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4.37 Elementarmethode "Subsystemmodellierung" (SSM)  

  4.37 Elementary Method "Subsystem Modeling" (SSM)

Inhalt  
  • 1 Identifikation/Definition der Methode
  • 2 Kurzcharakteristik der Methode
  • 3 Grenzen des Methodeneinsatzes
  • 4 Detaillierung der Methodenzuordnung
  • 5 Schnittstellen
  • 6 Weiterführende Literatur
  • 7 Funktionale Werkzeuganforderungen
  • Verknüpfungen mit der V-Modell Mailingliste
  • 1 Identifikation/Definition der Methode

    /Shlaer, Mellor, 1992/ Object Lifecycles - Modeling the World in States

    2 Kurzcharakteristik der Methode

    Ziel und Zweck

    Die Methode dient zur objektorientierten Systementwicklung. Ziel der Methode ist es, ein System in eine Menge logischer Subsysteme zu gliedern, um die Komplexität bei der Analyse, Erstellung, Pflege und Änderung des Systems bewältigen zu können. Diese Gliederung kann in mehreren Stufen erfolgen.

    Bei der ersten Untergliederung des Systems in Subsysteme ("Domains") sollte jedes Subsystem eine eigenständige, thematisch unabhängige Einheit bilden. Jedes Subsystem der ersten Gliederung sollte aus konzeptionell fachlicher Sicht bereits eine Einheit für die Analyse darstellen. Je nach der späteren Rolle im fertigen System können Systeme in Anwendersubsysteme, in Servicesubsysteme mit Mechanismen und Funktionen zur Unterstützung von Anwendersubsystemen, in Architektursubsysteme mit generischen Funktionen zur Datenverwaltung und zur Systemverwaltung und in Implementierungssubsysteme mit Hilfsmitteln zur Softwareimplementierung wie Programmiersprachen und Betriebssystemen unterteilt werden (vgl. /Shlaer, Mellor, 1992/, Kap. 7). Subsysteme können weiter untergliedert werden. Bei dieser weiteren Untergliederung spielt die aufgabenorientierte Verknüpfung der Klassen eine wichtige Rolle (vgl. /Shlaer, Mellor, 1992/, Kap. 8)(1).

    Darstellungsmittel

    Shlaer/Mellor verwenden Diagrammtypen, die auch die Darstellung der Beziehungen zwischen Subsystemen erlauben. Es sind dies die "Domain Charts", "Subsystem Relationship Models", "Subsystem Communication Models" und "Subsystem Access Models" /Shlaer, Mellor, 1992/(2) .

    Funktioneller Ablauf

    Die Subsystemmodellierung sollte immer dann angewendet werden, wenn aus Komplexitätsgründen eine logische Einteilung des Systems erforderlich ist. Eine erste Einteilung sollte unter Anwendung der oben beschriebenen Kriterien zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in der Analyse erfolgen. In den nachfolgenden iterativen Entwicklungsschritten sind die Subsysteme nach Bedarf anzupassen, zu ergänzen und zu vervollständigen.

    3 Grenzen des Methodeneinsatzes

    - entfällt -

    4 Detaillierung der Methodenzuordnung

    Nr. Aktivität Beschreibung
    4.1 SE1.2 - Anwendungssystem beschreiben Zur Verwendung vordefinierter fachlicher Bausteine (Bereiche) kann mit Hilfe der Methode eine erste Gliederung des Systems in fachliche Bereiche vorgenommen werden.

    Die Methode deckt im Produkt "Anwenderforderungen" das Teilprodukt "Grobe Systembeschreibung" aus Sicht der fachlichen Gliederung des Systems ab.

    4.2 SE1.5 - System fachlich strukturieren Mit Hilfe der Methode kann eine Gliederung des Systems in fachliche Bereiche durchgeführt bzw. verfeinert werden.

    Die Methode deckt im Produkt "Anwenderforderungen" das Teilprodukt "Fachliche Anforderungen" aus Sicht der fachlichen Gliederung des Systems ab.

    4.3 SE2.1 - System technisch entwerfen Mit Hilfe der Methode kann in kombinierter Anwendung mit der Methode "Klassen-/Objektmodellierung" (Methode KOM) das System in Segmente und/oder in SW-/HW-Einheiten gegliedert werden. Dies ist mit einer fachlichen Gliederung des Systems abzustimmen. Für die Schnittstellen zwischen den definierten Architekturelementen können statische Schnittstellenmodelle (vgl. Methode KOM) spezifiziert werden.

    Die beiden Methoden decken im Produkt "Systemarchitektur" bezogen auf das System die Teilprodukte "Lösungsvorschläge" und "Darstellung der technischen Systemarchitektur", im Produkt "Technische Anforderungen" bezogen auf das System das Teilprodukt "Technische Anforderungen an die Schnittstellen" aus Sicht der statischen Struktur und im Produkt "Schnittstellenübersicht" bezogen auf die definierten Architekturelemente das Teilprodukt "Systeminterne Schnittstellen" aus Sicht der statischen Struktur ab.

    4.4 SE2.5 - Schnittstellen beschreiben Mit Hilfe der Methode können in kombinierter Anwendung mit der Methode Klassen-/Objektmodellierung" (KOM) die Schnittstellen des Systems und der definierten Architekturelemente modelliert bzw. verfeinert werden.

    Die beiden Methoden decken im Produkt "Schnittstellenbeschreibung" das Teilprodukt "Beschreibung der Schnittstellen" aus Sicht der statischen Struktur ab.

    4.5 SE4.1 - SW-Architektur entwerfen Mit Hilfe der Methode kann in kombinierter Anwendung mit der Methode "Klassen-/Objektmodellierung" (KOM) die Gliederung der SW-Einheit in statische Architekturelemente vorgenommen werden. Für die Schnittstellen zwischen den definierten Architekturelementen können statische Schnittstellenmodelle (vgl. Methode KOM) spezifiziert werden.

    Die beiden Methoden decken im Produkt "SW-Architektur" die Teilprodukte "Lösungsvorschläge", "Modularisierung/Datenbankentwurf" und "Schnittstellen" sowie im Produkt "Schnittstellenübersicht" bezogen auf die definierten Architekturelemente das Teilprodukt "Systeminterne Schnittstellen" aus Sicht der statischen Struktur ab.

    5 Schnittstellen

    Nr. Schnittstellen Bemerkung Information (Anhang 1)
    5.1 SSM-KOM In kombinierter Anwendung der Methoden KOM und SSM ist das System entsprechend dem V-Modell in Segmente, SW-/HW-Einheiten, SW-Komponenten und SW-Module zu zerlegen. Die externen Schnittstellen der Architekturelemente sind festzulegen.  
    5.2 SSM-MODIAG Die mit Hilfe der Methode SSM vorgenommene fachliche Gliederung des Systems ist mit der mittels der Methode MODIAG vorgenommenen physischen Gliederung abzustimmen.  

    6 Weiterführende Literatur

    /Booch, 1994/ Object-Oriented Analysis and Design with Applications
    /Booch, 1997/ Unified Modeling Language, Version 1.0
    /Rumbaugh, 1991/,
    /Rumbaugh, 1995a/,
    /Starr, 96/

    7 Funktionale Werkzeuganforderungen

    SSD23 - Supporting Subsystem Modeling

    Verknüpfungen mit der V-Modell Mailingliste

    Mail 0200 - Re: Methodenzuordnung fuer UML (200)

    Notes:

    (1) Another approach for the subsystem modeling can be found in Booch and Rumbaugh (/Booch, 1994/, /Rumbaugh, 1991/, /Booch, 1997/, /Rumbaugh, 1995a/). In this approach, a set of already found classes and objects is to be structured into groups, the subsystems, with their relations. Building groups may be realized both from logical and merely organizational aspects. If groups have been found they can be completed and updated in the iterative development process.

    (2) In Booch (/Booch, 1994/), subsystems are represented by a symbol for "Class Categories" into "Class Diagrams" and by a symbol for "Class Subsystems" into "Module Diagrams". In the Unified Modeling Language (UML) /Booch, 1997/, the subsystem modeling can be realized with the help of packages.

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