Wie geplant vollzog sich die Ankunft der meisten Projektler bis zur Ankunftszeit um 9.30 Uhr. Danach regelte Oliver mit der Herbergsleitung die organisatorischen Sachen und fragte nach den von uns zu belegenden Räumen, woraufhin wir einige Vierbett- und Sechsbettzimmer zugewiesen bekamen, die bis 9.45 Uhr von uns belegt wurden. Nun trafen wir uns in dem uns zugesprochenen Seminarraum und paßten die Sitzgelegenheiten unseren Bedürfnissen an, indem wir Tische und Stühle zu einer Hufeisenform rückten, die zur Wand, an der später mit einigen Problemen eine Leinwand aufgehängt wurde, auf die dann mit dem Tageslichtprojektor die Folien der verschiedenen Vorträge projeziert wurden, offen war und somit den meisten Projektlern eine optimale Sicht ermöglichte. Das Umräumen des Seminarraumes dauerte bis 10.00 Uhr.
Nachdem einigermaßen Ruhe eingekehrt war, trat zunächt das Organisationskomitee auf den Plan, sprich vor die noch nicht aufgehängte Leinwand, und warf die Frage des Zeitplans auf und natürlich welche Themen überhaupt behandelt werden sollten. BKB gab den Hinweis, daß sich die Projektler erst einmal kennenlernen sollten, woraufhin es eine kleine Diskussion gab und das Kennenlernen auf Abends in der freien Zeit verschoben wurde. Es folgten nun wirklich ernsthafte Vorschläge für Themen:
Allgemeines Ziel, so BKB, sei das Einmünden in eine Diskussion, in der folgende Fragen beantwortet werden sollen:
An dieser Stelle warf Holger ein, daß von Ulrich Nehmzow ein Angebot vorliege, nach Manchester zu kommen, das unbedingt diskutiert werden müsse.
Den ersten Lagebericht einer AG gab Patrick für die Neuronalen Netze. Dabei wies er daraufhin, daß noch Plätze für Interressierte frei wären. Danach berichtete eine Gruppe von ihren Versuchen mit den Ultraschallsensoren und den ersten Problemen, die auftraten. Bei der Bildverarbeitungsgruppe wurde ebenfalls von Problemen Bericht erstattet, die sich hauptsächlich auf die Diskompatibilität von Software bezogen. Auch die Rollstuhlgruppe war nicht frei von Sorgen mit der Längenmessung. Dann trat Andreas Bühlmeier stellvertretend für die CAN-Bus-Gruppe vor und versuchte verzweifelt, die Leinwand aufzuhängen. Erst nach Mithilfe eines weiteren Projektlers konnte Andreas endlich seine Folien auf dem von BKB mitgebrachten Tageslichtprojektor auflegen. Er referierte über die CAN-Bus-Schnittstellen und die Möglichkeiten zur Ansteuerung über verschiedene Sensorarten. Danach ergab sich eine Diskussion, was überhaupt für Sensoren eingesetzt (Kamera, Ultraschall, Infrarot) und wie diese finanziert werden sollen. Es ergab sich ebenfalls die Frage aufgrund der Leistungsfähigkeit des CAN-Busses, ob überhaupt ein hochwertiger PC von Nöten ist oder alles über ein verteiltes System ablaufen kann. Weiterhin gab es den Vorschlag mit dem Lichtkompass, den Nehmzow vorgestellt hatte, zu experimentieren und diesen evtl. einzusetzten.
BKB gab jetzt eine Ausblick auf zukünftige Perspektiven. So beschäftigt sich ERNO mit Raumfahrtrobotik und entwickelte in diesem Zusammenhang im AMTEK Projekt einen Roboterarm, der uns evtl. zum Experimentieren zur Verfügung gestellt wird. Ansprechpartner bei ERNO ist Dr. Kellner.
Gegen 11.00 Uhr wurde noch einmal die Frage der Projektscheinkriterien aufgeworfen und zufriedenstellend geklärt. Scheinkriterien sind u.a.:
Lediglich eine Frage blieb offen, und zwar, ob das Projekt im Gebiet der praktischen oder angewandten Informatik anzusiedeln sei, da dies sich auch auf die gemachten Scheine auswirke. Auch nach längerer Diskussion kam man nicht zu einem Konsens, es könne jedoch beantragt werden, daß Scheine für das Teilgebiet angewandte Informatik anerkannt werden.
Um 11.30 wurde schließlich der Vorschlag Holgers, nach Manchester zu fahren, diskutiert. Holger gab dabei noch einen kurzen Bericht über seinen Besuch bei Nehmzow in Edingburgh vor einigen Jahren. Er schlug vor, Selbstinitiative zu zeigen und Nemzow selber anzusprechen. Die Fahrt nach Manchester sollte, wenn möglich, noch vor dem SS 95 erfolgen, wobei zuvor Nehmzow noch einmal nach Bremen eingeladen werden solle. Nach einer weiteren Diskussion dieses Vorschlags wurden Kaffe und Tee aufgedeckt, die Vormittagsrunde beendet.