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Universität Bremen - Fachbereich 3 - Informatik

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Antrittsvorlesung: Menschen, Medien und Maschinen – Über Kontext und Pragmatik in Digitalen Medien



Datum: 18.04.2007

Ort: Cartesium Rotunde


Vortragende(r): Prof. Dr. Rainer Malaka (Universität Bremen, FB3, Digitale Medien)

Digitale Medien spielen in der Bremer Informatik eine große Rolle. Mehrere Studiengänge über vier Hochschulen, eine Reihe von Arbeitsgruppen und Professuren und zahlreiche Projekte beschäftigen sich intensiv mit Digitalen Medien und ihren Anwendungen. Mit der Besetzung der Professur "Digitale Medien" im letzen Jahr hat die Universität eine neue Arbeitsgruppe innerhalb der Praktischen Informatik eingerichtet. Die Antrittsvorlesung stellt "den Neuen" und die Gruppe und deren inhaltliche Ausrichtung vor. Der Vortrag wird die Bedeutung von Kontext und Pragmatik in Digitalen Medien genauer beleuchten. Während bei menschlicher Kommunikation Kontext oft entscheidend für das Verständnis von Äußerungen ist, wird er bei Computersystemen meist völlig vernachlässigt. Durch neuere Entwicklungen im Ubiquitous Computing werden Systeme populär, die mit Hilfe von Sensoren den Kontext ihrer Nutzer erfassen und sich automatisch darauf einstellen. Im Gegensatz zu bisherigen Verfahren wird dabei versucht, die Bedeutung der Interaktion im Zusammenhang mit den Aktionen in der realen Welt zu verstehen. An Beispielen werden Möglichkeiten und Herausforderung dieser Form der "Embodied Interaction" aufgezeigt.

Nach den inhaltlichen Ausführungen wird im Rahmen der Antrittsvorlesung auch der Startschuss für ein von der Klaus Tschira Stiftung gefördertes Doktorandenkolleg mit dem Titel "Advances in Digital Media" gegeben.

Rainer Malaka ist seit April 2006 Professor am Fachbereich 3. Der 1965 geborene Informatiker wechselte vom European Media Laboratory GmbH (EML) in Heidelberg an die Universität und vertritt nun den Bereich Digitale Medien in Forschung und Lehre. Vor seinem Wechsel an die Universität leitete er die Forschungsabteilung des EML, die er seit 1997 mit aufgebaut hat. Die bisherigen Arbeiten in seiner Arbeitsgruppe mit dem Schwerpunkt mobiler intelligenter Assistenten setzt er an der Universität weiter fort. Dabei sollen intelligente Systeme entwickelt werden, die Nutzern möglichst intuitiven Zugriff auf eine Vielzahl digitaler Dienste ermöglichen. In zahlreichen Projekten arbeitet Rainer Malaka in nationalen und internationalen Konsortien an intelligenten Systemen, die auch Sprache und Bilder verstehen. Vor seiner Zeit am EML war er Mitarbeiter an der Universität Karlruhe, wo er 1996 promovierte. Für seine Promotion zum Thema der Modellierung biologischer Informationsverarbeitung mit neuronalen Netzen, die er zum Teil an der Universität von Kalifornien in Berkeley bearbeitete, wurde er mit dem Klaus-Tschira-Preis für verständliche Wissenschaft ausgezeichnet. 2004 erhielt er den Forschungs- und Innovationspreis der Stiftung Rhein-Neckar-Dreieck.



Ansprechpartner(in) / Einladende(r):
Prof. Dr. Rainer Malaka





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