Veranstaltung. Die mit elektronischen Interaktions- und
Transaktionssystemen verbundenen Probleme (Datensicherheit, personenbezogene Datenverarbeitung) werden
analysiert und Lösungskonzepte diskutiert.
704 Anwendungen der Medieninformatik: Telekooperationssysteme
Die Tendenz zur Herausbildung weltweit verteilter Organisationen wird begleitet von der Entwicklung und dem
Einsatz von Telekooperationssystemen. Die verschiedenen Formen synchroner und asynchroner Telekooperationssysteme werden entlang unterschiedlicher Medientypen (Text-, Audio-, Videoströme) behandelt und an
typischen Vertretern (z.B. Shared Editing, Voice over IP, Desktop Conferencing) illustriert.
705 Anwendungen der Medieninformatik: Kunst und Kultur
Die Veranstaltung behandelt einerseits den Einfluss digitaler Medien auf die künstlerische Produktion (z.B. Medieninstallationen). Andererseits wird der Einsatz digitaler Medien im Kunst- und Kulturbereich beschrieben
(z.B. Museumsinformationssysteme, virtuelle Ausstellungen, digitale Filmproduktion) und daraufhin analysiert,
wie sich Kunst- und Kulturrezeption dadurch verändern.
Modulbereich 8: Wahlbereich
Modulbereich 9: Projekte, Praktika, Abschlussarbeiten
Modulbereich 10: Propädeutik

Certificate examination regulations Digital Media BSc.
Prüfungsordnung Digitale Medien BSc. (alter 4-Hochschul-Studiengang)


 



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