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Lehre im Sommersemester 2008
| Computergestützte Arbeitsprozesse | 03-05-H-801.04 |
| Susanne Maaß |
ECTS: 6 |
| Kurs |
4 SWS |
| Mo 13:00 - 17:00 (ab 14.04.2008) | MZH 5210 |
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ab 5. Semester, Voraussetzung für die Teilnahme ist der Besuch des Kurses 901.01
Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Analyse der Arbeitssituation von Beschäftigten, die eingebunden in eine organisatorisch-technische Struktur ihre Aufgaben unter Verwendung von Software erledigen (soziotechnisches System). Ausgehend von arbeitspsychologischen Leitvorstellungen guter Arbeitsgestaltung sollen ihre Aufgaben im Detail betrachtet und die unterstützende Software auf ihre Eigenschaften und Wirkungen untersucht werden (u.a. Aufgabenangemessenheit, Benutzbarkeit). Es wird eine möglichst große Vielfalt computergestützter Arbeitsprozesse in verschiedenen Branchen behandelt, z.B. Verwaltungsarbeit (Einkauf, Personalwesen), Prozessplanung und –steuerung (Produktion, Logistik, Verkehrsüberwachung), interaktive Dienstleistungsarbeit (Call Center, Reisebüro, Arztpraxis), Konstruktionstätigkeit, Labortätigkeiten, Nachrichtenproduktion.Themen: Computergestützte Arbeitstätigkeiten, soziotechnische Gestaltung, Arbeits- und Gesundheitsschutz, menschengerechte Aufgabengestaltung, Aufgabenanalyseverfahren, organisatorisch-technische Trends (z.B. BPR, CRM, Workflow, Wissensmanagement, integrierte betriebswirtschaftliche Systeme), ausgewählte Software, ergonomische Softwaregestaltung, Softwareevaluation.
Die Studierenden besuchen Betriebe und untersuchen exemplarisch Arbeitsplätze nach vorgegebenen Methoden und Kriterien. Ihre Ergebnisse stellen sie im Kurs zur Diskussion.
Literatur
Rolf, A.: Grundlagen der Organisations- und Wirtschaftsinformatik. Springer, Berlin, 1998
Richenhagen, G., Prümper, J. und Wagner, I.: Handbuch der Bildschirmarbeit. Luchterhand, Neuwied, 1997,
Dunckel, H., Volpert, W., Zölch, M., Kreutner, U., Pleiss, C. und Hennes, K.: Leitfaden zur Kontrastiven Aufgabenanalyse und –gestaltung bei Büro- und Verwaltungstätigkeiten. Das KABA-Verfahren. Handbuch und Manual. Verlag der Fachvereine, Zürich, 1993 und weiteres.
Material (Stand 2005/2008)
- Gliederung (2008)
- Scheinkriterien (2008)
- Literaturliste (2008)
- Prüfungsfragen (2008)
Texte
- Günther Voss: Wenn der Konsument zum Mitarbeiter wird
- Florian Theißing, Susanne Maaß: KABA im Call-Center
- Susanne Maaß, Florian Theißing, Margita Zahlmann: Neue Aufgabengestaltung und ergonomische Software im Call-Center
- Susanne Maaß, Florian Theißing, Margita Zahlmann: Computereinsatz und Arbeitsgestaltung in Call-Centern
- Margrit Falck: Arbeit in der Organisation
- KABA Verfahren
- KABA Antwortblätter
- Erläuterungen zu den Antwortblättern
- Karl-Heinz Roediger: Arbeitsanalyse und Softwareentwicklung
- Folien Flugsicherung (2005)
- Marina Jirotka and Lincoln Wallen: Analysing the workplace and user requirements: challenges for the development of methods for requirements engineering
Folien
- Skript Kap.0 (2008)
- Skript Kap.1 (2008)
- Skript Kap.2 (2008)
- Skript Kap.3 (2008)
- Skript Kap.4 (2008)
- Skript Kap.5 (2008)
- Skript Kap.6 (2008)
Texte zu den Kapiteln
- Kap0 Maaß, Resch: Gesundheitsschutz an Bildschirmarbeitsplätzen rechnet sich
- Kap1 Riese: Bildschirmarbeits-Verordnung (2,8 MB)
- Kap2 "Ergonomische Anforderungen ...", Auszug aus DIN EN 9241-2
- Kap2_KABAKurz.pdf
- Kap2_Kaba_Analyse.pdf
- Kap2 Übung Radio Neufunk
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Kap2 Konrad Leitner: Kriterien und Befunde zu gesundheitsgerechter Arbeit - Was schädigt, was fördert die Gesundheit?
- Kap2 Eberhard Ulich, Arbeitspsychologie, S. 155-164
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| „Dienstleistungsarbeit, (mobile) Technologien und Gender. Welche technische Unterstützung bekommt Frauenarbeit?“ (Projekt A, Bachelor Gender Studies)
| ZGS-08-PA |
| Susanne Maaß, Carola Schirmer |
ECTS: 12 |
| Projekt |
4 SWS |
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Da die Anzahl der TeilnehmerInnen begrenzt ist, steht diese Veranstaltung aller Voraussicht nach nur Studierenden des BA-Nebenfachstudiengangs "Gender Studies" offen.
Technikentwicklung und -gestaltung geschieht auf der Basis eines Verständnisses von Welt. Der abstrahierende Blick, auf dessen Einübung in der Ausbildung von TechnikerInnen besonderes Gewicht gelegt wird, arbeitet auf der Grundlage vorgän-gig geformter Konzepte und Annahmen. Abstraktion ist damit individuell und gesell-schaftlich geprägt, die Wahrnehmung vermeintlich „objektiver Fakten“ ist tatsächlich selektiv und formt das Ergebnis. So wirken sich die Geschlechterverhältnisse letztlich auf die Technikgestaltung aus.
Das Projekt behandelt das Thema Technikgestaltung am Beispiel der Informations-technik, insbesondere der sog. „mobilen Technologien“, aus der Genderperspektive. Vor dem Hintergrund der Geschlechterverhältnisse soll Annahmen und Ausschlüs-sen bei der Entwicklung bestehender Software und Geräte zur Unterstützung von Dienstleistungsarbeit nachgegangen werden. Von besonderem Interesse sind Dienstleistungstätigkeiten, die als „typisch weibliche Arbeit“ gelten bzw. vorwiegend von Frauen ausgeübt werden.
Wir wollen uns auf theoretischer Ebene und aus der Sicht der Geschlechterforschung mit Dienstleistungsarbeit befassen und außerdem konkrete Arbeitsprozesse in ver-schiedenen Dienstleistungsbereichen intensiv erkunden. Es soll z.B. folgenden Fra-gen nachgegangen werden: Welche Qualifikationen erfordert eine Tätigkeit? Inwie-weit ist sie professionalisiert? Welchen gesellschaftlichen Status haben Beschäftigte in diesen Berufen? In welche Richtung laufen Rationalisierung, Automatisierung oder auch Unterstützung in diesen Beschäftigungsbereichen?
Neben dieser Analyse des Bereiches, in dem Technik eingesetzt werden soll, gehört zur Genderforschung in der Informatik auch stets ein konstruktiver Teil: In Zusam-menarbeit mit den jeweiligen Beschäftigten sollen („partizipativ“) neue Ideen und Konzepte für angemessene Arbeitsunterstützung, vorzugsweise durch mobile Tech-nologien, konzipiert werden. Ziel ist die Ausrichtung von Systemen auf eine breite Diversität von BenutzerInnen und Benutzungssituationen.
Im ersten Projektsemester beschäftigen wir uns am Beispiel der Softwareentwicklung mit Leitvorstellungen und Kriterien guter Technikqualität. Es soll deutlich werden, dass mit Hilfe von partizipativen Entwicklungsverfahren eine an den BenutzerInnen und ihren Aufgaben ausgerichtete („sozial-orientierte“) Gestaltung erreicht werden kann. Die bewusste Einbeziehung von Ergebnissen der sozialwissenschaftlichen Genderforschung hilft sowohl bei der Analyse als auch bei der Gestaltung. Ein be-sonderes Augenmerk soll auf den Einsatz von mobilen Technologien gelegt werden. Die Studierenden übernehmen Referate.
Im zweiten Projektsemester sollen die Studierenden in Gruppen von zwei bis drei Personen ein selbst gewähltes Fallbeispiel wie oben skizziert bearbeiten. Mögliche Bereiche sind z.B. Call-Center, Reisebüros, Altenpflege, stationäre Krankenpflege, Verkaufsarbeit, Ernährungsberatung. Das wöchentliche Projektplenum dient der Dis-kussion von Planung, Vorgehen, Ergebnissen, Problemen und gemeinsamen Frage-stellungen. Über das Fallbeispiel ist als Leistungsnachweis eine Hausarbeit anzufer-tigen und eine mündliche Präsentation zu geben.
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| BiBer: Beratung in der elektronischen Bibliothek | 03-05-H-902.57 |
| Susanne Maaß, Maike Hecht |
ECTS: 10 |
| Projekt |
4 SWS |
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Projektlaufzeit: WS 2006/2007 – SS 2008
Im Projekt BiBer (Bibliothek und Beratung) werden wir eine Web-Schnittstelle für EndnutzerInnen der E-LIB (electronic library) der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen entwerfen und implementieren. Die E-LIB bietet integrierten Zugang zu heterogenen, verteilten Datenbanken mit Literaturnachweisen als Metadaten, aber auch Zugriff auf Volltexte. Solche Systeme stellen komplexe Anforderungen an die Gestaltung der Suchoberfläche.
Ziel des Projektes ist die Erarbeitung begründeter Vorschläge und Konzepte für die bestmögliche Unterstützung der NutzerInnen bei der Literaturrecherche. Dabei sollen das Fachwissen und die Erfahrungen des Bibliothekspersonals (vorhandene "(Wo)manpower") genutzt und für die elektronische Suche ausgewertet werden.
Wir wollen die Anforderungsanalyse vor Ort durch Befragungen und Beobachtungen von MitarbeiterInnen der SuUB und NutzerInnen der E-LIB durchühren und diese mittels Methoden der partizipativen Softwareentwicklung auch kontinuierlich an der Gestaltung der Web-Schnittstelle beteiligen.
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