Protokoll vom SAUS-Projekttreffen am 20. April 1995
Einleitung
Beinahe pünktlich begann das erste Projekttreffen im neuen Semester. Die Leute waren die alten, der Raum jedoch war neu (Position: MZH 5210, Zustand: Gro&slig; und
hei&slig;).
Inhalt
Das Organisationskomitee zeigte gleich Initiative und schrieb eine Art
Ablaufplan an die Tafel:
- Berichte der Gruppen
- Pflichtscheine für Projekt
- Benotung für WS
- Benotbare Leistungen für SS
BKB zeigte sich mit dieser Liste prinzipiell einverstanden, hatte aber noch
einige Punkte hinzuzufügen:
- Studienfahrt
- Projektfahrt
- Bemerkungen zu WS
Die Fülle, der zu besprechenden Themen, nahm erschreckende Ausma&slig;e an und meine "Freude", das Protokoll machen zu "dürfen", stieg ins Unerme&slig;liche. Zu allem
Übel, mu&slig;te AXEL LANKENAU (Organisationskomitee) plötzlich auch noch einen
ungewöhnlichen Vorschlag machen. Man sollte doch das Protokoll bis zum nächsten Montag fertig haben und es dann an das Projektbrett hängen, meint er. Sein
Vorschlag wurde fast einstimmig angenommen. So ist es geschehen, und so habe iches geschrieben.
Ablauf
BKB begann mit dem Thema: "Bemerkungen zu WS". Positiv überrascht war er von derQualität unserer Seminarausarbeitungen. Negativ aufgefallen ist ihm nichts
direkt, nur sollte die Mitarbeit an den Arbeitsgruppen ausgewogener und
euphorischer sein.
Das nächste Thema war: "Pflichtscheine für Projekt". BKB teilte uns mit, da&slig; es dieses Semester keine Pflichtscheine für das Projekt gibt. Es existieren jedoch diverse empfehlenswerte Vorlesungen. Hier ist eine Liste:
- Maschinelles lernen
- Maschinelles sehen
- Aktives sehen
- Tränen der Königen
- Grundlagen und Anwendungen der KI
- Mathematische Grundlagen neuronaler Netze
- Lernen und Orientierungsverhalten bei Insekten
Nachdem das erledigt war, ging es um die "Benotungen für WS und SS". BKB hat
vor, uns unseren aktueller Notenstand jedes Semester mitzuteilen. So wissen wir genau, ob wir in Panik geraten dürfen oder nicht. Die Note des WS setzt sich ausdem Vortrag, der schriftlichen Ausarbeitung und der Gruppenmitarbeit zusammen.
In den weiteren Semestern soll das ähnlich laufen. Unsere momentane Note
erfahren wir nächste Woche.
Dann kamen wir zu der "Projekt- und Studienfahrt". Am 1. Mai werden vier
Betreuer nach Manchester fliegen. Im September, dürfen wir dann auch mal mit. Eswird wahrscheinlich DM 500+Flug kosten. Sechs Interessenten haben sich gefunden.Zuschüsse sind nicht zu erwarten. Während der Projektfahrt werden wir uns
voraussichtlich am 4. und 5. Mai, irgendwo in Syke aufhalten.
Es folgten die ,"Berichte der Gruppen". Die Berichte wurden kurz und formlos von einigen Gruppenmitgliedern vorgetragen. Zusammengefa&slig;t und aufbereitet sieht dasdann so aus:
Neuronale-Netze Gruppe
Diese Gruppe hat, mit Hilfe von SimRobot, Nehmzows Theorie ausprobiert. Die
Hindernisvermeidung erfolgte hierbei mit einem trainierten Neuronalen-Netz.
Nächste Woche soll es eine Vorführung geben. Ein Vortrag ist ebenfalls
irgendwann zu erwarten.
In der Zukunft plant die Gruppe SimRobot durch einen Fischertechnik-Roboter zu
ersetzen.
CAN-Bus Gruppe
Die Aktoren und Sensoren des Rollstuhls wurden zu Knoten zusammengefa&slig;t, die
jeweils von Zweiergruppen bearbeitet wurden. Es traten diverse Hardware- und
Softwareprobleme auf.
Das Problem der Radbewegungsmessung ist bewältigt worden.
Ultraschall Gruppe
Befestigungen für die Ultraschallsensoren sind noch nicht vorhanden aber angefordert. Es wurde die Frage diskutiert, wie die Sensoren feuern sollen.
Als nächstes stehen Experimente mit Papprollen an, um die Fähigkeiten der
Sensoren ermitteln.
Taktile Gruppe
Der Taktilen Gruppe ist aufgefallen, da&slig; der Rollstuhl beim Rangieren Probleme
hat. Kollisionen können nicht erfa&slig;t werden, deshalb haben sie einen neuen
Tastsensor entwickelt. Wichtig war es, den Sensor möglichst schmal zu halten,
damit der Rollstuhl nicht zu Breit wird. Die Konstruktion eines funktionsfähigenPrototypen ist gelungen.
Bildverarbeitungsgruppe
Die Bildverarbeitungsgruppe ist kurz davor, eine Interface für Khoros zu
fertigzustellen, um Bildfolgen direkt mit SimRobot erstellen zu können. Diese
Bildfolgen sollen dann zur Erstellung von Flu&slig;feldern verwendet werden. Mit
Flu&slig;feldern ist es möglich, einen Roboter kollisionsfrei durch eine ihm
unbekannt Umgebung autonom zu bewegen.
Des weiteren wurden mit SimRobot diverse Zenarien erstellt, um die Problematik
der Wandverfolgung und Raumzentrierung zu analysieren. Hierzu wurden
Tiefenbilder verwendet. Momentan wird an den Formeln zur Berechnung von
Flu&slig;feldern gearbeitet. Demnächst wird au&slig;erdem noch die neuste Khoros Version
installiert.
In naher Zukunft sollen Khoros und SimRobot miteinander verknüpft werden. In
"ferner" Zukunft wird SimRobot dann durch eine Kamera ersetzt, und die ersten
Tests in der echten Welt können gestartet werden.
Letzte Meldungen
- Am Schlu&slig; wurde noch abgemacht, da&slig; das Projekttreffen in Zukunft von
15:00-17:00 stattfindet und die Gruppentreffen danach.
- Christoph berichtete noch von einer neuen Farbkamera, die uns jetzt zur
Verfügung steht. Später soll diese vielleicht sogar noch zu einem Stereosystem
ausgebaut werden.
- Das Entstehen einer neuen Gruppe, die sich mit SimRobot und Weltmodellen beschäftigt, ist von BKB angeboten worden.
- Fortschritte und Probleme der einzelnen Gruppen sollen jede Woche
besprochen werden.
Arend Behrens (joker@informatik.uni-bremen.de)