Partizipative Softwareentwicklung

Susanne Maaß

Eine von zwei Alternativen im Modul "Softwareentwicklung und Arbeitsgestaltung"

Wenn zukünftige Benutzerinnen und Benutzer an Systementwicklungsprozessen beteiligt werden, ist die Chance größer, dass die entstehenden Systeme ihre Zielgruppe angemessen bei ihrer Arbeit unterstützen. In der Zusammenarbeit von BenutzerInnen und SystementwicklerInnen begegnen sich Erfahrungswelten, in denen verschiedene Sprachen gesprochen werden und unterschiedliche Werte und Prioritäten gelten. InformatikerInnen müssen lernen, Brücken zwischen diesen Welten zu bauen. Der Kurs besteht aus Vorlesungen, studentischen Vorträgen und von TeilnehmerInnen vorbereiteten Sitzungen, in denen wir gemeinsam eine Reihe von Methoden erproben. Die Methoden eignen sich schwerpunktmäßig für die Anforderungsanalyse und sind daher wichtig für alle, die in Projektgruppen Software entwickeln.

03-MB-801.04/2


Kurs
4 SWS, ECTS: 10

Do., 12 - 16 Uhr
MZH 1470

Stud.IP

Berufsbild der Informatik

Susanne Maaß

Die Kernfrage der Veranstaltung lautet: Welche Art von Funktionen und Tätigkeiten übernehmen Diplom-InformatikerInnen im Beruf? An drei Terminen werden jeweils drei AbsolventInnen der Bremer Uni-Informatik eingeladen, die anhand eines von den Studierenden vorher erarbeiteten Fragenkatalogs über ihre Erfahrungen bei der Arbeitsplatzsuche, bei der Einarbeitung und im beruflichen Alltag berichten. Sie reflektieren auch darüber, welche Teile der Informatikausbildung ihnen dabei am meisten helfen. An einem weiteren Termin berichten Selbstständige. Jeder Gast wird danach von einer StudentIn des Seminars am Arbeitsplatz besucht und befragt, um einen noch genaueren Eindruck von ihrem Arbeitsumfeld und den Inhalten und Projekten zu erhalten, an denen sie arbeiten. Eine schriftliche Ausarbeitung vermittelt diese Einblicke auch an die anderen SeminarteilnehmerInnen.

An weiteren Terminen werden Vorträge von Studierenden gehalten, in denen es um die allmähliche historische Ausformung des Berufsbildes der Informatik, die Abgrenzung der universitären Ausbildung gegenüber nicht-universitären Informatik-Ausbildungen, Medien/Portale und Institutionen der Berufsberatung, den aktuellen Arbeitsmarkt für InformatikerInnen, Gründe für und Auswirkungen von Outsourcing/Offshoring im Informatikbereich sowie die Wirkungen neuer, mobiler Arbeitsformen auf die Gesundheit von und Kompetenzanforderungen an InformatikerInnen geht.

An einem extra Termin wird mit allen Interessierten ein großer Informatikdienstleister besucht, der Auskunft über seine Projekte, seine Erwartungen an Informatikfachkräfte und seine Arbeitsbedingungen gibt.

03-BE-803.07


Seminar
2 SWS, ECTS: 4

Di., 16 - 18 Uhr
MZH 1460

Stud.IP

IT-gestützte Beratung bei der Literaturrecherche

Carola Schirmer

In diesem Projektseminar beschäftigen wir uns damit, wie Studierende bei der Informationssuche und -bearbeitung vorgehen und von BibliothekarInnen unterstützt und beraten werden. Darauf aufbauend werden partizipativ Ideen für IT-Unterstützung zur Förderung von Informationskompetenz entwickelt und als Prototypen entworfen.

Für diese Aufgaben eignen sich die TeilnehmerInnen Wissen über das Anwendungsgebiet und über das methodische Vorgehen an.

Anwendungsgebiet

  • Lernen
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Informationskompetenz
  • IT-gestütztes Lernen
  • IT-gestützte Beratung

 

Methoden

  • Leitfaden-Interviews: Durchführung und Auswertung
  • Critical Incident Technique
  • Kollaborative Entwicklung von Szenarien
  • Kollaborative Entwicklung von Konzepten und Prototypen

 

Das Seminar findet überwiegend als Blockveranstaltung im Februar und März 2014 statt. Ich bitte InteressentInnen, sich frühzeitig einzutragen und an der Festlegung der weiteren Termine zu beteiligen.

03-ME-899.99e


Seminar
2 SWS, ECTS: 4

Erster Termin: 17.1.2014, 14-16
Raumangabe folgt

Stud.IP

Graduiertenseminar Sozialorientierte Softwaregestaltung

Susanne Maaß

Neben der individuellen Beratung von Studierenden, die in der Arbeitsgruppe SoteG Bachelor, Master- und Diplomarbeiten schreiben, trifft sich die Gruppe der AbschlussarbeiterInnen regelmäßig, um sich über den Stand ihrer geplanten und laufenden Arbeiten auszutauschen. Das Seminar läuft sowohl in der Vorlesungszeit als auch in der veranstaltungsfreien Zeit.

 

03-05-H-803.91



2 SWS

Zeit: nach Vereinbarung

Informatik und Gesellschaft

Carola Schirmer

In der Lehrveranstaltung Informatik und Gesellschaft analysieren die Studierenden exemplarisch individuelle und gesellschaftliche Wirkungen des Informationstechnikeinsatzes, stellen diese dar und bewerten sie. Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Diskussion um die soziale Einbindung und Verantwortung der Wissenschaft Informatik. Die konstruierende Wirkung der Informatik, die sich auch auf soziale Kontexte erstreckt, wird reflektiert. Es werden Gender- und Diversity-Aspekte bei der Softwareentwicklung dargestellt.

Die Lernziele umfassen:

  • Ein Verständnis der Informatik als eine über technische Aspekte hinausreichende Wissenschaft der Gestaltung von technischen Systemen, sozialer Organisation und Beziehungen;
  • Grundlegende Kenntnisse und Verständnis gesellschaftlicher Wirkungen von Informations- und Kommunikationstechnologien in verschiedenen Bereichen;
  • Kenntnis und Reflexion von divergierenden Interessen sowie von Gestaltungsoptionen beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken;
  • Entwicklung und Reflexion eigener Positionen zu gesellschaftlichen und ethischen Fragen der Informatik;
  • Kennenlernen und Anwenden sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden

03-BA-800.01



3 SWS, ECTS: 4

Stud.IP