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Objektorientierter Entwurf und Synthese von Hardware-/Softwaresystemen



Datum: 02.05.2007



Vortragende(r): Dr. Frank Oppenheimer und Dipl.-Informatiker Kim Grüttner (Offis, Oldenburg)

Das Gesetz von Moore besagt, dass sich die Integrationsdichte bei digitalen Schaltungen in etwa alle 18 Monate verdoppelt und wird voraussichtlich mindestens noch bis zum Ende dieser Dekade gültig sein. Bereits heute ergeben sich signifikante Probleme, die technologischen Möglichen im Entwurfsprozess auszunutzen, weil die Entwurfsmethoden mit der technologischen Entwicklung nicht mehr mithalten können. Moderne eingebettete Ein-Chip-Systeme enthalten neben der anwendungsspezifischen Hardware einen zunehmend größer werdenden Softwareanteil. Diese zunehmende Heterogenität der Systeme macht es erforderlich den nächsten
Abstraktionsschritt in der Entwurfsmethodik von der Verhaltensebene in Richtung Systemebene zu gehen. Ziel dieser Abstraktion ist es sowohl Hardware als auch Software auf einem gleich hohen Abstraktionsniveau zu beschrieben, um eine möglichst einfache Integration dieser beiden unterschiedlichen Komponenten zu ermöglichen. In den Forschungsaktivitäten der Systementwurfsmethodik Gruppe der Abteilung eingebettete Hardware-/Softwaresysteme im OFFIS e.V., Forschungsinstitut für Informatik wird u.a. an Methoden gearbeitet, die den Systementwurf auf ein Abstraktionsniveau heben, wie es heute für den objektorientierten Softwareentwurf benutzt wird. Dabei wird im Rahmen des EU Projektes ICODES (Interface and Communication based Design of Embedded Systems) ein
Interfacemechanismus erforscht und entwickelt, der es erlaubt beliebige Systemkomponenten, unabhängig von Hardware oder Software, auf Systemebene zu modellieren, integrieren und zu synthetisieren. Mit der auf SystemC basierenden OSSS (Oldenburg System Synthesis Subset) Bibliothek und einem in der Entwicklung befindlichen Syntheseframeworks ist es möglich, ein auf
Systemebene spezifiziertes Design bis zum fertigen Mikrochip zu verfeinern. Interaktive Designentscheidungen sowie die automatische Übersetzung und die Optimierung der OSSS Modelle in die Hardwarebeschreibungssprache VHDL und in C/C++ werden durch Werkzeuge zur Analyse, Simulation, Optimierung und Synthese unterstützt. Im Vortrag soll ein Einblick die OSSS Bibliothek gegeben und gezeigt werden, wie sich objektorientierte Designmechanismen auf den Systementwurf anwenden
lassen. Der Schwerpunkt soll bei dieser Betrachtung auf der Integration von Hard-/ und Software Komponenten und der daraus resultierenden Frage der Hardware-/Software-Kommunikation liegen.

Dr. Frank Oppenheimer erhielt 1997 sein Diplom in Informatik von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und schloss 2005 seine Promotion in Informatik mit Auszeichnung (MCL) ab. Von 1998 war er fast 4 Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt OOCOSIM bevor er Ende 2001 Leiter der Arbeitsgruppe System Design Methodik am OFFIS e.V. - Institut für Informatik (Bereich HS) wurde. Dr. Oppenheimer ist seid 2005 Chair des CSD Workshop der FDL Konferenz und Mitglied im Programmkommitee diverser Workshops und Konferenzen. Er ist Koordinator des IST-Forschungsprojektes ANDRES und technischer Koordinator des ICODES Projektes. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf Entwurfsmethoden füreingebettete Systeme mit besonderem Fokus auf die Hardware/Softwareschnittstelle und heterogene adaptive Systeme.
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Kim Nico Grüttner erhielt 2005 sein Diplom in Informatik von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seit 2005 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und -Systeme
(OFFIS), in der Abteilung Eingebettete Hardware-/Software-Systeme (Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Nebel). Dort arbeitet er in dem EU-Forschungsprojekt ICODES. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf Entwurfsmethoden für eingebettete Hardware-/Software-Systeme. Insbesondere modellbasierter Entwurf, kommunikationsbasierter Entwurf und Kommunikationssynthese,
objektorientierte Hardware-/Software-Spezifikation und Synthese, Entwurfsraumexploration sowie Entwurfsmethodik für dynamisch
rekonfigurierbare Systeme.



Ansprechpartner(in) / Einladende(r):
Prof. Dr. Rolf Drechsler





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