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1 von 7
Zum Umgang mit Plagiaten in Veranstaltungen der Studiengänge in
der Mathematik (Universität Bremen, Fachbereich 03)
Die gesamte Veranstaltung stellt jeweils eine Prüfungssituation dar. Damit kann sowohl ein
Täuschungsversuch als auch die Störung der Prüfung zum Ausschluss von der Prüfung
führen. Dies führt zu einem Nichtbestehen der Prüfung, Prüfungsvorleistung und/oder der
Modulprüfung. Zu einem Täuschungsversuch gehört auch das Plagiat:
,,Als Plagiat bezeichnet man allgemein die bewußte Aneignung fremden
Geistesgutes. Plagiator ist derjenige, der ein fremdes Werk oder Teile eines
fremden Werkes als sein eigenes Werk ausgibt und somit ,geistigen Diebstahl`
begeht. Der Plagiator begeht eine zivilrechtlich unerlaubte und zum
Schadensersatz an den Autor verpflichtende Handlung, die gleichzeitig auch
noch strafbar ist. [...]"1
Die Dozentinnen und Dozenten in den Studiengängen der Mathematik (Universität Bremen,
Fachbereich 03) verpflichten sich, den Studierenden in ihren Veranstaltungen die Regeln
wissenschaftlichen Arbeitens und den korrekten Umgang mit geistigem Eigentum zu
vermitteln. Es ist zu gewährleisten, dass alle Studierenden insbesondere auf die möglichen
Konsequenzen (Nichtbestehen der Prüfung, Prüfungsvorleistung und/oder der Modulprüfung) bei einer Täuschung hingewiesen worden sind.2
Folgende Handlungen stellen Plagiate dar3
:
· Es werden Textteile aus einem fremden Werk übernommen, ohne die Quelle mit
einem Zitat zu kennzeichnen. Dazu gehören explizit auch Textteile aus dem Internet
ohne Quellenangabe.
· Es werden Textteile aus einem fremden Werk übernommen und nur leichte Textanpassungen und/oder -umstellungen vorgenommen (Paraphrasieren), ohne die
Quelle mit einem Zitat zu kennzeichnen.
· Es werden fremdsprachige Texte oder Teile von fremdsprachigen Texten übersetzt
und ohne Quellenangabe als eigene Texte ausgegeben (Übersetzungsplagiat).
· Es wird eine Arbeit unter dem eigenen Namen eingereicht, die von einer anderen
Person erstellt wurde (,,Ghostwriter").
· Es wird ein fremdes Werk unter dem eigenen Namen eingereicht (Vollplagiat).
· Es werden Textteile aus einem fremden Werk übernommen, diese werden allenfalls
paraphrasiert und die entsprechende Quelle zwar zitiert, aber nicht im Kontext des
übernommenen Textteils bzw. der übernommenen Textteile (Beispiel: Verstecken der
plagiierten Quelle in einer Fußnote am Ende der Arbeit).
· Es werden dieselbe Arbeit oder Teile einer Arbeit zu verschiedenen Leistungskontrollen vorgelegt (Selbstplagiat).
1
http://i31www.ira.uka.de/docs/mm+ep/11_RECHT/node14.html Letzter Zugriff 18. April 2012
2
http://www.ethz.ch/faculty/exams/plagiarism/ Letzter Zugriff 18. April 2012
3
http://www.ethz.ch/faculty/exams/plagiarism/ Letzter Zugriff 18. April 2012
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Anleitungen zur Vermeidung von Plagiaten finden sich zum Beispiel unter den folgenden
Internetseiten:
· http://www.ethz.ch/students/exams/plagiarism_s_de.pdf (siehe auch Anhang B)4
· http://www.indiana.edu/~wts/pamphlets/plagiarism.shtml5
Plagiate als Täuschungsversuch einer Prüfung6
Zur Verdeutlichung des Begriffs ,,Täuschungsversuch" wird festgelegt:
(1) Abschreiben gilt als Täuschungsversuch.
(2) Die Zusammenarbeit von Studierenden während der Bearbeitung von Übungsaufgaben wird begrüßt! Dies darf jedoch nicht zu gleichen Abgaben führen. Die
individuelle Leistung der Studierenden bzw. der einzelnen Gruppe bei einer erlaubten
Gruppenabgabe muss erkennbar sein.
Falls mehrere Studierende signifikant zusammenarbeiten (also z.B. ein Übungsblatt
gemeinsam besprechen und dann einen ersten Lösungsansatz entwickeln), so
müssen die jeweils anderen Studierenden in der Abgabe genannt werden. Zuwiderhandlung gilt als Täuschungsversuch.
(3) Eine Hilfestellung darf nicht dazu führen, dass Studierende zum Täuschungsversuch
ermuntert werden. Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, die Betreffenden
ggf. aufzufordern, zukünftig für Abhilfe zu sorgen. Offensichtliche Zuwiderhandlung,
z.B. das öffentliche Bereitstellen des eigenen Lösungsvorschlags, kann als Störung
der Prüfung interpretiert werden.
(4) Beim Verdacht eines Täuschungsversuchs oder der Störung einer Prüfung werden
alle beteiligten Studierenden umgehend in ein kurzes Gespräch geladen, das den
Sachverhalt klären soll (auch: ob die Prüfung, Prüfungsvorleistung und/oder Modulprüfung damit potentiell nicht bestanden ist).
Folgen eines Täuschungsversuches
Ein Täuschungsversuch oder die Störung einer Prüfung kann zum Nichtbestehen der
Prüfung, Prüfungsvorleistung und/oder der Modulprüfung führen.
Im ,,Allgemeinen Teil der Bachelorprüfungsordnungen der Universität Bremen"7
vom 27.
Oktober 2010 und im ,,Allgemeinen Teil der Masterprüfungsordnungen der Universität
Bremen"8
vom 27. Januar 2010 heißt es:
§ 18
Täuschung und Ordnungsverstoß
(1) Versucht eine Kandidatin/ein Kandidat, das Ergebnis einer Prüfung durch
Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, fertigt
4
http://www.ethz.ch/students/exams/plagiarism_s_de.pdf Letzter Zugriff 18. April 2012
5
Als Flyer formatiert:
http://www.tamusa.tamus.edu/library/getsmart_docs/Plagiarism%20What%20It%20Is%20and%20How%20to%2
0Avoid%20It.pdf Letzter Zugriff 18. April 2012
6
Angelehnt an die Scheinbedingungen für den Übungsbetrieb zu ,,Technischer Informatik 2", Universität Bremen
(Prof. Dr. Ute Bormann)
7
http://www.dbs.uni-bremen.de/sixcms/media.php/66/AT-BPO-271010-vollst%E4ndig.pdf Letzter Zugriff 18. April
2012
8
http://www.zpa.uni-bremen.de/Archiv_Pruefungsordnungen/Allgemeiner_Teil_Master/AT_MA_2010-01-27.pdf
Letzter Zugriff 18. April 2012
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die/der zuständige Prüfende oder die/der Aufsichtführende hierüber einen Vermerk
an. Die Kandidatin/der Kandidat kann die Prüfung fortsetzen. Der Kandidatin/dem
Kandidaten ist Gelegenheit zur Stellungnahme über das Vorkommnis zu geben. Der
Vermerk und die Stellungnahme sind unverzüglich dem Prüfungsausschuss zur
Entscheidung vorzulegen. Stellt der Prüfungsausschuss einen Täuschungsversuch
fest, gilt die Prüfungsleistung als mit ,,nicht ausreichend" bewertet.
(2) Fehlerhafte oder unterlassene Angaben über benutzte Quellen (Plagiat) gelten als
Täuschungsversuch, wenn Passagen, die veröffentlichten Arbeiten entnommen
wurden, nicht als Zitat ausgewiesen sind.
(3) Eine Kandidatin/ein Kandidat, die/der während einer Prüfung schuldhaft einen
Ordnungsverstoß begeht, durch den andere Studierende oder die Prüfenden gestört
werden, kann von den anwesenden Prüfenden oder den Aufsichtführenden von der
Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden, wenn sie/er ihr/sein
störendes Verhalten trotz Ermahnung fortsetzt. Über das Vorkommnis wird ein
Vermerk angefertigt, der unverzüglich der/dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses vorgelegt wird. Vor Feststellung des Prüfungsausschusses, ob ein
Ordnungsverstoß vorliegt, ist der Kandidatin/dem Kandidaten Gelegenheit zur
Stellungnahme zu geben. Stellt der Prüfungsausschuss einen Ordnungsverstoß nach
Satz 1 fest, wird die Prüfung mit ,,nicht ausreichend" bewertet. Andernfalls ist der
Kandidatin/dem Kandidaten Gelegenheit zu geben, die Prüfungsleistung unverzüglich
erneut zu erbringen.
(4) Belastende Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind der Kandidatin/dem
Kandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
Übungsbetrieb9
Der Lösungsvorschlag eines Übungszettels muss grundlegenden wissenschaftlichen
Ansprüchen gewachsen sein. Neben der eigentlichen ,,Lösung", also z.B. einer Tabelle mit
Ergebniswerten und einem kurzen Absatz mit der Antwort auf eine Frage, gehört auch die
Herleitung dieser Lösung dazu. Der Tutor soll verstehen können, wie der Lösungsvorschlag
erarbeitet wurde. (Dies ist auch deswegen nützlich, weil es manchmal auch dann Punkte für
den Lösungsweg gibt, wenn die eigentliche Antwort falsch ist.)
Falls Literatur (inkl. Websites) verwendet wurde, muss diese benannt werden. Sie darf
hilfreich sein, aber die Lösung muss eigenständig erarbeitet werden, d.h. es ist nicht
zulässig, ganze Abschnitte aus anderen Arbeiten zu übernehmen. Falls der Lösungsansatz
mit anderen Studierenden diskutiert wurde, so müssen diese ebenfalls in der Abgabe
genannt werden.
Schriftliche Ausarbeitungen
Schriftliche Ausarbeitungen, dazu gehören Ausarbeitungen zu Seminarvorträgen, aber auch
die Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeiten, müssen wissenschaftlichen Ansprüchen
genügen. Dazu gehört, dass sämtliche verwendete Literatur (inkl. Websites) in einem
Literaturverzeichnis angegeben und keine Passagen aus Texten entnommen werden, ohne
diese adäquat zu kennzeichnen.
9
Angelehnt an die Scheinbedingungen für den Übungsbetrieb zu ,,Technischer Informatik 2", Universität Bremen
(Prof. Dr. Ute Bormann)
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Besondere Vorsicht ist bei Graphiken geboten. Auch Graphiken aus dem Internet unterliegen
in der Regel einem Copyright und können daher nicht ohne Angabe der Quelle und häufig
auch nicht ohne schriftliche Erlaubnis des Urhebers verwendet werden.
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Anhang
A Literaturverzeichnis
Das Literaturverzeichnis ist eine vollständige Auflistung aller zur Auswertung herangezogenen Bücher (Lehrbücher, Softwaremanuals, ...), Artikel und Websites. Es gilt: Alle im
Literaturverzeichnis aufgeführten Arbeiten erscheinen im Text an der entsprechenden Stelle
und umgekehrt. Werden bestimmte Ergebnisse eines Buches benötigt, wird im Rahmen des
Zitats ebenfalls die entsprechende Seite oder das Kapitel angegeben. Bei Zitaten von
Websites wird immer das Datum des letzten Zugriffs angeben (Website am besten
ausdrucken, um einen Nachweis an der Hand zu haben).
Machen Sie sich mit den Zitierregeln Ihres jeweiligen Fachgebiets vertraut und verwenden
Sie die entsprechenden Standards zur Erstellung Ihres Literaturverzeichnisses10
. Zeitschriften werden zum Beispiel oft abgekürzt. Man sollte sich dabei an die im ,,Mathematical
Review" verwendeten Abkürzungen halten (z.B. JASA). Unveröffentlichte Arbeiten sollten
deutlich als solche gekennzeichnet werden.
10
http://www.ethz.ch/students/exams/plagiarism_s_de.pdf Letzter Zugriff 18. April 2012
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B Zitier-Knigge der ETH Zürich inkl. Zitier-Check11
11
http://www.ethz.ch/students/exams/plagiarism_s_de.pdf Letzter Zugriff 18. April 2012
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Umgang mit Plagiaten
Umgang mit Plagiaten


 



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