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StO Mathe L 1 Beschluß des FBR3 vom 28.6.2000
Studienordnung für die Lehrämter
Primarstufe und Sekundarstufe I Schwerpunkt Primarstufe (P),
Primarstufe und Sekundarstufe I Schwerpunkt Sekundarstufe I (SI)
und Sekundarstufe II (SII)
im Fach Mathematik an der Universität Bremen
§ 1
Gegenstand und Geltungsbereich
(1) Diese Studienordnung regelt auf der Grundlage der ,,Prüfungsordnung der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an öffentlichen Schulen" vom 15.12.1998 (Brem.GBl. S. 5-221-i-4, im
Folgenden kurz Erste LPO), den ,,Prüfungsanforderungen für das Unterrichtsfach Mathematik" vom 17.11.1999 (Brem.Abl. 199 S. 969ff, kurz PA Mathematik) sowie den ,,Richtlinien
für schulpraktische Studien" vom 15.12.2000 Ziele, Aufbau, Inhalte, Formen und den zeitlichen Ablauf des Studiums an der Universität Bremen für das Unterrichtsfach Mathematik
mit dem Abschluß Erste Staatsprüfung.
(2) Sie gilt für alle Studierenden des Unterrichtsfaches Mathematik, die ihr Lehramtsstudium ab
dem Wintersemester 1999/2000 an der Universität Bremen aufgenommen haben, und alle im
Rahmen der Lehrerausbildung in der Lehre an der Universität Bremen Tätigen.
§ 2
Ziele des Studiums
Das Lehrerstudium für das Fach Mathematik soll die Studierenden in die Lage versetzen, die
Aufgaben von Mathematiklehrern gemäß der jeweiligen Stufe zu erfüllen. Die Aufgaben der
Mathematiklehrer sind bestimmt durch die Rolle, welche die Mathematik in der Gesellschaft,
insbesondere in Wissenschaft und Technik spielt.
Mathematik entsteht aus dem Bestreben des Menschen, formale Strukturen in seiner Umwelt und
in seinem Denken zu erkennen, zu analysieren und sich nutzbar zu machen. Ihre historische Bedeutung ist breit: Sie reicht von ihrer Funktion als Kulturtechnik bis zu ihrer zeitweiligen Rolle
als Leitbild für Wissenschaft überhaupt. Auch heute findet man sie auf elementarem Niveau z.B.
im praktischen und kaufmännischen Rechnen. Geradezu grundlegend ist ihre enge Verzahnung
mit Naturwissenschaft und Technik. Zunehmend wird sie auch in den Sozial- und Geisteswissenschaften eingesetzt und zwar immer dann, wenn formale Strukturen modellmäßig erfaßt werden. Mit der Entwicklung des Computers erhält die Anwendung der Mathematik eine neue Dimension: Hochtechnologie wird mehr und mehr zur mathematischen Hochtechnologie. Der
wachsenden praktischen Bedeutung der Mathematik entspricht eine stürmisch wachsende innere
Entwicklung.
Insgesamt ist Mathematik ein integraler und sehr dynamischer Bestandteil unserer Kultur, welche eng verbunden ist mit dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt.
Mathematiklehrer haben der jeweiligen Stufe gemäß folgende Aufgaben:
- den Schülern mathematische Kulturtechniken zu vermitteln,
- mathematische Interessen zu wecken und mathematische Fähigkeiten zu fördern,
- die Mathematik in ihrer Funktion als universelles Werkzeug verständlich zu machen.
StO Mathe L 2 Beschluß des FBR3 vom 28.6.2000
Diese Aufgaben umfassen selbstverständlich die Vermittlung von zeitgemäßer mathematischer
Begrifflichkeit und Sprache, wie sie heute auf Fachhochschule und Universität auch bei Studenten anderer Fachrichtungen vorausgesetzt wird.
Mathematiklehrer sollen darüber hinaus in der Lage sein, selbständig oder über Fortbildungsveranstaltungen neue Entwicklungen in der Mathematik und ihren Anwendungen nachzuvollziehen, um damit offen zu sein für die Aktualisierung des Mathematikunterrichts.
Für die Vorbereitung auf diese Aufgaben steht im Lehrerstudium nur ein sehr begrenzter Zeitrahmen zur Verfügung. Allein für den Erwerb von Grundkenntnissen und einer hinreichenden
Sicherheit in der aktuellen Sprache der Mathematik wird ein wesentlicher Teil des Mathematikstudiums benötigt. Darüber hinaus muß an Beispielen die Wechselwirkung zwischen mathematischen Theorien untereinander und mit Anwendungen erarbeitet werden. Besonders für Studierende im SII-Studiengang ist die Einarbeitung in ein Spezialgebiet der Mathematik oder eine
umfangreiche Anwendung unabdingbar. Am besten geschieht dies, indem die Examensarbeit in
diesem Gebiet geschrieben wird.
Der Aspekt von Mathematik als gedanklichem Werkzeug ist auch ein Thema der Fachdidaktik.
Allgemein sollen die fachdidaktischen Studienanteile die Studierenden befähigen, nach begründeten Lernzielen und angepaßt an die jeweiligen alters- und sozialisationsbedingten Lernvoraussetzungen der Schüler Unterricht zu planen, zu organisieren und zu evaluieren.
§ 3
Stufenbezug des Studiums
Mathematik kann bezogen auf folgende Schulstufen studiert werden:
1. Primarstufe/Sekundarstufe I mit dem Schwerpunkt Primarstufe (mit P abgekürzt), vgl. dazu
die Studienordnung für das Studium der Primarstufe und Sekundarstufe I, Schwerpunkt Primarstufe im Rahmen des Studienganges Lehramt an öffentlichen Schulen an der Universität
Bremen (Stuor P),
2. Primarstufe/Sekundarstufe I mit dem Schwerpunkt Sekundarstufe I (mit SI abgekürzt),
3. Sekundarstufe II (mit SII abgekürzt), auf Wunsch mit Erweiterung nach SI.
§ 5
Umfang und Gliederung des Studiums
(1) Das Lehramtsstudium umfaßt im Fach Mathematik einschließlich Fachdidaktik mindestens
1. für P : vgl. Stuor P,
2. für SI : 55 Semesterwochenstunden (davon 8 - 12 Fachdidaktik),
3. für SII : 55 Semesterwochenstunden (davon 8 - 12 Fachdidaktik),
falls Mathematik das vertieft studierte Schulfach ist:
65 Semesterwochenstunden (davon 8 - 12 Fachdidaktik),
falls eine Stufenerweiterung nach SI angestrebt ist:
zusätzlich mindestens 4 Semesterwochenstunden Fachdidaktik SI und
schulpraktische Studien von 4 Wochen in der SI. (Es wird empfohlen,
letztere im Rahmen des Halbjahrespraktikums zu erbringen).
(2) Das Studium gliedert sich in 1. das viersemestrige Grundstudium, das mit der Zwischenprüfung abgeschlossen wird, 2. das Halbjahrespraktikum und 3. das viersemestrige Hauptstudium, an dessen Ende die Erste Staatsprüfung abgelegt wird. Die Verteilung der Semesterwochenstunden ergibt sich aus den Studienverlaufsplänen in § 7. Details zu den Prüfungen und
den Prüfungsanforderungen finden sich in den in § 1, Abs. 1 genannten Papieren.
StO Mathe L 3 Beschluß des FBR3 vom 28.6.2000
§ 6
Studieninhalte
(1) Die Studieninhalte sind in die folgenden Stoffgebiete gegliedert, welche sich aus verschiedenen Themengebieten (zum Teil sind Namen von Lehrveranstaltungen angegeben) zusammensetzen:
Stoffgebiet 1: Algebra und Grundlagen der Mathematik
Lineare Algebra und Geometrie (bzw. Geometrie und Lineare Algebra für P und SI),
Algebra, Zahlentheorie, Topologie, Grundlagen der Mathematik, Kategorientheorie,
Verbandstheorie, Kombinatorik, usw.
Stoffgebiet 2: Analysis
Analysis, Differentialgleichungen, Differenzengleichungen, Funktionentheorie, Differentialgeometrie, Funktionalanalysis, Maß- und Wahrscheinlichkeitstheorie, usw.
Stoffgebiet 3: Geometrie und Topologie
Lineare Algebra und Geometrie (bzw. Geometrie und Lineare Algebra für P und SI), Topologie, Differentialgeometrie, Grundstrukturen (nur P)1
(z.B. Elemente der Zahlentheorie und
der Algebra)
Stoffgebiet 4: Angewandte Mathematik
Stochastik, Neue Medien in der Mathematik (Computer-, Softwareeinsatz usw.), Numerik
(Mathematisches Praktikum), Angewandte Statistik, Mathematische Modellierung, Fraktale
Geometrie, Mathematische Methoden einzelner Natur- und Sozialwissenschaften, Ausgewählte Anwendungen für P und SI, Analysis (nur P)2
usw.
Stoffgebiet 5: Fachdidaktik
a) Ziele und Formen des Mathematikunterrichts mit Beispielen aus Lehrplänen, Lernbüchern und Unterrichtseinheiten, Mathematik im Anfangsunterricht,
b) Erziehungswissenschaftliche Voraussetzungen und Bedingungen für die Planung und
Durchführung von Mathematikunterricht,
c) Stufenbezogene Didaktik mathematischer Sachverhalte wie: Geometrie (P, SI), Lineare
Algebra (SII), Sachrechnen (P, SI), Analysis (SI, SII), Stochastik (SI, SII), Zahlbegriffe
und Arithmetik (P), Zahlbereichserweiterungen im Unterricht (SI), Rechnereinsatz im
Mathematikunterricht, usw.,
d) Geschichte der Mathematik und des mathematischen Unterrichts.
(2) § 18 Absatz 3 der Ersten LPO schreibt vor, dass in der Erste Staatsprüfung für die Bereiche P
und SI eines der gewählten Prüfungsthemen auf die angrenzende Schulstufe bezogen sein
muss. Bei ordnungsgemäßem Studienverlauf gemäß § 7 ergeben sich ausreichende Möglichkeiten aus den Stoffgebiete 1 ­ 4.
1
§ 9, Abs. 2, Nr. 1 der PA-Mathematik schließt im Hauptstudium das Stoffgebiet 1 für P-Lehramtsstudierende
praktisch aus. Durch diese Erweiterung des Stoffgebietes 3 wird das wichtige Themengebiet Grundstrukturen im
Hauptstudium ermöglicht.
2
§ 3, Abs. 3, Nr. 1 der PA-Mathematik schließt für P-Lehramtsstudierende Leistungsnachweise aus den Stoffgebieten 2 und 3 für die Zwischenprüfung praktisch aus. Ein Leistungsnachweis in Analysis muss aber im Grundstudium
möglich sein.
StO Mathe L 4 Beschluß des FBR3 vom 28.6.2000
§ 7
Studienverlauf
(1) Die Studienanfänger werden zu Beginn des Wintersemesters in einer Orientierungsveranstaltung begrüßt. Darüberhinaus wird im ersten Studiensemester einer Veranstaltung ,,Einführung in das Mathematik Lehrerstudium" angeboten, welche als Alternative zu einer sechsstündigen fachübergreifenden Einführungsveranstaltung besucht werden kann (§ 3, Abs. 2,
PA-Mathematik).
(2) Den Studierenden wird empfohlen, die vorgeschlagenen Verlaufspläne einzuhalten.
(3) Die schulpraktischen Studien mit eigenem Unterricht in Mathematik finden in der Regel im
Rahmen des Halbjahrespraktikums im 5. Semester statt. Sie werden durch eine fachdidaktische Veranstaltung im 4. Semester vorbereitet, eine weitere im 5. Semester während des
Praktikums begleitet und in einer Blockveranstaltung in der vorlesungsfreien Zeit im Anschluss an das Praktikum nachbereitet. Falls die das Halbjahrespraktikum begleitende fachdidaktische Veranstaltung sich nicht auf das Unterrichtsfach Mathematik bezieht, erfolgt die
Aufarbeitung und Auswertung des Halbjahrespraktikums für das Fach Mathematik im nachfolgenden Semester.
(4) Im Stufenschwerpunkt SII sind bei der Auswahl der Wahlpflichtveranstaltungen inhaltliche
Überschneidungen zu vermeiden, damit die Anforderungen der PA Mathematik (§ 9, Abs. 2)
bezüglich Prüfungsvoraussetzungen, ausbildungsbegleitender Leistungskontrolle, Klausur
und mündlicher Abschlussprüfung erfüllt werden können.
(5) Die Koordination der Stundenpläne zwischen Mathematik und dem anderen Fach ist naturgemäß nur mit wenigen Fächern gleichzeitig möglich. Das Fach Mathematik bemüht sich
insbesondere um die Abstimmung mit dem Fach Physik.
(6) Studienverlaufsplan P/SI mit Schwerpunkt P
P/SI Sp P Semesterwochenstunden
Semester 2 4 6 8 10 12
1 Geometrie und Lineare Algebra I Integrierte Eingangsphase Lehrerbildung
(§ 3 (2) PA Mathematik)
2
Geometrie und Lineare Algebra II
3
Elemente der Stochastik oder
Elemente der Zahlentheorie u. Algebra
4
Neue Medien i.d.
Math. o. Analysis
Zwischenprüfung
5
Elemente der Zahlentheorie u. Algebra
oder Elemente der Stochastik
6
Analysis o. Neue
Medien i.d. Math.
7
8
Erste Staatsprüfung
StO Mathe L 5 Beschluß des FBR3 vom 28.6.2000
Die hier im 3. und 5. Semester aufgeführten Lehrveranstaltungen können auch im 7. Semester
durchgeführt werden.
Hier sind keine fachdidaktischen Lehrveranstaltungen aufgeführt. Zur Fachdidaktik Mathematik
vgl. die Stuor P.
Das Halbjahrespraktikum ist hier ersetzt durch alternative schulpraktische Studien, vgl. die Stuor
P.
(7) Studienverlaufsplan P/SI mit Schwerpunkt SI
P/SI Sp P Semesterwochenstunden
Semester 2 4 6 8 10 12
1
Geometrie und Lineare Algebra I Einf. in Math.
L-Studium
2
Geometrie und Lineare Algebra II
3
Elemente der Stochastik oder
Elemente der Zahlentheorie u. Algebra
Fachdidaktik
4
Neue Medien i.d.
Math. O. Stg. 3 ­
4
Fachdidaktik
Zwischenprüfung
5
Halbjahrespraktikum Fachdidaktik
FD im Block
Febr./März
6
Analysis oder
Ausgewählte Anwendungen
7
Elemente der Zahlentheorie u. Algebra
Oder Elemente der Stochastik
weitere Veranstaltung
aus Stoffgebieten 1 ­ 4
8
Ausgewählte Anwendungen
oder Analysis
9
FachDidaktik Erste Staatsprüfung
Alternativ zur Veranstaltung ,,Einführung in das Mathematik Lehrerstudium" im 1. Semester
kann die fachübergreifende Einführungsveranstaltung für das Lehramtsstudium im Umfang von
mindestens 6 SWS besucht werden.
Die fachdidaktischen Veranstaltungen im 5. Semester können sich auf das 6. Semester verschieben, falls die gewählten Begleitveranstaltungen zum Halbjahrespraktikum sich nicht auf das Unterrichtsfach Mathematik beziehen.
Hinzu kommen ggf. Veranstaltungen zu Mathematikdidaktik aus den zusätzlichen 10 SWS Erziehungswissenschaft oder Fachdidaktik gemäß §21 Absatz 5 2.c) der Ersten LPO.
StO Mathe L 6 Beschluß des FBR3 vom 28.6.2000
(8) Studienverlaufsplan SII
SII Semesterwochenstunden
Semester 2 4 6 8 10 12
1
Lineare Algebra I Einf. in Math.
L-Studium
2
Lineare Algebra II
3
Analysis I Proseminar
4
Analysis II Fachdidaktik
Zwischenprüfung
5
Halbjahrespraktikum Fachdidaktik
FD im Block
Febr./März
6
Wahlpflicht aus
Stoffgebieten 1 oder 3
Mathem. Praktikum oder
Wahlpfl. aus Stoffg. 1 - 4
7
Stochastik Math. vertieft: Wahlpflicht
aus Stoffgebieten 1 - 4
8
Wahlpflicht
aus Stoffgebieten 1 - 4
Seminar Math. vertieft: Wahlpflicht
aus Stoffgebieten 1 - 4
9
Math vert.:
Seminar Erste Staatsprüfung
Alternativ zur Veranstaltung ,,Einführung in das Mathematik Lehrerstudium" im 1. Semester
kann die fachübergreifende Einführungsveranstaltung für das Lehramtsstudium im Umfang von
mindestens 6 SWS besucht werden.
Die fachdidaktischen Veranstaltungen im 5. Semester können sich auf das 6. Semester verschieben, falls die gewählten Begleitveranstaltungen zum Halbjahrespraktikum sich nicht auf das Unterrichtsfach Mathematik beziehen.
§ 8
Schriftliche Hausarbeit (Examensarbeit)
(1) Die Studierenden sollen sich möglichst frühzeitig an mögliche Betreuer für die schriftliche
Hausarbeit der Ersten Staatsprüfung wenden, um ein geeignetes Gebiet zur Einarbeitung
festzulegen, aus welchem später das Thema gewählt werden kann.
(2) Das Thema der schriftlichen Hausarbeit (Examensarbeit) muß so abgegrenzt sein, dass die
Arbeit in drei Monaten abgeschlossen werden kann.
(3) Für das Lehramt SII wird empfohlen, die schriftliche Hausarbeit im Fach Mathematik zu
schreiben, sofern dies das vertieft studierte Fach ist.
§ 9
Lehrveranstaltungsformen
(1) Vorlesung mit Übungen (§ 2, Erste LPO): Eine Vorlesung ist eine systematische Darstellung eines Gebietes der Mathematik oder der Didaktik der Mathematik durch Vortrag. Sie
soll Einsicht in die Methoden und Ergebnisse dieses Gebietes vermitteln. Vorlesungen erfor StO Mathe L 7 Beschluß des FBR3 vom 28.6.2000
dern eigene Vor- und Nacharbeit anhand von Literatur (ggf. verteilten Skripten) und der eigenen Vorlesungsmitschrift.
(2) Übung: Zum Verständnis und zur Anwendung der Vorlesungsinhalte ist es unerläßlich, entsprechende Übungsaufgaben zu bearbeiten. In der Regel werden die Lösungen von studentischen Hilfskräften korrigiert und in gesonderten Übungsstunden besprochen. Hier sollen
auch im Dialog mit den die Übungen Leitenden und Mitstudierenden Verständnisprobleme
ohne Leistungsdruck besprochen und - soweit möglich - behoben werden.
(3) Seminar: Seminare schließen in der Regel inhaltlich an eine Vorlesung an und verlangen
von den Studierenden einen selbständig erarbeiteten Vortrag. Zur Vorbereitung auf diese Arbeitsweise soll ein Proseminar im Grundstudium dienen, in welchem mathematisch leichter
zugängliche Themen behandelt werden.
(4) Projekt: Ein Projekt im Fach Mathematik ist ein Verbund von Lehrveranstaltungen über
mindestens zwei Semester zu einem gemeinsamen Thema. Das Thema soll möglichst eine
Anwendung von Mathematik umfassen und kann auch mathematikdidaktische Fragen einschließen. Die Lehrveranstaltungen eines Projektes müssen zusammen mindestens 6 Semesterwochenstunden umfassen.
(5) Schulpraktische Studien: Schulpraktische Studien, welche auf das Fach Mathematik bezogen sind, finden vorwiegend während des Halbjahrespraktikums statt. Näheres regeln die
Richtlinien für schulpraktische Studien.
§ 10
Studiennachweise
(1) Im Verlauf des Studiums für das Lehramt Mathematik können folgende Arten von Studiennachweisen erworben werden, wobei zu einer einzelnen Lehrveranstaltung nur ein Studiennachweis möglich ist:
1. Nachweis der Teilnahme: Dieser Nachweis ist an die regelmäßige Teilnahme an einer
Lehrveranstaltung gebunden. Der Nachweis der Teilnahme an einer Veranstaltung mit
Übungen beinhaltet auch die ernsthafte Teilnahme an den Übungen.
2. Leistungsnachweis: Dieser unbenotete Nachweis setzt eine inhaltlich abgrenzbare und
dokumentierte Eigenleistung des Studierenden voraus, die aus der Lehrveranstaltung
hervorgeht. Ein Nachweis kann in folgenden Formen erbracht werden:
- durch die Bearbeitung von Übungsaufgaben und Vortrag der Lösungen,
- durch die Anfertigung eines Referates,
- durch einen Seminarvortrag,
- durch eine Klausur,
- durch ein Fachgespräch.
Die Leistungen, die für die Erlangung eines Leistungsnachweises erforderlich sind, legen
die Veranstalter zu Beginn der Lehrveranstaltung in Absprache mit den Studierenden
fest.
3. Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Halbjahrespraktikum: Dieser Nachweis gemäß § 16, Abs. 2, Erste LPO wird entsprechend der Richtlinien für schulpraktische Studien ausgestellt.
4. Ausbildungsbegleitende Leistungskontrolle: Diese kann als mündliche Prüfung von 30
Minuten Dauer oder als Arbeit unter Aufsicht von 180-240 Minuten Dauer erbracht werden. Sie muss spätestens bis zum Ende der dem Veranstaltungssemester folgenden vorlesungsfreien Zeit erbracht werden (§ 5, Abs. 4, Erste LPO).
(2) Für sämtliche Lehrveranstaltungen wird die Zahl der in ihr erwerbbaren Credit Punkte gemäß
dem European Credit Transfer System (ECTS) angegeben. Diese werden für die Anerkennung von Studienleistungen an den dem ECTS System angeschlossenen europäischen Hochschulen benötigt. Sie werden auf den Studiennachweisen ausgewiesen.
StO Mathe L 8 Beschluß des FBR3 vom 28.6.2000
§ 11
Studienberatung
(1) Den Studierenden wird geraten, sich einen genauen Überblick über die Anforderungen des
Lehramtsstudiums Mathematik zu verschaffen, um gut fundierte Entscheidungen zum Studienziel und Studienverlauf treffen zu können. Dies betrifft insbesondere die terminliche und
inhaltliche Verknüpfung zwischen Mathematik, zweitem Fach und EGW.
(2) Für die Beratung sind die Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen im Rahmen ihrer
Sprechzeiten, ihrer Lehrveranstaltungen, insbesondere des Übungsbetriebs, ansprechbar. Außerdem benennt der Fachbereich Studienfachberater/Studienfachberaterinnen für das Lehramt. Den Studienanfängern wird empfohlen, an dem vom Fach Mathematik angebotenen
Mentorenprogramm teilzunehmen. Dies dient dem Fach Mathematik zugleich, sich über den
Studienfortschritt während des ersten Studienjahres zu informieren. Weiter ist der Austausch
mit anderen Studierenden, auch aus höheren Semestern, ratsam.
(3) Eine Studienfachberatung soll zumindest in folgenden Fällen in Anspruch genommen werden:
· zu Beginn des Studiums (Eine Studienberatung findet in den einführenden Veranstaltungen zu Beginn des ersten Semesters statt),
· nach nicht bestandenen Prüfungen,
· beim Übergang vom Grund- zum Hauptstudium,
· vor der Wahl des Themengebiets und später des Themas für die Examensarbeit.
(4) Für Studierende, die bei der Rückmeldung zum 6. Fachsemester noch nicht zur Zwischenprüfung zugelassen sind oder die sich bis zum 13. Fachsemester noch nicht zur Ersten Staatsprüfung gemeldet haben, ist eine spezifische Studienberatung verpflichtend. Verantwortlich dafür sind die Studienfachberater/Studienfachberaterinnen.
§ 12
Evaluation
Die Studienkommission wertet regelmäßig die Erfahrungen mit dem Lehrangebot in den vergangenen Semestern und mit den einzelnen Lehrveranstaltungen aus und passt das Lehrangebot
entsprechend an.
§ 13
Inkrafttreten
Diese Studienordnung tritt am ??.??.2000 in Kraft und gilt für Studierende, die ihr Lehramtsstudium ab dem Wintersemester 1999/2000 an der Universität Bremen aufgenommen haben sowie in den weiteren in § 10 der PA Mathematik erwähnten Fällen.
StO Mathe L______Fassung der SK-Mathematik vom 10.05.00 StO Mathe L______Fassung der SK-Mathematik vom 10.05.00 FB3-Mathematik Acrobat PDFMaker 6.0 für Word Acrobat Distiller 6.0 (Windows) Fri Dec 05 15:22:43 2003 Fri Dec 05 15:23:09 2003 yes 8 no 595 x 842 pts (A4) 92233 bytes yes 1.4
Studienordnung Mathematik Lehramt alt v. 28.6.2000
Studienordnung Mathematik Lehramt alt v. 28.6.2000


 



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