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4.38 Elementarmethode "Statische Analyse" (STAT)  

  4.38 Elementary Method "Static Analysis" (STAT)

Inhalt  
  • 1 Identifikation/Definition der Methode
  • 2 Kurzcharakteristik der Methode
  • 3 Grenzen des Methodeneinsatzes
  • 4 Detaillierung der Methodenzuordnung
  • 5 Schnittstellen
  • 6 Weiterführende Literatur
  • 7 Funktionale Werkzeuganforderungen
  • 1 Identifikation/Definition der Methode

    /Wallmüller, 1990/ Kapitel 4, S. 162-163, statische Analyse
    /ISO 9126, 1991/ Kapitel 4, Definition von Qualitätsmerkmalen

    2 Kurzcharakteristik der Methode

    Ziel und Zweck

    Ein Ziel der "statischen Analyse" (STAT) ist die Identifikation vorhandener Fehler bzw. fehlerträchtiger Situationen. Ein weiteres Ziel besteht darin, Qualität meßbar zu machen. Die Methode leistet damit einen Beitrag zur Erfüllung der Grundforderung, daß Qualität nachweisbar sein muß.

    Funktioneller Ablauf

    Das Grundprinzip der statischen Analyse besteht darin, daß ein Prüfgegenstand, der nach einem vorgegebenen Formalismus aufgebaut ist, gelesen wird. Hierbei werden entweder sofort Fehler bzw. fehlerträchtige Situationen festgestellt bzw. Informationen abgeleitet, die nach Ende des Lesevorgangs Rückschlüsse auf Fehler bzw. fehlerträchtige Situationen zulassen.

    Fehler bzw. fehlerträchtige Situationen sind beispielsweise

    Ebenso werden während des Lesevorgangs Maßzahlen quantifiziert. Mit den Maßzahlen erhält man eine Möglichkeit, Qualitätsmerkmale zu messen. Allerdings müssen auch die gemessenen Werte dahingehend beurteilt werden, ob sie zufriedenstellend sind (/ISO 9126, 1991/). Eine Übersicht über mögliche Maßzahlen findet man in /IEEE 982.2/.

    3 Grenzen des Methodeneinsatzes

    Die Statische Analyse ist nur für formalisierte Prüfgegenstände anwendbar. Desweiteren ist die Anwendung der statischen Analyse nur mit entsprechender Werkzeugunterstützung sinnvoll.

    4 Detaillierung der Methodenzuordnung

    Nr. Aktivität Beschreibung
    4.1 QS4.1 - Prüfbarkeit feststellen Die Methode STAT wird zur Feststellung der Prüfbarkeit von Prüfgegenständen angewendet, die nach einem vorgegebenen Formalismus aufgebaut sind. Sie deckt die Feststellung der Prüfbarkeit nur in Kombination mit der Methode REV vollständig ab. Allerdings wird bei vorausgegangener statischer Analyse die Menge der in einem Review zu berücksichtigenden Aspekte wesentlich geringer ausfallen.
    4.2 QS4.2 - Produkt inhaltlich prüfen Die Methode STAT wird zur Prüfung der folgenden Prüfgegenstände angewendet: Für die genannten Prüfgegenstände deckt die Methode STAT die Prüfung nur in Kombination mit weiteren Methoden vollständig ab. Für alle Prüfgegenstände wird ergänzend die Anwendung der Methode REV gefordert. Allerdings wird bei vorausgegangener statischer Analyse die Menge der in einem Review zu berücksichtigenden Aspekte wesentlich geringer ausfallen.

    Sofern Inhalte des Prüfgegenstandes nach einem vorgegebenen Formalismus aufgebaut sind, wird für die Prüfgegenstände Anwenderforderungen, Technische Anforderungen, Systemarchitektur, SW-Architektur und SW-Entwurf ergänzend die Anwendung der Methode T gefordert.

    Im Falle hoher Zuverlässigkeitsanforderungen wird für die Prüfgegenstände Anwenderforderungen und Technische Anforderungen ergänzend die Anwendung der Methode SIMU gefordert.

    5 Schnittstellen

    - entfällt -

    6 Weiterführende Literatur

    /IEEE 982.2/ IEEE-STD 982.2-1988 - IEEE Guide for the Use of IEEE Standard Dictionary of Measures to Produce Reliable Software, 1988
    /ISO 9126, 1991/ Information Technology, Software Product Evaluation, Quality, Characteristics and Guidelines for their Use
    /Myers, 1991/ Methodisches Testen von Programmen
    /Reynolds, 1976/ Induction as the Basis for Program Verification
    /Sneed, 1988/ Software-Qualitätssicherung
    /Wallmüller, 1990/ Software-Qualitätssicherung
    /Yeh, 1977/ Verification of Programs by Predicate Transformation

    7 Funktionale Werkzeuganforderungen

    SQA01 - Supporting Assessments of Requirements
    SQA02 - Supporting Assessments of User Interfaces
    SQA03 - Supporting Assessments of Architecture
    SQA04 - Supporting Assessments of Process Models
    SQA05 - Supporting Assessments of Function Structures
    SQA06 - Supporting Assessments of Function Specifications
    SQA07 - Supporting Assessments of Information Flow Models
    SQA08 - Supporting Assessments of Dynamic Models
    SQA09 - Supporting Assessments of Information Structures
    SQA10 - Supporting Assessments of Component and Module Specifications
    SQA11 - Supporting Assessments of Logical Schema Specifications
    SQA12 - Static Assessment of Code
    SQA13 - Static Assessment of Texts (no Code)

    Previous Next This page online  •  GDPA Online  •  Last Updated 08.Oct.2002 by C. Freericks