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  Concept of Die Rollen im V-Modell

Inhalt  
  • R.1 Allgemeines
  • R.2 Die Rollen im V-Modell
  • R.3 Rollen/Aktivitäten-Zuordnung
  • Verknüpfungen mit der V-Modell Mailingliste
  • R.1 Allgemeines

    Die Zuordnung von Aufgaben (Aktivitäten) zu Personen wird im V-Modell über Rollen vorgenommen. Dabei beschreiben Rollen geforderte Kenntnisse und Fähigkeiten, die ein Rolleninhaber für die Erfüllung der ihm zugeordneten Aufgaben besitzen muß. Das V-Modell bleibt dadurch grundsätzlich organisationsneutral. Für die Projektabwicklung bedeutet dies, daß mit der Einrichtung eines Projekts (Aktivität PM 1 - Projektinitialisierung) die Rollen des V-Modells einzelnen Personen zugeordnet werden müssen. Personen haben innerhalb von Behörden und Firmen Stellen als die kleinsten Organisationseinheiten inne.

    Die Zuordnung von Personen zu Rollen hat damit zusätzlich die Organisationsstruktur und den Organisationsablauf zu berücksichtigen. Rollen identifizieren Tätigkeiten, die gegebenenfalls nur einen Teil, gegebenenfalls aber auch das Mehrfache der Arbeitszeit eines Mitarbeiters beanspruchen. Deshalb kann ein Mitarbeiter durchaus mehrere Rollen innehaben bzw. eine Rolle von mehreren Mitarbeitern wahrgenommen werden.

    Wichtig bei dieser Zuordnung ist, daß die Rolleninhalte nicht in einem Interessenkonflikt zueinander liegen und damit für die jeweilige Person zu einem unlösbaren Problem werden können (wie z. B. bei konstruktiven SE-Rollen einerseits und den Prüfern andererseits). So darf beispielsweise die Rolle des Projektleiters nicht mit der Rolle des QS-Verantwortlichen in einer Person vereint werden, da der Projektleiter schwerpunktmäßig für Zeit und Budget, der QS-Verantwortliche hingegen für die Qualität verantwortlich ist. Die Rolle des QS-Verantwortlichen ist beispielsweise mit der Rolle des KM-Verantwortlichen verträglich.

    Kriterien für die Zuordnung sind dabei Interessenskonfliktfreiheit, Verantwortlichkeitsstrukturen und Erfahrungen, Kenntnisse, Eignung, Verfügbarkeit (Auslastung) der Projektmitarbeiter.

    Es können Rollen im Projekt wegfallen, wenn ihnen durch den Projektzuschnitt (Tailoring) keine Aktivitäten mehr zugeordnet sind. Bei kleinen Projekten müssen zwangsläufig mehrere Rollen durch eine Person abgedeckt werden. Bei großen Projekten wird i. d. R. jede Rolle durch verschiedene Personen wahrgenommen.

    Einige Rollen, die für das Projekt relevant sind, können auch über die Dauer des Projektes an eine Organisationseinheit gebunden sein. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Aufgabeninhalte der Rollen sehr anspruchsvoll sind, und über eine kontinuierliche Beschäftigung mit einer Materie ein ständiger Know-how-Zuwachs erwartet werden kann. Sie decken darüber hinaus Aufgaben ab, die Querschnittscharakter haben und Voraussetzung und Grundlage für alle Projekte sind. Sie sind insofern von einzelnen Projekten unabhängig, weil ihre Dienste von allen Projekten in Anspruch genommen werden. Beispiele hierfür sind PM-Manager, Q-Manager, KM-Manager und IT-Beauftragter. Eine beispielhafte Zuordnung von Rollen zu Personen/Organisationseinheiten innerhalb einer Aufbauorganisation befindet sich in der Handbuchsammlung

    Das V-Modell geht von einer beauftragten Systementwicklung bzw. -pflege und -änderung aus. Der Auftraggeber ist in der Regel eine Organisationseinheit, die die Systementwicklung an eine andere Organisationseinheit entweder außerhalb oder innerhalb der Behörde/Firma vergibt. Mit der Betrachtung des AG- und AN-Bezug ergibt sich nicht zwangsweise die Duplizierung der V-Modell-Rollen (RollenAG und RollenAN). Zusätzliche Kommunikations- und Koordinationsaufgaben sind zu bestimmen, die i. a. zur Einrichtung weiterer Abstimmungs- und Lenkungsgremien führen.

    R.2 Die Rollen im V-Modell

    Die Rollen sind nach den Submodellen geordnet: In jedem Submodell gibt es einen bzw. mehrere Durchführende, die die geplanten Aufgaben des Submodells bearbeiten. Table R.1 stellt die Rollen des V-Modells im Überblick dar.

      Manager Verantwortliche Durchführende
    Submodell PM Projektmanager Projektleiter,
    Rechtsverantwortlicher,
    Controller
    Projektadministrator
    Submodell QS Q-Manager QS-Verantwortlicher Prüfer
    Submodell KM KM-Manager KM-Verantwortlicher KM-Administrator
    Submodell SE Projektmanager,
    IT-Beauftragter,
    Anwender
    Projektleiter Systemanalytiker,
    Systemdesigner,
    SW-Entwickler,
    HW-Entwickler,
    Technischer Autor,
    IT-Beauftragter,
    SEU-Betreuer,
    Datenadministrator,
    Datenschutzbeauftragter,
    IT-Sicherheitsbeauftragter,
    Systembetreuer

    Table R1: Die Rollen im V-Modell

    Die Rollen in V-Modell sind:

    R.3 Rollen/Aktivitäten-Zuordnung

    Die Zuordnung von Rollen zu Aktivitäten wird für jedes Submodell des V-Modells durch eine Matrix beschrieben. Dabei können einer Aktivität mehrere Rollen zugeordnet sein. Die Einträge in einer Matrix zeigen an, ob die einer Aktivität zugeordnete Rolle tätig ist.

    Diesen Beteiligungsarten liegt das in Tabelle R.2 dargestellte Verständnis zugrunde:

    Beteiligungsarten Elementare Aufgaben
    verantwortlich
  • Verantwortlich für die Durchführung
  • Koordination der beteiligten Rollen
  • mitwirkend
  • Beteiligung an der Erstellung von Produkten
  • Beteiligung an der Festlegung der Produktinhalte
  • Beteiligung an Abstimmungen
  • beratend
  • Einbringung von Kenntnissen und Erfahrungen
  • Table R.2 Beteiligungsarten

    Die folgenden Tabellen beschreiben die Rollen/Aktivitäten-Zuordnung bzgl. PM, QS, KM und SE

    Verknüpfungen mit der V-Modell Mailingliste

    Mail 612 - Beispiel für Zuordnung von Rollen zu Personen/Organisationseinheiten (612)

    Previous Next This page online  •  GDPA Online  •  Last Updated 03.Mar.2004 by C. Freericks