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Universität Bremen - Fachbereich 3 - Informatik

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Hybridnetze für die Energiewende zwischen zentralen und dezentralen Systemarchitekturen



Datum: 08.01.2014
Uhrzeit: 16:00-18:00 Uhr (c.t.)

Ort: BIBA Auditorium


Vortragende(r): Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff (Universität Oldenburg)

Eine der zentralen Herausforderungen der sogenannten Energiewende – begründet vor allem durch den hohen Anteil von volatil einspeisenden erneuerbaren Energieumwandlungsanlagen (EE-Anlagen) – ist die zunehmend auftretende „Speicherlücke“ im elektrischen Energieversorgungssystem. Der Begriff Speicherlücke umschreibt dabei fehlende Flexibilitäten im Stromnetz, um in Schwachlastzeiten überschüssige elektrische Energie speichern zu können und diese in Starklastzeiten wieder bereitzustellen. Hybridnetze stellen eine mögliche Lösung für diese Herausforderungen im Umgang mit stark schwankender Residuallast dar.

Unter einem Hybridnetz versteht man ein energiedomänenübergreifendes (oder auch intersektorielles) Energiesystem, in dem Energie jeweils in ihrer aktuellen Form verbraucht, ge- speichert oder transportiert oder aber über eine Konversion in eine andere Energieform gewandelt werden kann, in der sie wiederum verbraucht, gespeichert oder transportiert werden kann. Diese Möglichkeit der Transformation von Energie besitzt großes Potenzial für eine größere Flexibilität und Stabilität im Energiesystem. So können Kosten gespart werden, wenn günstigere Speicher- oder Transportkapazitäten genutzt oder auf diese Weise das Abschalten von Einspeisung aus fluktuierenden EE-Anlagen vermieden werden kann.

Der Vortrag präsentiert die Ergebnisse der acatech-Projektgruppe „Hybridnetze“ und diskutiert die Anforderungen solcher domänenübergreifender Systeme an Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), mögliche Systemarchitekturen sowie die letztlich notwendige „Systemintelligenz“, um derartige Hybridnetze nachhaltig zu betreiben.




Ansprechartner(in) Extern:
Prof. Dr. Hans Dieter Hellige

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