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Scheinbedingungen SWP 1

Diese Seite erläutert die Scheinbedingungen. Abweichende Regelungen für Studierende, die nicht dem Studiengang Informatik oder Wirtschaftsinformatik angehören (z. B. Systems-Engineering-Studierende) finden sich unten. Wenn im nachfolgenden Text von Informatik-Studierenden die Rede ist, bezieht dies immer auch Wirtschaftinformatik-Studierende mit ein. Diese beiden Prüfungsgruppen sind hier äquivalent. Sonderregeln für Wiederholer im letzten Versuch (unabhängig vom Studiengang) finden sich weiter unten.

Aufbau

Die Lehrveranstaltung SWP 1 im Sommer setzt sich zusammen aus den folgenden Teilen:

Diese Teile finden im Rahmen verschiedener zeitlicher und örtlicher Lehreinheiten statt (siehe auch Termine):

In den Tutorien begleitend zur Vorlesung Software-Projekt 1 werden in Arbeitssitzungen Übungszettel ausgegeben und besprochen, die der Vorbereitung auf die Klausur dienen. Das Ziel der Arbeitssitzungen ist eine kontinuierliche, vorlesungsbegleitende Auseinandersetzung mit dem Inhalt der Vorlesung. Die in den Arbeitssitzungen ausgeteilten Übungszettel werden nicht abgegeben und nicht benotet. Es gibt jedoch für die aktive Teilnahme an den Arbeitssitzungen Bonuspunkte. Pro Arbeitssitzung (Übungszettel) wird Ihnen ein Prozentpunkt für die Klausur gutgeschrieben. Maximal können auf diese Weise fünf Prozentpunkte bei der Klausur angerechnet werden. Die Vollständigkeit und Korrektheit der Bearbeitung der Aufgaben ist dabei nicht entscheidend. Vielmehr ist eine aktive Auseinandersetzung mit dem Stoff das Ziel. Diese aktive Auseinandersetzung wird vom anwesenden Tutor bzw. der anwesenden Tutorin beurteilt. Die Übungszettel werden erst in der Arbeitssitzung ausgeteilt. Eine entsprechende Vorbereitung auf die Themen der Übungszettel, die vorher rechtzeitig bekannt gegeben werden, ist für eine aktive Mitarbeit im Rahmen des Tutoriums unabdingbar.

Im Datenbankengrundlagen-Kurs lernen Sie den Umgang mit relationalen Datenbanken. Sowohl im Miniprojekt als auch in SWP 2 werden Sie diese Kenntnisse praktisch anwenden.

Im Praktikum zum Software-Projekt 1 wird ein Miniprojekt durchgeführt, das Sie auf das spätere große Projekt in Software-Projekt 2 (SWP 2) vorbereiten soll. Das Miniprojekt nimmt SWP 2 auch inhaltlich vorweg. Das heißt, Sie implementieren darin bereits einen Ausschnitt des später in SWP 2 zu erstellenden Programms. Dafür werden Dokumente erstellt, die bei der Software-Entwicklung eine Rolle spielen und die später in SWP 2 abgegeben werden müssen. Im Rahmen der Tutorien während des Semesters werden die erwarteten Inhalte dieser Dokumente erläutert sowie die zu verwendenden Technologien vorgestellt. Sie können diese Dokumente freiwillig selbst erstellen und abgeben, um so von den TutorInnen frühe Rückmeldung zu bekommen. Diese Abgaben sind freiwillig und werden nicht benotet. Das Praktikum wird in der vorlesungsfreien Zeit als einwöchige Blockveranstaltung fortgesetzt. In dieser Blockveranstaltung implementieren und testen Sie das Miniprojekt. Die Teilnahme am Praktikum ist erforderlich, um die ECTS zu erhalten, allerdings besteht keine Anwesenheitspflicht. Es wird nicht benotet. Im Miniprojekt werden Sie mit den Technologien vertraut gemacht, die Sie später in SWP 2 benötigen werden. Diese Technologien werden in SWP 2 als bekannt vorausgesetzt und dort nicht mehr vermittelt. Zudem können Sie alle Arbeitsergebnisse aus dem Miniprojekt in SWP 1 für SWP 2 übernehmen und dort weiter ausbauen. Außerdem hat die Rückmeldung der Studierenden, die an SWP 2 im Wintersemester, aber nicht am Miniprojekt teilgenommen haben, ergeben, dass sie ihre Nichtteilnahme am Miniprojekt sehr bereut haben und die Teilnahme ihren Nachfolgern(-innen) dringend empfehlen.

Benotung

Der Theorieteil besteht aus zwei Vorlesungen, die die notwendigen Grundlagen zur erfolgreichen Software-Entwicklung vermitteln. Dazu gehören die beiden Vorlesungen Software-Projekt 1 (SWP 1) während der Vorlesungszeit und Datenbankgrundlagen (DBG) in der vorlesungsfreien Zeit.

Prüfungsform

Die Prüfung erfolgt als eine zweiteilige schriftliche Klausur. Im einen Teil wird der Stoff der Vorlesung Software-Projekt (SWP 1) geprüft, im zweiten der Stoff der Datenbankgrundlagen (DBG).

Die Modulanmeldung bei PABO ist notwendige Voraussetzung für die Teilnahme an der Prüfung. Eine zusätzliche Anmeldung zur Klausur ist nicht nötig.

Das Fernbleiben von der Prüfung wird mit 5,0 bewertet, es sei denn, der Prüfling konnte aus Krankheitsgründen oder anderen gravierenden Umständen nicht teilnehmen. Im Falle einer Krankheit muss spätestens ein Tag nach der Prüfung dem Prüfungsamt ein ärztliches Attest vorgelegt werden (eine Kopie als E-Mail genügt), welches die Prüfungsunfähigkeit bescheinigt. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung reicht nicht. Das Original reichen Sie bitte beim Prüfungsamt ein. Die nächste Teilnahmemöglichkeit ist dann der Wiederholungstermin im Oktober des Wintersemesters.

Gegenstand der Prüfung

Gegenstand der Prüfung sind die Inhalte der beiden Vorlesungen Software-Projekt (SWP 1) und Datenbankgrundlagen (DBG) im Verhältnis ihrer ECTS-Punkte (also 5 zu 2). Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Programmieren mit Java, in dem Maße wie es in PI 1 und SWP 1 vermittelt wird, auch Bestandteil der Prüfung sein kann.

Beide Vorlesungen, SWP 1 und DBG, bilden eine Einheit und ergeben die Gesamtnote für den Schein (gewichtet nach den Anteilen). Für Informatik- und Wirtschaftsinformatik-Studierende gibt es keine separaten Scheine für DBG oder den SWP-Vorlesungsanteil alleine.

Die Dauer der Klausur für den SWP-Teil beträgt 100 Minuten und die Dauer des DBG-Teils 50 Minuten. Beide Teile werden am selben Tag am selben Ort geprüft. Zwischen den beiden Teilen wird eine kurze Pause liegen, in der der SWP-Teil eingesammelt und nach der der DBG-Teil ausgegeben wird.

Die Gesamtnote der Klausur wird als gewichtetes Mittel aus den beiden Teilnoten gebildet, wobei SWP 1 mit dem Gewicht 5 und DBG mit dem Gewicht 2 eingehen, entsprechend der ECTS für die Veranstaltungen. Beide Teilgebiete müssen mindestens mit ausreichend (4,0) bestanden werden. Ansonsten ist das Gesamtergebnis eine 5,0.

Bei Nichtbestehen kann die Klausur zu Beginn des folgenden Wintersemesters wiederholt werden, sofern noch genügend Prüfungsversuche möglich sind.

Bei der Wiederholungsklausur im Wintersemester wird eine frühere bestandene (auch dann, wenn sie nicht im Sommersemester 2018, sondern in einem vorherigen Semester erbracht wurde) Teilprüfung (entweder SWP oder DBG) angerechnet. Ein bestandener Teil muss (und kann) nicht wiederholt werden. Nur eine nichtbestandene Teilprüfung muss (und kann) wiederholt werden.

Im Rahmen der Arbeitssitzungen können für die Teilprüfung in SWP 1 (nicht DBG) bis zu fünf Prozentpunkte auf die Klausur angerechnet werden.

Ausnahmeregelung für Wiederholer im vierten Prüfungsversuch

Wiederholer, die im Sommersemester 2018 ihren letzten Prüfungsversuch antreten, (und nur diese) haben die Wahl zwischen zwei alternativen, sich gegenseitig ausschließenden Prüfungsformen:
  1. Teilnahme am regulären Übungsbetrieb und schriftlicher Klausur wie oben dargestellt
  2. mündliche Prüfung nach dem Modell des mündlichen Abiturs; hier werden schriftliche Aufgaben ausgeteilt, die innerhalb einer Bearbeitungszeit von 30 Minuten beantwortet werden sollen; daran schließt sich eine fünfzehnminütige mündliche Befragung zu diesen Aufgaben (ggf. auch darüber hinaus) an. Die Anrechnungsregel aus den Arbeitssitzungen ist in diesem Falle nicht wirksam.

Arbeitssitzungen und Übungszettel

Die Übungszettel der Arbeitssitzungen dienen der Übung und Vertiefung des Vorlesungsstoffes zur Vorbereitung auf die Klausur sowie der Vorbereitung auf das Miniprojekt und das spätere Projekt in SWP 2. Sie werden im Rahmen des Tutoriums in Form von Arbeitssitzungen bearbeitet. Die Teilnahme ist freiwillig und wird nicht benotet. Wie oben bereits beschrieben, können durch aktive Teilnahme an Arbeitssitzungen bis zu fünf Prozentpunkte auf die Klausur angerechnet werden. Die Termine der Tutorien mit Arbeitssitzungen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Es wird voraussichtlich fünf Übungszettel geben.

Sondertutorium

Es wird ein Sondertutorium geben, an dem alle Studierende teilnehmen müssen, die vom Prüfungsausschuss einen weiteren Prüfungsversuch eingeräumt bekommen haben. Es sollen darüber hinaus auch Studierende teilnehmen, die die Klausur mehrfach nicht bestanden haben, und in diesem Sommersemester beziehungsweise im kommenden Wintersemester ihren letzten Prüfungsversuch antreten. Im Sondertutorium wird allein auf die Prüfung (Klausur bzw. mündliche Prüfung) vorbereitet. Beachten Sie bitte, dass im Wintersemester kein Sondertutorium angeboten wird, so dass das Sommersemester Ihre letzte Chance ist, sich über das Sondertutorium auf die Klausur beziehungsweise mündliche Prüfung vorzubereiten. Praktiumsanteile kommen im Sondertutorium nicht vor. Studierende, die noch keinen Fehlversuch hatten, sind nicht zugelassen. Wenn Sie die Bonuspunkte für die Klausur sammeln wollen, können Sie auch noch zusätzlich an den regulären Tutorien teilnehmen. Da Sie sich bei Stud.IP nur für ein Tutorium pro Veranstaltung anmelden können, tragen Sie sich in der Veranstaltung „03-BA-901.01a Software-Projekt 1 Vorlesung“ für das reguläre Tutorium und in der Veranstaltung „03-BA-901.01c Software-Projekt 1 Praktikum“ für das Sondertutorium ein.

Praktikum (Miniprojekt)

Im Rahmen von SWP 1 führen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein Miniprojekt durch, bei dem sie mit den wesentlichen Aspekten des umfangreicheren Projekts in SWP 2 vertraut gemacht werden. Die Implementierung und der Test dieses Miniprojekts finden in einer Blockveranstaltung in der vorlesungsfreien Zeit statt. Alle sonstigen Abgaben erfolgen begleitend zur Vorlesung im Rahmen der Tutorien. Es besteht keine Anwesenheitspflicht und das Praktikum wird nicht benotet.

Neben den unten aufgeführten Abgaben des Miniprojekts und der Übungszettel werden im Tutorium noch verschiedene Technologien, die für die Implementierung im Miniprojekt und in SWP 2 wesentlich sind, sowie eine exemplarische Anwendung, die das Zusammenspiel der verschiedenen Technologien beispielhaft im Kleinen beschreibt, vorgestellt. Sie werden in SWP 2 als bekannt vorausgesetzt. Zudem werden organisatorische Dinge besprochen und es werden Reviews geübt.

Abzugebende Dokumente des Miniprojekts

Als Teil des Miniprojekts werden in der Vorlesungszeit im Rahmen der Tutorien die freiwillig abzugebenden Dokumente sowie die zu implementierende Anwendung näher beschreiben:

Die genauen Inhalte dieser Dokumente und die Abgabetermine werden in der Vorlesung, den Tutorien und in weiteren schriftlichen Vorgaben spezifiziert. Die Dokumente umfassen eine Teilmenge der Informationen der Dokumente, die später in SWP 2 abgegeben werden müssen. Sie beschreiben einen Ausschnitt des in SWP 2 zu entwickelnden Programms. Dieser Ausschnitt wird dann im Blockkurs implementiert und getestet.

Blockveranstaltung des Miniprojekts

In der vorlesungsfreien Zeit werden einwöchige Blockpraktika für das Miniprojekt stattfinden. In einer Blockveranstaltung wird in Gruppen zu je 6 Studierenden das Miniprojekt gemäß dem in der Vorlesung behandelten Vorgehen in Betreuung durch Tutoren oder Tutorinnen implementiert und getestet. Das Miniprojekt dient als Vorbereitung auf die praktische Projektarbeit im Modul SWP 2, daher ist eine Teilnahme unbedingt zu empfehlen.

Die Leistungen im Praktikum (Miniprojekt) werden nicht benotet. Während der Implementierungsphase bieten wir ein individuelles Code-Review mit dem Tutor bzw. der Tutorin an. Hier bekommt man Rückmeldung zur eigenen Implementierung. In SWP 2 ist ein Code-Review zwingend vorgesehen. In SWP 1 wird Ihnen im Rahmen des Miniprojekts hiermit die Möglichkeit gegeben zu erfahren, wie ein solches Code-Review abläuft.

Anmeldung

Die Anmeldung zum Modul über PABO ist zwingend erforderlich. Wichtig ist auch eine entsprechende Registrierung bei Stud.IP zu den beiden Veranstaltungen (hierüber werden wichtige Informationen und Dokumente verteilt):

Zum Tutorium muss man sich über Stud.IP anmelden.

Regelungen für Studierende des Studiengangs Systems Engineering und andere Nicht-Informatik-Studierende

Studierende des Studiengangs Systems Engineering und andere Nicht-Informatik-Studierende legen nur die Prüfung von SWP 1 im Theorieteil wie oben ab, ohne den Anteil der Veranstaltung Datenbankgrundlagen (DBG). Die Dauer der Prüfung beträgt 100 Minuten.

Alle Studiengänge, denen fünf ECTS für SWP 1 (03-BA-901.01a) gut geschrieben werden, sollen an den Arbeitssitzungen der Tutorien teilnehmen. Dazu gehören neben den Informatik- und Wirtschaftsinformatik-Studierenden nunmehr – entgegen früherer Jahrgänge – auch Studierende des Studiengangs Systems Engineering. Für alle diese Studiengänge gilt die Regelung mit den Arbeitssitzungen sowie die Ausnahmeregelung für Wiederholer im letzten Versuch.

Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre empfehlen wir dringend die Bearbeitung der Übungszettel im Rahmen der Arbeitssitzungen, selbst wenn Ihnen in Ihrem Studiengang keine Credit-Points dafür gut geschrieben werden sollten.

Zur Teilnahme müssen Sie sich über Stud.IP vorher angemeldet haben.

Nachteilsausgleich

Sollten Sie von Ihrem Prfüfungsamt einen Nachteilsausgleich gewährt bekommen haben, müssen Sie diesen zu Beginn der Vorlesung dem Prüfer vorlegen, damit er berücksichtigt werden kann. Ein Nachteilsausgleich kann nicht rückwirkend berücksichtigt werden.

Täuschungsversuch und Plagiarismus

Die Richtlinien für die Studiengänge der Mathematik des Fachbereichs 3 der Universität Bremen zu Täschungsversuch und Plagiarismus gelten auch in dieser Veranstaltung für alle Bestandteile (Klausur, Übungszettel, Abgaben im Miniprojekt, abgegebene Programme und alle anderen abgegebenen Dokumente). Wiederverwendung ist in der Softwaretechnik ein wünschenswertes Ziel. Bitte machen Sie dabei aber alle Teile, die nicht von Ihnen stammen, explizit kenntlich und nennen Sie alle Quellen, damit sie nicht dem Vorwurf der Täuschung und des Plagiarismus ausgesetzt werden. Die ungekennzeichnete Übernahme von fremden Texten (auch Quelltexten) gilt als schwerer Verstoß gegen das Urheberrecht sowie gegen die Ethik wissenschaftlichen Arbeitens (Respekt vor der Leistung anderer). Dies gilt nicht zuletzt für Quellen aus dem Internet, die mindestens mit Autor (soweit recherchierbar), Titel (sofern vorhanden), Adresse und Recherchedatum auszuweisen sind.

Ausblick auf Anforderungen in SWP 2

Der folgende Text bietet einen Ausblick auf die Anforderungen für SWP 2. Diese Anforderungen sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht als final zu betrachten. Vielmehr dient der Text einer Orientierung für das Miniprojekt im Blockkurs für das laufende Semester.

Projektkontext

Das Projekt dient der Förderung der Systemkompetenz von Lehramtsstudierenden in einer interdisziplinären Lehrveranstaltung unter Nutzung des Syndromansatzes nach Vorgaben der Kunden.

Kunde

Prof. Dr. Doris Elster, Nicklas Müller, MA
Institut für Didaktik der Naturwissenschaften
Abt. Biologiedidaktik
Leobener Str. Gebäude NW2
Universität Bremen

Projektziel

Im Rahmen des Projekts soll ein Editor und eine Visualisierung von Wirkungsdiagrammen für den Syndromansatz (im Folgenden Graph genannt) für den Kunden entwickelt werden. Solche Diagramm bestehen aus Sphären, Syndromen und Relationen. Wir benutzen im Folgenden die entsprechende Terminologie von Graphen: Syndrome sind Knoten und Relationen sind Kanten des Graphen.

Ausschlussklausel

Die folgende Beschreibung skizziert die Anforderungen lediglich. Sie ist keine formale Anforderungsspezifikation mit Anspruch auf Vollständigkeit und/oder Präzision. Die skizzierten Anforderungen können unvollständig und vage sein und Widersprüche enthalten. Grundsätzlich ist jede SWP-2-Gruppe für die vollständige, präzise und widerspruchsfreie Erhebung aller Anforderungen selbst verantwortlich.

Abweichungen zu den hier aufgeführten skizzierten Anforderungen sind zulässig, sofern sie sinnvoll sind und mit dem Auftraggeber (Kunde und Veranstalter) vorab verabredet werden.

Der Text im Folgenden beschreibt zunächst alle Rollen und zu unterstützenden Abläufe für den maximalen Ausbau des zu implementierenden Systems. Zuletzt werden die Teile hiervon aufgeführt, die im Sinne des "Chinese Menus" verhandelbar (auswählbar, optional) und zu vereinbaren sind. Die verhandelbaren Anforderungen sind mit der Kennzeichnung O«X» kenntlich gemacht, wobei «X» der eindeutige Name der Anforderung ist.

Rollen

Die folgenden Rollen sind vorzusehen:

Sofern keine Funktionen für Auswerter oder Administrator umgesetzt werden, weil alle optional sind, kann auf diese Rollen verzichtet werden.

Diagrammeigenschaften

Ein Diagramm ist die Visualisierung eines Graphen, der Wirkungszusammenhänge zwischen Syndromen repräsentiert. Syndrome sind Sphären zugeordnet.

Ein Graph besteht aus Sphären sowie typisierten Knoten und gerichteten Kanten mit Attributen (die Attribute sind beschreibende Texte). Knoten des Graphen repräsentieren Syndrome, Kanten repräsentieren die Wirkungszusammenhänge zwischen Syndromen in Form von drei Relationstypen: verstärkend, abschwächend, unbekannt.

Sphären werden als zusammenhängende, nicht-überlappende Bereiche im Diagramm dargestellt. Die Bereiche können durch einen Text beschrieben werden. Die Sphären werden durch Linien erkenntlich voneinander abgegrenzt. Syndrome, die Sphären zugeordnet sind, werden visuell im Diagramm in den den Sphären zugeordneten Bereichen eingebettet dargestellt.

Die Kanten sind gerichtet. Kanten haben einen Start- und einen Zielknoten. Start- und Zielknoten einer Kante sind verschieden. Das Ende einer Kante (jenes, das im Zielknoten mündet) wird durch eine spezielle Pfeilspitze dargestellt, abhängig vom Relationstyp. Die Pfeilspitzen und Linienarten sowie -dicken werden vom Kunden vorgegeben und sind fest. Die Farben der Kanten können jedoch frei von den Nutzern festgelegt werden.

Es darf keine Überlappung von Kantenenden geben, die am selben Knoten eingehen und verschiedene Relationstypen darstellen. Überlappung von Kantenenden desselben Relationstyps kann möglich sein. Überlappung von Startpunkten beliebiger Relationstypen kann möglich sein. Die Punkte, von denen Kanten ausgehen bzw. münden, sollen so gewählt werden, dass die Darstellung möglichst übersichtlich ist.

Alle Nutzer

Der Graph kann mit all seinen Eigenschaften unter einem beliebig wählbaren Namen gespeichert und geladen werden.

Der Graph kann in PDF ausgedruckt werden. Der Ausdruck gibt das Diagramm originalgetreu zur Darstellung auf dem Monitor wieder.

O«GXL» Der Graph kann als GXL exportiert und importiert werden. Dabei werden alle Attribute exportiert, so dass es möglich ist, einen in GXL exportieren Graphen verlustfrei wieder zu laden.

Es ist möglich, die Farben der Kanten, Knoten und Sphären zu verändern.

Knoten können verschoben werden. Die Kanten der verschobenen Knoten wandern entsprechend mit dem Knoten mit. Relationstypen müssen erhalten bleiben, wenn die Knoten verschoben werden. Beim Verschieben von Knoten dürfen die Knoten ihre Sphären nicht verlassen.

O«Wegpunkte»: Wegpunkte für Kanten können eingerichtet werden. Die Kanten verlaufen dann von ihrem Start- zu ihrem Zielknoten über die Wegpunkte in der Reihenfolge der spezifizierten Wegpunkte.

O«Layout»: Ein Algorithmus berechnet das Layout der Knoten und Kanten automatisch möglichst übersichtlich. Knoten dürfen dabei ihre Sphären nicht verlassen.

O«Sprache»: Die Sprache, die in der graphischen Benutzungsschnittstelle (GUI) gewählt ist, kann eingestellt werden. Mindestens Deutsch und Englisch werden unterstützt.

Betrachter

O«Zoom»: Der Betrachter kann in Ausschnitte des Graphen hinein- und herauszoomen.

O«Zoom.Kontext»: Beim Zoomen wird ein Übersichtsfenster für den ganzen Graph angezeigt, in dem erkenntlich ist, welcher Ausschnitt des Graphen aktuell im Zoom sichtbar ist.

O«Filter»: Knoten und Kanten können gefiltert werden (mit geeigneter Darstellung der herausgefilterten Knoten und Kanten, z.B. ausgrauen oder unsichtbar machen). Mögliche Filter sind: Relationstypen, Angabe von regulären Ausdrücken über Knotenbeschriftungen, Selektion seitens des Betrachters.

O«Ausschnitt»: Knoten und Kanten können durch Betrachter selektiert werden und verschiedene Anfragen für die Selektion gestellt werden (Mehrfachselektion ist möglich; selektierte Knoten und Kanten werden geeignet visuell hervorgehoben):

Die selektierten Knoten werden graphisch besonders hervorgehoben. Ob ein Knoten vorwärts oder rückwärts bei den oben genannten Anfragen erreichbar ist, soll geeignet visuell unterschieden werden; dabei ist zu beachten, dass ein Knoten zugleich vorwärts und rückwärts erreichbar und zugleich auch noch selektiert sein kann. Dies alles soll zugleich leicht visuell erkennbar sein.

Sobald der Nutzer die Selektion wieder aufhebt, werden alle Knoten wieder einheitlich dargestellt.

O«Analyse»: Es ist möglich, besonders wichtige und/oder stark vernetzte Knoten geeignet hervorheben zu lassen. Wichtigkeit und Grad der Vernetzung können anhand der folgenden Eigenschaften bestimmt werden (sei K ein Knoten):

Eine Pfeilkette ist eine Abfolge von mindestens drei Kanten in dieselbe Richtung, ohne dass eine Verzweigung bei den inneren Knoten der Kette integriert ist. Ein Knoten einer Kette ist ein innerer, wenn er nicht der Start- und nicht der Endknoten der Kette ist.

Eine Verzweigung ist ein Knoten, zu dem mindestens zwei Kanten hin- bzw. wegführen (oder beides).

Ein Kreislauf (Zyklus) ist eine geschlossene Kette von Kanten, die alle in die gleiche Richtung laufen, wobei jeder Knoten im Zyklus jeden anderen Knoten im Zyklus über die Kette erreichen kann. Der kleinste Kreislauf ist eine direkte Rückkopplung.

Ersteller

Sphären, Knoten und Kanten des Graphen können mit all ihren visuellen Eigenschaften angelegt, gelöscht und verändert werden.

Die visuellen Attribute der Graphelemente - d.h. Sphären, Knoten und Kanten - (Größe, Position, Farbgebung Beschriftung, Zuordnung von Knoten zu Sphären) - sind durch den Ersteller im Rahmen der Spezifikation frei festlegbar. Dazu kann der Ersteller aus einer vordefinierten Menge visueller Eigenschaften für alle Graphelemente auswählen. Diese vordefinierte Menge wird mit dem Kunden im Detail vereinbart. Die Anzahl der Sphären, Knoten und Kanten ist beliebig.

O«Sprache.Beschriftung»: Neben Texten in der GUI können auch die Beschriftungen von Sphären und Knoten in mehreren Sprachen hinterlegt und angezeigt werden.

Auswerter

O«Auswertung»: Der Auswerter erhält Statistiken über die oben aufgeführten Maße zur Wichtigkeit und zum Grad der Vernetzung von Knoten.

O«Auswertung.Graphmaße»: Zusätzlich werden folgende Maße berechnet:

Nichtfunktionale Anforderungen

Hohe Usability wird angestrebt. Die Software muss für Schüler und Schülerinnen ab 10 Jahren, Lehramtsstudierende, Doktoranden und selbst für zerstreute Professorinnen und Professoren benutzbar sein. Alle Nutzerinnen und Nutzer können ihre Ziele mit geringstmöglichem Aufwand mit dem System erreichen.

Technische Einschränkungen

Implementierung in Java 8 oder höher.

Zielplattformen: Windows 10, Linux, MacOS.

O«Mobil»: Clients in Form von Apps auf mobilem Gerät (Android, iOS).

Eine leichtgewichtige (embedded) Datenbank muss für die Persistenz benutzt werden; entweder eine relationale Datenbank (z.B. H2, SQLite oder Apache Derby) oder eine Graphdatenbank (z.B. Neo4J. Die Verwendung eines Persistenz-Frameworks (JPA) im Falle relationaler Datenbanken ist erlaubt, aber dann ist eine deklarative Verwendung von SQL-ähnlichen Abfragen verlangt.

Maven muss als Build-System verwendet werden.

Chinese Menu

Die Basisversion umfasst alle oben genannten Anforderungen, die nicht explizit als optional mit der Notation O«X» gekennzeichnet sind. Die Basisversion muss vollständig und in ausreichender Qualität (sowohl äußere Qualität, d.h. Fehlerfreiheit und Benutzbarkeit, als auch innere Qualität, d.h. Verständlichkeit und Änderbarkeit) fürs Bestehen umgesetzt sein. Durch eine besonders gute Umsetzung der Funktionen der Basisversion können bis zu fünf Zusatzpunkte erworben werden.

Die folgenden weiteren Zusatzpunkte werden vollständig vergeben, wenn die dazugehörige optionale Anforderung vollständig und benutzbar umgesetzt wurde. Ansonsten gibt es entsprechend weniger Punkte.

Punkte Anforderung
5 O«GXL»
10 O«Wegpunkte»
15 O«Layout»
5 O«Sprache»
10 O«Zoom»
5 O«Zoom.Kontext» (nur wertbar, wenn auch O«Zoom» umgesetzt ist)
10 O«Filter»
10 O«Ausschnitt»
10 O«Analyse»
5 O«Sprache.Beschriftung»
5 O«Auswertung»
5 O«Auswertung.Graphmaße»
30 O«Mobil»

Die Basisversion ohne weitere Zusatzpunkte ergibt als Note für die Implementierung eine 4,0. Ab 45 Zusatzpunkten wird für die Implementierung eine 1,0 vergeben. Dazwischen legt eine lineare Funktion die Zwischennoten fest.

Die Implementierung fließt für die Endnote des Moduls SWP-2 nur als einer von vielen Aspekten ein, jedoch mit besonders hohem Gewicht. Die darüber hinaus abzugebenden Dokumente fließen als weitere Faktoren ein (siehe Scheinbedingungen für SWP-2). Die Implementierung nimmt jedoch eine Sonderrolle unter den Faktoren ein. Erhält man hierfür eine 5,0, gilt das gesamte Modul SWP-2 als nicht bestanden. Die Basisfunktion definiert somit die Mindestanforderungen für das Bestehen.

Literatur