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4.16 Elementarmethode "Funktionale Dekomposition" (FKTD)  

  4.16 Elementary Method "Functional Decomposition" (FCTD)

Inhalt  
  • 1 Identifikation/Definition der Methode
  • 2 Kurzcharakteristik der Methode
  • 3 Grenzen des Methodeneinsatzes
  • 4 Detaillierung der Methodenzuordnung
  • 5 Schnittstellen
  • 6 Weiterführende Literatur
  • 7 Funktionale Werkzeuganforderungen
  • 1 Identifikation/Definition der Methode

    /Martin, 1987/ pp. 62-65; pp. 139-142

    2 Kurzcharakteristik der Methode

    Ziel und Zweck

    Die Funktionale Dekomposition (FKTD) hat zum Ziel, schrittweise ein System zu zerlegen, beginnend bei der Sicht auf die Hauptfunktion eines Systems über die Zwischenebenen bis zur Ebene elementarer Funktionen. Auf einer Ebene wird jeweils von Details der darunterliegenden Ebene abstrahiert. Die Teilfunktionen zusammengenommen ergeben vollständig die aufgegliederte Funktion (Funktionshierarchie).

    Darstellungsmittel

    Abhängig vom Einsatzschwerpunkt werden zur Darstellung der Funktionshierarchie unterschiedliche Diagrammarten bevorzugt eingesetzt:

    Normalerweise wird keine Aussage über Reihenfolgebeziehungen der Teilfunktionen getroffen.

    Funktioneller Ablauf

    Ausgehend von einer globalen Systembeschreibung sollten in jedem Gliederungsschritt aus einer Funktion höchstens sieben Teilfunktionen der nächstniedrigeren Gliederungsstufe erzeugt werden. In jedem Verfeinerungsschritt sind die Prinzipien der Funktionsgliederung zu beachten.

    Die Verfeinerung kann nach den Gliederungsmerkmalen Objekt und Verrichtung und nach den Gliederungsarten Zerlegung und Klassifizierung erfolgen.

    3 Grenzen des Methodeneinsatzes

    - entfällt -

    4 Detaillierung der Methodenzuordnung

    Nr. Aktivität Beschreibung
    4.1 SE1.1 - Ist-Aufnahme/-Analyse durchführen Ein Funktionenmodell eines bereits bestehenden Systems wird aus fachlich nutzerorientierter Sicht entwickelt.

    Die Methode deckt das Teilprodukt Anwenderforderungen.Ist-Aufnahme und Ist-Analyse zusammen mit der Methode DFM auf der Funktionsseite ab.

    4.2 SE1.5 - System fachlich strukturieren Eine modellhafte, hierarchische Beschreibung der Gesamtfunktionalität des Systems aus fachlicher nutzerorientierter Sicht wird angegeben.

    Die Verfeinerung endet, wenn die Funktionen fachlich nicht mehr sinnvoll zu gliedern sind. Diese Funktionen heißen Elementarfunktionen.

    Die Methode liefert eine Übersicht für das Teilprodukt Anwenderforderungen.Beschreibung der Funktionalität.

    4.3 SE2.1 - System technisch entwerfen Die Gliederung der Gesamtfunktionalität des Systems in Segmente und/oder SW-Einheiten/HW-Einheiten wird beschrieben.

    Die statische Struktur des Systems wird für das Teilprodukt Systemarchitektur.Lösungsvorschläge beschrieben.

    4.4 SE3.3 - Anforderungen an die Funktionalität definieren Eine modellhafte, hierarchische Beschreibung der Gesamtfunktionalität der SW-Einheit aus technischer Sicht wird angegeben.

    Die Funktionsübersicht wird für das Teilprodukt Technische Anforderungen.Gesamtfunktion des Elements beschreiben.

    5 Schnittstellen

    Nr. Schnittstellen Bemerkung Information (Anhang 1)
    5.1 FKTD-DFM Die Ergebnisse der funktionalen Dekomposition sind Eingangsinformationen für die Ausführung der Elementarmethode Datenfluß-Modellierung zwecks Bestimmung der zu betrachtenden funktionalen Ebene. 4.4 Schnittstelle DFM-FCTD
    5.2 FKTD-ER Die Funktionshierarchie ist in Wechselwirkung mit der E/R-Modellierung zu erstellen (Zuordnung von E/R-Teilmodellen zu den Funktionen in der Funktionshierachie).  

    6 Weiterführende Literatur

    /Balzert, 1977/ Systementwicklung, hierarchische Strukturen, Modularisierung, Datenabstraktion
    /Martin, 1987/ Diagramming Standards for Analysts & Programmers
    /Ploenzke, 1991/ Ploenzke Informatik

    7 Funktionale Werkzeuganforderungen

    LSE05 - Funktionsstrukturierung unterstützen

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