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Universität Bremen - Fachbereich 3 - Informatik

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Subsidiarität in intelligenten Stromnetzen: Zielkonflikte zwischen Datenschutz, Geschäftsmodellen und Versorgungssicherheit



Datum: 04.12.2013
Uhrzeit: 16:00-18:00 Uhr (c.t.)

Ort: BIBA Auditorium



Der Kraftwerkspark in Deutschland verändert sich dramatisch. Insbesondere relativ zur installierten Leistung sinkt die Anzahl regelbarer Anlagen im System beständig. Gleichzeitig wird bereits 97 Prozent der installierten Leistung Erneuerbarer Energien dezentral auf der Ebene der Mittel- und Niederspannungsnetze eingespeist. Mit einer zunehmend dezentralen tromerzeugung und bidirektionalen Stromflüssen verlagert sich auch die Aufgabe der Netzstabilisierung stärker auf die unteren Ebenen. Folgerichtig kann daher gefragt werden, ob regionale und lokale Netzprobleme ebenso wie der marktliche Ausgleich von Angebot und Nachfrage nicht vorrangig regional und lokal gelöst werden können. In diesem Sinne würde Subsidiarität zu einem generellen energiepolitischen Leitprinzip.

Die Lösung technischer und wirtschaftlicher Koordinationsprobleme auf regionaler oder lokaler Ebene kann die wachsende Komplexität im Energiesystem erheblich reduzieren. Voraussetzung hierfür sind Energieinformationsnetze, die die Kommunikations- und Steuerungskosten minimieren. Aus Datenschutzgründen wird häufig eine vorrangig dezentrale Datenhaltung und ausschließlich lokale Optimierung gefordert. Diese stoßen jedoch schnell an Ihre Grenzen. Es sind daher datenschutzkonforme Energieinformationsnetze zu entwickeln, die detaillierte Verbrauchsdaten generieren, ihren Austausch zwischen arktteilnehmern und eine hochfrequente, automatisierte Interaktion mit Lasten und Erzeugungseinheiten ermöglichen. Im Vortrag werden verschiedene Architekturvorschläge für Energieinformationsnetze diskutiert und insbesondere die inhärenten Zielkonflikte zwischen Datenschutz, Geschäftsmodellen und
Versorgungssicherheit adressiert.




Ansprechartner(in) Extern:
Prof. Dr. Hans Dieter Hellige

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