- TOP:Bericht aus Manchester
Andreas, Holger, Jürgen und Manfred berichteten über ihre in
der Zeit vom 8. bis zum 20. Mai in Manchester gesammelten
Erfahrungen:
- Andreas stellte zuerst die vorhandene und genutzte Ausrüstung
vor: Der dort zur Verfügung stehende Roboter
(der wohl allen SAUS'lern in etwa bekannt ist) ist mit
Ultraschall- und Infrarotsensoren, Odometrie und einer
zusätzlichen
CCD-Kamera bestückt. Gesteuert wird er von einem
aufgesetzten Laptop, der unter DOS mit Borland-C
programmiert wurde. Es standen weiterhin einige
Werkzeuge, beispielsweise zum Abfragen des Joysticks
oder der Kamera, sowie ein Programm zum überwachten Lernen
bereit.
- Holger berichtete dann über das vorhandene Steuerprogramm,
daß im wesentlichen auf einem Perzeptron basiert. Diesem
mußten Vorgaben über das gewünschte Verhalten mit Hilfe eines
angeschlossenen Joysticks gemacht werden. Es zeigte sich, daß
der Roboter dabei dazu neigte, übertrieben große Kurven zu
fahren und daß das Gelernte jeweils schnell wieder vergessen
wurde.
- Jürgen präsentierte daraufhin eine eigene getestete Variante,
das sogenannte CN-Netz, welches das Perzeptron ersetzen sollte.
Das CN-Netz basiert auf den Ideen des Competitive Netzes
und hat entfernte Ähnlichkeit zu den ART-Netzen.
Es ist einfach zu programmieren, lernt sehr schnell, vergißt
nur sehr wenig und wächst während des Lernvorganges. Es hat
sich im Vergleich zu anderen Netzen für die gestellte Aufgabe
am besten bewährt.
- Holger stellte dann die Ergebnisse der Sensorvorverarbeitung
dar. Es zeigte sich, daß die IR-Sensoren ein teilweise
problematisches Verhalten zeigten, da sie bei schwarzer Pappe
in sieben Zentimetern Entfernung und einer weißen Wand in ca.
einem Meter Entfernung die gleichen Werte zurückgaben. Die
Sonarsensoren hingegen lieferten von ca. 10cm bis hin zu 7m
gute Werte. Das Verhalten des Roboters war schließlich auch
mit und ohne IR-Sensoren nahezu gleich. Die Odometrie war
seiner Meinung nach brauchbar, die Videoverarbeitung jedoch
für den praktischen Einsatz zu langsam, sie lieferte nur
maximal 4 Bilder pro Sekunde.
- Manfred berichtete dann über die durchgeführten Tests. Es wurden
zwei Verhalten versucht zu realisieren:
- Box pushing: Der Roboter sollte lernen, einen (stabilen)
Pappkarton an die Wand zu schieben, bis die Bumper
ansprechen.
- Path following: Der Roboter sollte lernen, einem
vorgegebenen Pfad zu folgen.
Die Ergebnisse des zweiten Experimentes wurden dann von
Manfred eingehend erläutert: Es sollte zum einen gelernt werden,
einen
Gang zu verfolgen und bei einer bestimmten Tür umzukehren, zum
anderen sollte das Labor in einer acht-ähnlichen Form durchfahren
werden. In dem Laborexperiment wurde dem Roboter der zu
fahrende Weg drei mal gezeigt (mit dem Joystick abgefahren),
um ein stabiles Verhalten zu bekommen war es dann noch nötig,
Problemstellen nachzutrainieren. Die besten Ergebnisse
wurde mit der Kombination von IR-Sensoren, US-Sensoren und
Kompaß erzielt. Experimente mit der Berücksichtigung von
zeitlichem Wissen wurden aus Zeitgründen nicht mehr
durchgeführt.
- Andreas stand schließlich noch für allgemeine Fragen zur
Verfügung. Dies mündete in eine Diskussion über Sensoren
und gelieferte Sensordaten.
Während des Vortrages wurden Bilder aus Manchester herumgegeben.
- TOP:Güter-Lokalisierungs-Vorführung bei OHB
BKB berichtete von einem Gespräch mit einem Mitarbeiter der Firma
OHB, die sich mit Satellitensystemen und der Güterlokalisierung
und -verfolgung befaßt. OHB verkauft ein GPS-System,
welches eine Positionsbestimmung auf ca. 15m ermöglicht und etwa
1000 DM kosten soll. Interessant wäre dies für den Außeneinsatz
unseres Rollstuhls. Weiterhin ist es möglich, demnächst eine
Demonstration dieses Systems zu veranlassen, was auf allgemeine
Zustimmung stieß.
- TOP:Beschaffung weiterer Sensoren
Kurz vor Ende wurde noch die Frage angeschnitten, welche
zusätzlichen Sensoren für unser Projekt nötig seien. Thomas Röfer
und die Mitglieder der Gruppe 42 beantragten die Anschaffung
eines Kompasses. Thomas wollte sich bis zum nächsten Treffen
um einen Preis erkundigen.
Andreas war der Meinung, daß es
sinnvoll wäre, vier weitere US-Sensoren mit schmalerer Keule
anzuschaffen.
- TOP:Vortrag der Verden-Dias
Die letzten sieben Minuten des Plenums wurden von Andree genutzt,
um die Dias, die er bei unserer letzten Projektfahrt nach Verden
gemacht hatte, vorzuführen.