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Fachspezifische Prüfungsordnung für den
Bachelorstudiengang ,,Mathematik" (Vollfach) der Universität Bremen
Vom 21. August 2013
Der Fachbereichsrat 03 (Mathematik/Informatik) hat auf seiner Sitzung am 21. August 2013
gemäß § 87 Absatz 1 Nummer 2 des Bremischen Hochschulgesetzes (BremHG) i. V. m. §
62 BremHG in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 2007 (Brem.GBI. S. 339),
zuletzt geändert am 24. Januar 2012 (Brem.GBl. S. 24) folgende Prüfungsordnung
beschlossen:
Diese fachspezifische Prüfungsordnung gilt in Verbindung mit dem Allgemeinen Teil der
Prüfungsordnungen für Bachelorstudiengänge (AT BPO) der Universität Bremen vom 27.
Januar 2010 in der jeweils gültigen Fassung.
§ 1
Studienumfang und Abschlussgrad
(1) Für den erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiengangs ,,Mathematik" sind insgesamt
180 Leistungspunkte (Credit Points = CP) nach dem European Credit Transfer System zu
erwerben. Dies entspricht einer Regelstudienzeit von 6 Fachsemestern.
(2) Aufgrund der bestandenen Bachelorprüfung wird der Abschlussgrad
Bachelor of Science
(abgekürzt B. Sc.)
verliehen.
§ 2
Studienaufbau, Module und Leistungspunkte
(1) Der Bachelorstudiengang ,,Mathematik" wird als Vollfach-Bachelorstudium gemäß § 4
Absatz 1 Ziffer 1 AT BPO studiert. Es gliedert sich in das Fachstudium und General Studies
(14 CP); zum Fachstudium der Mathematik gehört das Studium eines Anwendungsfaches
(24 CP) der Mathematik.
(2) Die Anlage 1 regelt die zu erbringenden Prüfungsleistungen und stellt den Studienverlauf
dar. Die konkrete Ausgestaltung des jeweiligen Anwendungsfaches ist in der Anlage 3
aufgeführt.
(3) Die im Studienplan vorgesehenen Pflicht-, Wahlpflicht-, und Wahlmodule werden
mindestens im jährlichen Turnus angeboten.
(4) Module im Pflichtbereich werden in deutscher Sprache, Module im Wahlpflicht-, und
Wahlbereich in deutscher oder englischer Sprache durchgeführt.
(5) Die den Modulen jeweils zugeordneten Lehrveranstaltungen werden in den
Modulbeschreibungen ausgewiesen.
(6) Module werden als Pflicht-, oder Wahlpflicht- oder als Wahlmodule durchgeführt.
(7) Lehrveranstaltungen werden gemäß § 6 Absatz 1 AT BPO durchgeführt. Darüber hinaus
gibt es Lehrveranstaltungen in folgender Art:
- Vorlesung mit integrierter Übung.
§ 3
Prüfungen
(1) Jedes Modul wird gemäß AT BPO § 5 Absatz 8 und Absatz 9 mit einer Modul- oder
Kombinationsprüfung abgeschlossen. Eine Modulprüfung besteht aus einer Prüfungs- oder
Studienleistung. Wird das Modul mit mehreren Prüfungs- und Studienleistungen oder eine
Kombination aus diesen abgeschlossen, handelt es sich um eine Kombinationsprüfung. Eine
Prüfungsleistung wird benotet. Eine Studienleistung wird mit ,,bestanden" oder mit ,,nicht
bestanden " bewertet, sie kann benotet werden. Die Note dient in diesem Fall der Information
der Studierenden über ihren Leistungsstand und wird bei der Festlegung der Modulnote oder
Gesamtnote nicht berücksichtigt. Näheres regeln die Anlagen 1 und 2 dieser Ordnung.
(2) Studienleistungen können in einer oder mehreren der folgenden Formen erbracht
werden:
a) Bearbeiten von Übungsaufgaben und ggf. Vortragen von Lösungen;
b) Klausur von mindestens 60 Minuten und maximal 120 Minuten Dauer, dies kann ganz
oder teilweise in Multiple-Choice-Form erfolgen (Näheres dazu regelt Anlage 4);
c) schriftliche Ausarbeitung von 10 bis 15 Seiten;
d) mündliches Fachgespräch von etwa 15 Minuten Dauer.
(3) Prüfungen werden in den Formen gemäß §§ 8 ff. AT BPO durchgeführt. Der
Prüfungsausschuss kann im Einzelfall auf Antrag einer Prüferin/eines Prüfers weitere
Prüfungsformen zulassen.
(4) Das erneute Angebot von Prüfungen kann in einer anderen als der ursprünglich durchgeführten Form erfolgen.
(5) Bearbeitungsfristen und Umfang von Prüfungen und Studienleistungen werden den
Studierenden zu Beginn des Moduls mitgeteilt.
(6) Prüfungen oder Teile von Prüfungen können in Multiple-Choice-Form durchgeführt
werden. Näheres wird in Anlage 4 festgelegt.
§ 4
Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen
Die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen erfolgt gemäß § 22 AT BPO in der
jeweils gültigen Fassung.
§ 5
Zulassungsvoraussetzungen für Module
Es gibt keine Zulassungsvoraussetzungen für Module.
§ 6
Modul Bachelorarbeit (und Kolloquium)
(1) Das Modul Bachelorarbeit (15 CP) setzt sich zusammen aus der Bachelorarbeit im
Umfang von 12 CP und einem begleitenden Seminar im Umfang von 3 CP. Das Modul
Bachelorarbeit wird mit der Bachelorarbeit abgeschlossen. Die Gewichtung des Moduls bei
der Berechnung der Gesamtnote ist in § 7 festgelegt.
(2) Voraussetzung zur Anmeldung zur Bachelorarbeit ist der Nachweis von mindestens
109 CP im Mathematikbereich. Der Mathematikbereich ist in der Anlage 1b aufgeführt.
(3) Die Bearbeitungszeit der Bachelorarbeit beträgt 12 Wochen. Der Prüfungsausschuss
kann auf begründeten Antrag eine einmalige Verlängerung um maximal 4 Wochen
genehmigen.
(4) Die Bachelorarbeit wird als Einzel- oder als Gruppenarbeit mit bis zu drei Personen
erstellt. Bei einer Gruppenarbeit muss der Beitrag jedes einzelnen Gruppenmitglieds klar
erkennbar, abgrenzbar und bewertbar sein.
(5) Zur Bachelorarbeit findet kein Kolloquium statt.
(6) Das begleitende Seminar bleibt unbenotet, die Modulnote entspricht der Note der
Bachelorarbeit.
§ 7
Gesamtnote der Bachelorprüfung
(1) Die Gesamtnote wird als gewichtetes arithmetisches Mittel aus den Noten der Module
des Fachstudiums, d.h. Mathematik und Anwendungsfach, gebildet, in denen benotete
Prüfungen abgelegt wurden.
(2) Eine Ausnahme bilden die Module Stochastik, Numerik 1 sowie die eingereichten drei
Module aus dem Wahlbereich: von den fünf Noten zu diesen Modulen werden nur die besten
vier für die Gesamtnote berücksichtigt. Das hier nicht berücksichtigte Modul wird bei der
weiteren Berechnung wie ein unbenotetes Modul gehandhabt.
(3) Die Prüfungsleistungen des Ergänzungsfaches gehen nicht in Berechnung der
Gesamtnote ein.
(4) Unbenotete Leistungen fließen nicht in die Berechnung ein.
(5 ) Die Gewichte ergeben sich in der Regel aus den Leistungspunkten; Ausnahmen sind die
Module Analysis 1/2 und Lineare Algebra, die jeweils mit 18 CP gewichtet werden, sowie die
Bachelorarbeit, deren Notengewicht 21 CP beträgt.
§ 8
Geltungsbereich und Inkrafttreten
(1) Diese Prüfungsordnung tritt nach der Genehmigung durch den Rektor mit Wirkung vom
1. Oktober 2013 in Kraft. Sie wird im Amtsblatt der Freien Hansestadt Bremen veröffentlicht.
Sie gilt für Studierende, die ab dem Wintersemester 2013/14 erstmals im
Bachelorstudiengang ,,Mathematik" (Vollfach) ihr Studium aufnehmen.
(2) Die Prüfungsordnung vom 14. Juli 2008 tritt zum 30. September 2017 außer Kraft.
Studierende, die bis zum 30.September 2017 ihr Studium nicht beendet haben, wechseln in
die Prüfungsordnung vom 21. August 2013. Über die Anerkennung von Prüfungsleistungen
entscheidet der Prüfungsausschuss nach individueller Sachlage.
Genehmigt, Bremen, den 18. Oktober 2013 Der Rektor
der Universität Bremen
Anlagen:
Anlage 1: Studienverlaufsplan
Anlage 1a) Studienverlaufsplan
Anlage 1b) Aufteilung des Studiums
Anlage 1c) Ergänzende Angabe für Module mit Kombinationsprüfung
Anlage 2: Modulliste für Wahlpflichtbereich
Anlage 3: Anforderungen in den Anwendungsfächern
Anlage 4: Durchführung von Prüfungen in Multiple-Choice-Form
Anlage 1: Studienverlaufsplan Vollfach-Bachelorstudiengang Mathematik
Anlage 1a) Der Studienverlaufsplan stellt eine Empfehlung für den Ablauf des Studiums dar.
Module können von den Studierenden in einer anderen Reihenfolge besucht werden.
1.
Jahr
1.
Sem.
Analysis 1/2
21 CP / P / KP
Lineare
Algebra
21 CP / P / KP
Anwendungsfach
24CP / WP /
KP
Einzelheiten
siehe Anlage 3
2.
Sem.
ComputerPraktikum
3 CP / P / MP*
2.
Jahr
3.
Sem.
Analysis 3
9 CP / P / KP
Numerik 1
9 CP / P / KP
Algebra
9 CP / P / KP
4.
Sem.
Wahlbereich
9 CP / W / KP
Stochastik
9 CP / P / KP
Proseminar 1
5 CP / P /MP
General
Studies
3 CP / W /
MP*
3.
Jahr
5.
Sem.
Wahlbereich
9 CP / W / KP
Wahlbereich
9 CP / W / KP
Proseminar 2
5 CP / P / MP
Praktische
Informatik 1
8 CP / P /
MP*
6.
Sem.
Bachelorarbeit
15 CP / P / MP
ErgänzungsFach
(1)
9 CP / W / MP*
General
Studies
3 CP / W /
MP*
P: Pflichtmodul, WP: Wahlpflichtmodul, W: Wahlmodul, MP: Modulprüfung, KP: Kombinationsprüfung,
MP*: Das Modul wird mit einer Studienleistung (d.h. unbenotet) abgeschlossen.
Anlage 1b) Aufteilung des Studiums (1)
Mathematik CP Anwendungsfach General Studies CP
Lineare Algebra 21
Module und
Veranstaltungen
im Umfang von 24
CP
Einzelheiten
siehe Anlage 3
Praktische Informatik 1 8
Analysis 1/2 21
Analysis 3 9
Algebra 9 Weiteres nach Wahl 6
Numerik 1 9
Stochastik 9
Wahlbereich 3 x 9 = 27
Computerpraktikum 3
Proseminar 1 5
Proseminar 2 5
Bachelorarbeit 15
(1)
Das Ergänzungsfach (9 CP) ist keinem Bereich fest zugeordnet: Es kann dem Erwerb zusätzlicher
berufsbezogener Qualifikationen dienen, dafür können ein oder mehrere Module aus anderen
Studiengängen belegt werden. Wahlweise kann auch ein weiteres Mathematikmodul belegt werden.
Falls das Ergänzungsfach benotet wird, geht diese Note nicht in die Gesamtnote ein. Wird für das
Ergänzungsfach ein Modul aus einem anderen Fach gewählt, dann ergeben sich Prüfungsform und
Studienleistungen aus der Prüfungsordnung dieses Faches.
Anlage 1c) Ergänzende Angabe für Module mit Kombinationsprüfung
Modulbezeichnung CP MP/TP/KP PL / SL
(Anzahl)
Lineare Algebra 21 KP PL 1, SL 1
Analysis 1/2 21 KP PL 1, SL 1
Analysis 3 9 KP PL 1, SL 1
Algebra 9 KP PL 1, SL 1
Numerik 1 9 KP PL 1, SL 1
Stochastik 9 KP PL 1, SL 1
Wahlbereich 3x9 CP 27 Je Modul
1 KP
Jeweils
PL 1, SL 1
MP: Modulprüfung, TP: Teilprüfung, KP: Kombinationsprüfung, PL: Prüfungsleistung (benotet), SL:
Studienleistung (unbenotet)
Anlage 2 Modulliste für den Wahlbereich
Modulbezeichnung CP MP/TP/KP PL / SL
(Anzahl)
Topologie 9 KP PL:1, SL: 1
Algebraische Topologie 9 KP PL:1, SL: 1
Funktionentheorie 9 KP PL:1, SL: 1
Funktionalanalysis 9 KP PL:1, SL: 1
Partielle Differentialgleichungen 9 KP PL:1, SL: 1
Maß- und Wahrscheinlichkeitstheorie 9 KP PL:1, SL: 1
Statistik 1 9 KP PL:1, SL: 1
Numerik 2 9 KP PL:1, SL: 1
Optimierung 9 KP PL:1, SL: 1
Math. Methoden der Bildverarbeitung 9 KP PL:1, SL: 1
Inverse Probleme 9 KP PL:1, SL: 1
Mathematische Modellierung 9 KP PL:1, SL: 1
Weitere Module zur Mathematik
je nach Angebot
9 KP PL:1, SL: 1
MP: Modulprüfung, TP: Teilprüfung, KP: Kombinationsprüfung, PL: Prüfungsleistung (benotet);
SL: Studienleistung (unbenotet)
Anlage 3: Anforderungen in den Anwendungsfächern
Studium des Anwendungsfaches Elektrotechnik
Mathematiker, die das Anwendungsfach Elektrotechnik wählen, belegen in einem
Gesamtumfang von 24 CP verpflichtend die folgenden Veranstaltungen/Module:
· ,,Grundlagen der Elektrotechnik A" (Teil 1, Teil 2)
· ,,Grundlagen der Elektrotechnik B" (Teil 1: Elektromagnetische Energiewandlung,
Teil 2: Elektrische Messtechnik)
Die Verteilung entspricht 12 CP im ersten und 12 CP im zweiten Studienjahr. Weitere
Module können nur nach individueller Absprache mit dem Studiengang Elektrotechnik
absolviert werden. Prüfungsleistungen zu diesen Modulen sind so zu erbringen, wie es in der
Prüfungsordnung Elektrotechnik in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist.
Studium des Anwendungsfaches Geowissenschaften
Mathematiker, die das Anwendungsfach Geowissenschaften wählen, nehmen verpflichtend
teil an den Modulen
· ,,Bausteine der Erde" mit den Teilen ,,Exogene und endogene Dynamik der Erde" und
,,Geologische Kartenkunde" im Gesamtumfang von 6 CP.
Die Kurse aus dem Modul ,,Bausteine der Erde" sind verpflichtend für alle Mathematikstudierenden, und sollten zu Beginn des Studiums des Anwendungsfachs Geowissenschaften belegt werden.
Des Weiteren können in einem Gesamtumfang von 18 CP aus den folgenden Modulen gewählt werden:
· ,,Geophysik" im Umfang von 6 CP oder
· aus dem Modulstrang ,,Schwerpunkt S2 Geophysik", jeweils im Umfang von 6 CP:
,,Allgemeine Geophysik", ,,Geodynamische Modellierung" oder ,,Geomathematik", oder
· ,,aus dem Modulstrang ,,Schwerpunkt S3 Angewandte Geophysik", jeweils im Umfang
von 6 CP: ,,Marine Geophysik", ,,Explorationsgeophysik I" oder ,,Explorationsgeophysik II".
Insgesamt sind mindestens vier Module im Gesamtumfang von 24 CP im Rahmen der
verfügbaren Kapazitäten zu absolvieren. Weitere Module können nur nach individueller
Absprache mit dem Fachbereich 5 absolviert werden. Es wird empfohlen, sich vor der Wahl
von Veranstaltungen im Studien- und Praxisbüro des Fachbereichs 5 beraten zu lassen.
Prüfungsleistungen zu allen Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung
B.Sc. Geowissenschaften in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist.
Studium des Anwendungsfaches Physik
Mathematiker, die das Anwendungsfach Physik wählen, nehmen obligatorisch an folgenden
Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Physik im Umfang von 24 CP teil:
· ,,Experimentalphysik 1 (Mechanik) für Mathematiker und Technomathematiker": 9 CP
· ,,Experimentalphysik 2 (Elektrodynamik, Optik)": 8 CP
· ,,Experimentalphysik 3 (Atom- und Quantenphysik)": 7 CP
Prüfungsleistungen zu den genannten Modulen sind so zu erbringen, wie es in der
Prüfungsordnung B.Sc. Physik in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist.
Studium des Anwendungsfaches Produktionstechnik
Mathematiker, die das Anwendungsfach Produktionstechnik studieren, können an
Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Produktionstechnik im Umfang von 24 CP
teilnehmen: Aufbauend auf dem obligatorischen Modul
· ,,Technische Mechanik TM 1"
kann im zweiten Jahr eine Auswahl unter den Modulen (jeweils 10 CP)
· ,,Technische Mechanik TM 2" (in Semestern 3,4),
· ,,Thermodynamik" (in Semestern 3,4) oder
· ,,Werkstofftechnik" (in Semestern 2,3 oder 4,5)
getroffen werden. Dies entspricht einem Umfang von 14 CP für das Modul TM 1 sowie 10 CP
für eines der aufbauenden Module.
Studium des Anwendungsfaches Biologie
Mathematiker, die das Anwendungsfach Biologie wählen, besuchen Veranstaltungen des
Bachelorstudiengangs Biologie im Umfang von 24 CP. Sie sollen dadurch die Grundlagen
der Biologie erlernen. Zu diesem Zweck sind im ersten Studienjahr speziell die Zellbiologie
(erstes Semester) und die Formenkenntnis (zweites Semester) vorgesehen. Dies wird
erweitert durch die Veranstaltungen Evolution und Ökologie im dritten Semester sowie den
Grundkurs Ökologie und die Exkursionen im vierten Semester. Insgesamt gelingt es so,
einen guten Überblick über die Vielfalt der Biologie zu erlangen.
Der Fachbereich Biologie/Chemie bietet Studierenden des Bachelorstudiengangs
Mathematik die verpflichtende Teilnahme an den folgenden Modulen und Veranstaltungen
an:
· ,,Evolution und Ökologie" (Kürzel Öko 1, 6 CP) bestehend aus den Veranstaltungen ,,Evolution" und ,,Ökologie 1" (Vorlesungen),
· ,,Ökologie & Biodiversität" (Kürzel Öko 2, 6 CP) bestehend aus der ,,Ökologie 2"
(Vorlesung und Grundkurs) und Exkursionen,
· ,,Zellbiologie" (Kürzel Bio 2, 6 CP) bestehend aus der ,,Einführung in die Zellbiologie" (Vorlesung und Grundkurs),
· ,,Formenkenntnis" (Kürzel Bio 4, 6 CP) bestehend aus den Veranstaltungen ,,Formenkenntnis Pflanzen" und ,,Formenkenntnis Tiere", jeweils mit Vorlesung und
Grundkurs
Prüfungsleistungen zu diesen Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung
B.Sc. Biologie in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist. Abweichend von der obigen
Modulliste können in Absprache mit dem Fachbereich 2 auch andere Module gewählt
werden.
Studium des Anwendungsfaches Chemie
Mathematiker, die das Anwendungsfach Chemie wählen, nehmen an den folgenden
Pflichtmodulen teil:
· ,,Allgemeine Chemie" und entsprechendes Praktikum (Physikerpraktikum): 9 CP, ,
· ,,Physikalische Chemie I: Thermodynamik": 6 CP,
· ,,Theoretische Chemie I: Quantenmechanik": 6 CP,
· ,,Theorie der chemischen Bindung" aus dem Modul ,,Theor. Chemie II": 3 CP.
Dies entspricht einem Umfang von 15 CP im ersten und von 9 CP im zweiten Studienjahr.
Prüfungsleistungen zu diesen Modulen sind so zu erbringen, wie es in der Prüfungsordnung
B.Sc. Chemie in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist
Studium des Anwendungsfaches Informatik
Mathematiker, die das Anwendungsfach Informatik wählen, können an folgenden
Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Informatik im Umfang von 24 CP teilnehmen:
· ,,Praktische Informatik II": 6 CP, Pflicht,
· ,,Technische Informatik II": 8 CP, Pflicht,
· weitere Veranstaltungen im Umfang von 10 CP aus dem Angebot des
Bachelorstudiengangs Informatik (ausgenommen Mathematikveranstaltungen) nach
Wahl.
Prüfungsleistungen zu den belegten Modulen sind so zu erbringen, wie es in der
Prüfungsordnung B.Sc. Informatik in der jeweils gültigen Fassung vorgesehen ist
Studium des Anwendungsfaches Philosophie
Mathematiker, die das Anwendungsfach Philosophie wählen, besuchen Veranstaltungen des
Bachelorstudiengangs BA Philosophie (HF) im Umfang von 24 CP. Im ersten Studienjahr soll
in der Regel das Modul
· B3 "Einführung in die Theoretische Philosophie''
absolviert werden, im zweiten Studienjahr darauf aufbauend eines der Aufbaumodule in der
Theoretischen Philosophie, d. h. entweder
· T 1 "Erkenntnis, Sprache, Wirklichkeit'' oder
· T 2 "Wissenschaft, Methode, Natur''.
Zusätzlich soll das Modul
· B 2 "Einführung in die formale Logik''
absolviert werden. Bei besonderem Interesse kann statt B 3 auch das Modul
· B 4 "Einführung in die Praktische Philosophie''
absolviert werden. Dann ist im zweiten Studienjahr entweder
· P 1 ,,Moral: Begründung und Argumentation" oder P 2 ,,Politik, Recht, Staat"
zu belegen. Die Prüfungsleistungen werden entsprechend der BPO Philosophie in der
jeweils gültigen Fassung erbracht.
Studium des Anwendungsfaches Psychologie
Die Belegung des Anwendungsfaches Psychologie ist nur nach Genehmigung durch den
Prüfungsausschuss Mathematik möglich. Die Studierenden haben dann die Wahl zwischen
den folgenden zweisemestrigen Modulen:
· Modul 3 ,,Allgemeine Psychologie" (18 CP) zusammen mit einem Semester aus
Modul 4a ,,Biologische Psychologie" (6 CP), Modul 4b ,,Differenzielle Psychologie" (6
CP) oder Modul 7, 8 oder 9 (je 6 - 9 CP).
· Modul 4a ,,Biologische Psychologie" (6 CP) zusammen mit einem Semester aus
Modul 4b ,,Differenzielle Psychologie" (6 CP) und Modul 7, 8 oder 9 (je 6 - 9 CP).
· Modul 7 ,,Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie" (15 CP) zusammen mit
einem Semester aus Modul 4a, 4b, 8 oder 9 (6 - 9 CP).
· Modul 8 ,,Sozialpsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie" (15 CP)
zusammen mit einem Semester aus Modul 4a, 4b, 7 oder 9 (6 - 9 CP).
· Modul 9 ,,Psychologische Diagnostik" (15 CP) zusammen mit einem Semester aus
Modul 4a, 4b, 7 oder 8 (6 - 9 CP).
Der Studiengang Psychologie muss sich vorbehalten, den Zugang zu einzelnen Modulen
ggf. aus Kapazitätsgründen einzuschränken. Es muss in allen o. a. Wahlentscheidungen
jeweils die reguläre Modulprüfung abgelegt werden. Im Falle kombinierter Modulleistungen
wird gemäß AT BPO das mit den entsprechenden CP gewichtete Mittel der beteiligten
Modulnoten als Psychologienote berechnet.
Für Mathematikstudenten mit dem Anwendungsfach Psychologie wird jede der fünf
Möglichkeiten mit insgesamt 24 CP bewertet, wenn mindestens 21 CP kombiniert worden
sind. Der höhere Workload erklärt sich durch den erhöhten Selbststudienaufwand für
Mathematikstudierende.
Anlage 4: Durchführung von Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren und zur Durchführung
von Prüfungen als ,,E-Klausur"
§ 1
Durchführung von Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren
(1) Eine Prüfung im Antwort-Wahl-Verfahren liegt vor, wenn die für das Bestehen der
Prüfung mindestens erforderliche Leistung der Prüfungskandidatinnen und
Prüfungskandidaten ausschließlich durch Markieren oder Zuordnen der richtigen oder der
falschen Antworten erreicht werden kann. Prüfungen bzw. Prüfungsfragen im Antwort-WahlVerfahren sind nur zulässig, wenn sie dazu geeignet sind, den Nachweis zu erbringen, dass
die Prüfungskandidatin oder der Prüfungskandidat die Inhalte und Methoden des Moduls in
den wesentlichen Zusammenhängen beherrscht und die erworbenen Kenntnisse und
Fähigkeiten anwenden kann. Eine Prüfung im Antwort-Wahl-Verfahren ist von einer Prüferin
bzw. einem Prüfer gemäß § 27 AT BPO vorzubereiten. Die Prüferin bzw. der Prüfer wählt
den Prüfungsstoff aus, formuliert die Fragen und legt die Antwortmöglichkeiten fest. Ferner
erstellt sie bzw. er das Bewertungsschema gemäß Absatz 4 und wendet es im Anschluss an
die Prüfung an. Der Abzug von Punkten innerhalb einer Prüfungsaufgabe im MehrfachAntwort-Wahlverfahren ist zulässig.
(2) Die Prüfungsfragen müssen zweifelsfrei verstehbar, eindeutig beantwortbar und dazu
geeignet sein, die gemäß Absatz 1 Satz 2 zu überprüfenden Kenntnisse der Kandidatinnen
und Kandidaten festzustellen. Die Prüferin bzw. der Prüfer kann auch einen Pool von
gleichwertigen Prüfungsfragen erstellen. In der Prüfung erhalten Studierende aus diesem
Pool jeweils unterschiedliche Prüfungsfragen zur Beantwortung. Die Zuordnung geschieht
durch Zufallsauswahl. Die Gleichwertigkeit der Prüfungsfragen muss sichergestellt sein. Die
Voraussetzungen für das Bestehen der Prüfung sind vorab festzulegen. Ferner sind für jede
Prüfung
- die ausgewählten Fragen,
- die Musterlösung und
- das Bewertungsschema gemäß Absatz 4
festzulegen.
(3) Die Prüfung ist bestanden, wenn die Kandidatin oder der Kandidat mindestens 50
Prozent der insgesamt erreichbaren Punkte erzielt hat. Liegt der Gesamtdurchschnitt der in
einer Prüfung erreichten Punkte unter 50 Prozent der insgesamt erreichbaren Punkte, so ist
die Klausur auch bestanden, wenn die Zahl der von der Kandidatin oder dem Kandidaten
erreichten Punkte die durchschnittliche Prüfungsleistung aller Prüfungsteilnehmer um nicht
mehr als 15 Prozent unterschreitet. Ein Bewertungsschema, das ausschließlich eine
absolute Bestehensgrenze festlegt, ist unzulässig.
(4) Die Leistungen sind wie folgt zu bewerten: Wurde die für das Bestehen der Prüfung
gemäß Absatz 3 erforderliche Mindestzahl der erreichbaren Punkte erzielt, so lautet die Note
,,sehr gut", wenn mindestens 75 Prozent,
,,gut", wenn mindestens 50 aber weniger als 75 Prozent,
,,befriedigend", wenn mindestens 25 aber weniger als 50 Prozent,
,,ausreichend", wenn keine oder weniger als 25 Prozent
der darüber hinaus erreichbaren Punkte erzielt wurden.
(5) Erweist sich bei der Bewertung von Prüfungsleistungen, die nach dem Antwort-WahlVerfahren abgelegt worden sind, eine auffällige Fehlerhäufung bei der Beantwortung
einzelner Prüfungsaufgaben, so überprüft die Prüferin oder der Prüfer die Prüfungsaufgabe
mit auffälliger Fehlerhäufigkeit unverzüglich und vor der Bekanntgabe von
Prüfungsergebnissen darauf, ob sie gemessen an den Anforderungen gemäß Absatz 2 Satz
1 fehlerhaft sind. Ergibt die Überprüfung, dass einzelne Prüfungsaufgaben fehlerhaft sind,
sind diese Prüfungsaufgaben nachzubewerten oder bei der Feststellung des
Prüfungsergebnisses nicht zu berücksichtigen. Die Zahl der für die Ermittlung des
Prüfungsergebnisses zu berücksichtigenden Prüfungsaufgaben mindert sich entsprechend.
Die Verminderung der Zahl der Prüfungsaufgaben darf sich nicht zum Nachteil der
Studierenden auswirken. Übersteigt die Zahl der auf die zu eliminierenden
Prüfungsaufgaben entfallenden Punkte 20 Prozent der insgesamt erreichbaren Punkte, so ist
die Prüfung insgesamt zu wiederholen; dies gilt auch für eine Prüfungsleistung, in deren
Rahmen nur ein Teil im Antwort-Wahl-Verfahren zu erbringen ist.
(6) Besteht nur ein Teil einer Klausur aus Prüfungsaufgaben im Antwort-Wahl-Verfahren, so
gilt diese Anlage mit Ausnahme von Absatz 5 Satz 5 2. Halbsatz nur für den im AntwortWahl-Verfahren erstellten Klausurteil.

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