Frauenforschung und Technik

 

 

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WS 1999/2000

 

Lehre im WS 2000/2001

Projekt "Informationssystem Informatik"03-859
Susanne Maaß
Corinna Bath
ECTS: 10
Projekt 4 SWS  

Projekt ISI "Informationssystem Informatik" soll ein System konzipiert werden, das über die Informatik in Bremen (und anderswo?) und über Berufsperspektiven für InformatikerInnen informiert und berät.

Das System soll sich an Personen wenden, die sich nach interessanten Studienfächern umsehen (z.B. SchülerInnen, StudienfachwechslerInnen) und solche, die sie dabei beraten (z.B. Eltern, BerufsberaterInnen, LehrerInnen). Voraussetzung für die Entwicklung interessanter Konzepte ist eine sorgfältige und detaillierte Anforderungsanalyse, die unter Verwendung von Methoden der partizipativen Softwaregestaltung durchzuführen ist.

Es ist zu erforschen, was eigentlich unter guter Information, Beratung und Hilfestellung zu verstehen ist und wie Informationen multimedial angemessen und ansprechend darzustellen sind. Der "gesunde Menschenverstand" reicht hierfür bei weitem nicht aus. Der Gegenstandsbereich "Informatik" und "Tätigkeiten von InformatikerInnen" ist zu durchschauen und zu beleuchten.

Teilaspekte des Systems werden prototypisch realisiert und mit potentiellen BenutzerInnen evaluiert.

 
  
Methoden partizipativer Systementwicklung03-812
Susanne Maaß ECTS: 6
Kurs 2 SWS  

Wenn zukünftige Benutzerinnen und Benutzer an Systementwicklungsprozessen beteiligt werden, ist die Chance größer, dass die entstehenden Systeme ihre Zielgruppe angemessen bei ihrer Arbeit unterstützen. Die Zusammenarbeit von BenutzerInnen und SystementwicklerInnen ist allerdings nicht immer erfolgreich: Zwei Erfahrungswelten begegnen einander, in denen verschiedene Sprachen gesprochen werden und unterschiedliche Werte und Prioritäten gelten. InformatikerInnen müssen lernen, Brücken zwischen diesen Welten zu bauen.

In unserem Seminar wollen wir verschiedene Methoden der gemeinsamen Arbeit vorstellen, ausprobieren und reflektieren. Sie eignen sich jeweils für unterschiedliche Phasen der Systementwicklung, von der Anforderungsanalyse bis zur gemeinsamen Software-Evaluation.

 
  
Computer und Persönlichkeit03-853
Susanne Maaß ECTS: 4
Seminar 2 SWS  

Worin besteht Computerfaszination? Wer schätzt Computerspiele (und warum)? Verlieren oder gewinnen wir Fähigkeiten, wenn wir viel computergestützt kommunizieren - oder beides? Gibt es den typischen Informatiker? (die Informatikerin?)

Wir werden uns mit Theorien und Forschungsergebnissen beschäftigen zur Frage, auf welche Faktoren Computerfaszination oder -ablehnung zurückzuführen sind und welche Auswirkungen der Umgang mit Computern und die sich entwickelnde "Computerkultur" in unserer Gesellschaft auf menschlichen Verhaltensweisen und Fähigkeiten hat.

 
  
Technik und Geschlecht03-854
Corinna Bath ECTS: 4
Seminar 2 SWS  
Die Frauen- und Geschlechterforschung hat gezeigt, daß eine Ignoranz bzw. Ausblendung der Kategorie Geschlecht zu einseitigen Fragestellungen, Methoden und Ergebnissen, d.h. zu einer verengten Wissenschafts- und Technikentwicklung führt. Gleichzeitig sind Forschungen, die Unterschiede zwischen Frauen und Männern in den Vordergrund stellen, in den Verdacht geraten, die Geschlechterhierarchie wiederherzustellen und zu stabilisieren. Damit befinden wir uns in einem Spannungsfeld von bestehenden Differenzen und angestrebter Nichtwirksamkeit von Geschlecht. Ziel des Seminars wird es sein, dies in die Gestaltungsperspektive einfließen zu lassen: Wie können wir Technologien und Software innerhalb ihrer arbeits- und lebensweltlichen Einbettung so gestalten, dass Geschlechterdifferenz abgebaut und der Geschlechterhierarchie entgegengewirkt wird? Die Beantwortung dieser Frage setzt eine differenzierte Analyse voraus. Anhand von wissenschaftlicher Literatur, eigenen Erfahrungen und Erprobungen werden wir Beispiele aus der computergestützten Kommunikation mit einem für die Geschlechterperspektive geschärften Blick untersuchen.  
  
Interdisziplinäres Forschungskolloquium des ZFS
Susanne Maaß
Professorinnen des ZFS
 

Das Zentrum für feministische Studien hat sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Gesellschafts- und Kulturwissenschaften auf der einen und Technik- und Naturwissenschaften auf der anderen Seite zum Ziel gesetzt. Interdisziplinäres Arbeiten erfordert einen kontinuierlichen Verständigungs- und Vermittlungsprozeß, da sich die Inhalte und Methoden, die Fachkulturen und Fachsprachen stark voneinander unterscheiden, selbst gleichlautende Begriffe meinen oft Verschiedenes.

Das interdisziplinäre Kolloquium bietet den Raum, Arbeitsschwerpunkte der Mitglieder des ZFS und anderer Bremer Frauen- und Geschlechterforscherinnen vorzustellen und damit auch Einblicke in die jeweiligen Fachkulturen zu eröffnen. So werden die unterschiedlichen Ausgangspositionen für eine Zusammenarbeit deutlich und es wird eine Basis für gemeinsame Diskussionen und Projekte geschaffen.

 
  
 
 
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