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PM 4: Feinplanung  

  PM4 - Detailed Planning

Inhalt  
  • Produktfluß
  • Abwicklung
  • Erläuterungen
  •  
  • Empfehlungen
  • Rollen
  • Methoden
  •  
  • Werkzeuganforderungen
  • Externe Normen
  • Produktfluß

    von Produkt nach Methoden Werkzeug Anf. Ext. Normen
    Aktivität Zustand Kapitel Titel Aktivität Zustand
    SE2 in Bearb./
    akzeptiert
    Alle Systemarchitektur - -     /ISO IEC 12207/

    Supply Proc.:
    Exec. and Control,

    Devlp. Proc.:
    Proc. Implement.,

    Doc. Proc.:
    Proc. Implement.,

    Mngmt. Proc.:
    Planning,

    Infraest. Proc.:
    Establ. of the Infraestr.,

    Training Proc.:
    Proc. Implem.

    PM1 akzeptiert Alle Projekthandbuch - -    
    PM3 ,
    PM6,
    PM8
    - Alle Berichtsdokumente:
    Protokoll ,
    Sachstandsbericht ,
    Projektabschlußbericht ,
    Sachbericht ,
    Aktennotiz ,
    Interne Mitteilung ,
    Einladung ,
    - -    
    - - Alle Produkt KM2 planned    
    PM1 in Bearb. Alle Projektplan PM3 ,
    PM4
    PM6
    PM7
    PM8
    PM10
    PM11
    PM12
    PM14
    KM4
    in Bearb. (1) BALK (2)
    SMOD
    NPT (2)
    BAUM
    LPM01
    LPM04
    LPM05

    + "Kapitel" sind zusätzliche Spalten zum Originalausdruck AU 250

    Abwicklung

    Ziel dieser Aktivität ist es, für den nächsten Planungsabschnitt (eine oder mehrere Haupt- oder Teilaktivitäten) auf der Basis der bestehenden Grobplanung (Aktivität PM1.5 - Grobplan erstellen) und unter Berücksichtigung der Festlegungen im Projekthandbuch eine Feinplanung durchzuführen

    Die Feinplanung besteht aus folgenden Teilschritten:

    * Technisches Tailoring

    Ausgehend von der Grobplanung ist hier zu entscheiden, ob eine im Projekthandbuch vorgesehene Aktivität oder ein Produkt im konkreten Fall sinnvoll ist oder nicht (Aktivitäten- und Produktinstantiierung). Dies führt zu einer Festlegung des Aktivitätenumfangs (z. B. Aktivitäten entfallen oder werden zusammengelegt) und zu einer Aktualisierung der Produktstruktur (falls dadurch z. B. Kapitel entfallen)

    Diese Tätigkeit ist jeweils vor der Ausführung einer Aktivität oder vor der Erstellung eines Produkts durchzuführen.

    Hierfür werden alle im Kapitel Übersicht des Projekthandbuchs befindlichen technischen Streichbedingungen auf die zur Diskussion stehende Aktivität bzw. auf das Produkt angewendet. Ist die zu einer Aktivität oder einem Produkt gehörige Bedingung erfüllt, so kann die/das jeweilige Aktivität/Produkt bzw. Produktkapitel entfallen

    Aktivitäten bzw. Produkte, zu denen keine technische Streichbedingung angegeben ist oder deren Streichbedingung nicht erfüllt ist, sind durchzuführen bzw. zu erstellen.

    Bei der Erstellung von Produkten ist zu beachten, daß für Kapitel, deren zugehörige Streichbedingung erfüllt ist und die damit entfallen können, die Kapitelüberschrift und die Kapitelnumerierung erhalten bleiben soll. Anstelle des Kapiteltextes steht dann der Grund der Kapitelstreichung.

    * Produktstruktur und Ablauforganisation planen

    Es ist zu planen, welche neuen Produkte im nächsten Entwicklungsabschnitt zu erstellen sind. Diese sind - falls noch nicht vorhanden - im Produktstrukturplan zu ergänzen.

    Für die Aktivitäten des nächsten Planungsabschnitts ist zu entscheiden, wer, wann, welche Aufgaben übernimmt und welche Abhängigkeiten zwischen diesen bestehen (Ablauforganisation). KM- und PM-Aktivitäten werden nur dann geplant, wenn die pauschalen Angaben im KM Plan bzw. Projekthandbuch nicht ausreichen. Die Planung von QS-Aktivitäten geschieht im Prüfplan. Sobald neue Produkte geplant sind, sind diese zur Konfigurationsidentifikation weiterzuleiten (das Produkt erhält den Zustand "geplant".)

    * Aufwands- und Terminplanung

    Basierend auf der bestehenden Grobplanung müssen für alle geplanten Aktivitäten Aufwände und Termine ermittelt werden. Einfluß hierauf hat die Kritikalitäten/Methoden-Matrix, die für Produkte mit hoher Kritikalität einen erhöhten Erstellungs- und Prüfaufwand fordert.

    In Abhängigkeit von den Erkenntnissen des Risikomanagements ist gegebenenfalls die Grobplanung zu modifizieren.

    * Ressourcenplanung

    Für die sich aus dem Technischen Tailoring ergebenden Aktivitäten und Produkte ist eine detaillierte Planung der Ressourcen durchzuführen. Hierzu zählen die zur Erfüllung der Aufgaben erforderliche Infrastruktur, Hardware, Systemsoftware, Werkzeuge und Geräte.

    * Baselines planen

    Je nach Projektfortschritt sind weitere Baselines festzulegen. Für Produkte innerhalb einer Baseline, die einem dynamischen Bearbeitungsprozeß unterliegen (Verfeinerung der Aussagen, Ergänzung zusätzlicher Aussagen), ist der geplante Bearbeitungsstand der entsprechenden Produkte innerhalb der Baseline festzuschreiben.

    * Teilprojekte/Unteraufträge

    Sofern vertraglich zulässig, kann es für Entwicklungstätigkeiten erforderlich werden, Unteraufträge zu vergeben. Hierzu sind Teilprojekte mit genau definierten Aufgabenstellungen (zu erstellende Produkte, durchzuführende Aktivitäten) zu bilden. Mit in Frage kommenden Unterauftragnehmern ist zu verhandeln und letztendlich mit dem ausgewählten Partner ein Vertrag zu schließen (Aktivität PM2 - Vergabe/Beschaffung). So wird ein Systemkomplex separiert, an externe Auftragnehmer vergeben und parallel entwickelt. Die Überwachung der Vertragserfüllung erfolgt im Rahmen von Aktivität PM3 - Auftragnehmer-Management. Das gleiche gilt, wenn interne Teilprojekte gebildet werden. Es werden hierfür Teilprojektleiter ernannt, die mit einem eigenen Team einen abgeschlossenen Komplex entwickeln, fachlich selbständig vorgehen, organisatorisch aber dem Projektmanagement des Gesamtprojektes unterstehen

    Empfehlungen

    Bei der Feinplanung sollte zunächst von den SE- (Haupt-) Aktivitäten ausgegangen werden und darauf basierend die dazu in Beziehung stehenden QS- und KM-Aktivitäten geplant werden.

    Erläuterungen

    Die Einstufung eines Systems und seiner Funktionseinheiten hinsichtlich Kritikalität und Sicherheit hat Rückwirkung auf die Feinplanung. Die mit der jeweiligen Evaluationsstufe geforderten Maßnahmen, Produkte, Methoden und Werkzeuge müssen berücksichtigt werden. Bei Bedarf sind Änderungsanträge/Problemmeldungen zum Projekthandbuch und zum QS-Plan zu formulieren

    Rollen

    Rolle Beteilungsarten
    Projektleiter verantwortlich
    Projektadministrator mitwirkend

    Methoden

    Produkt Methodenzuordnung Benutzung
    Kapitel 2.1
    Projektplan.
    Produktstrukturplan
    BAUM - Baumdiagramm Erstellen
    Kapitel 2.2
    Projektplan.
    Ablauforganisation
    NPT - Netzplan-Technik Erstellen
    Kapitel 3.1.1
    Projektplan.
    Aufwände (Soll und Ist) für SE-/QS-/KM-/PM-Aktivitäten
    SMOD - Schätzmodelle Erstellen
    Kapitel 3.1.2
    Projektplan.
    Termine (Soll und Ist) für SE-/QS-/KM-/PM-Aktivitäten
    BALK - Balkenplan Erstellen
    Kapitel 3.1.3
    Projektplan.
    Meilensteinplan
    BALK - Balkenplan Erstellen
    Kapitel 3.1.6
    Projektplan.
    Zu- und Ausliefertermine
    BALK - Balkenplan Erstellen
    Kapitel 3.2.1
    Projektplan.
    Soll-Werte
    BALK - Balkenplan (2) Erstellen
    SMOD - Schätzmodelle Erstellen
    NPT - Netzplan-Technik (2) Erstellen
    Kapitel 4.1
    Projektplan.
    Personal
    BALK - Balkenplan Erstellen
    Kapitel 4.2
    Projektplan.
    Resources
    BALK - Balkenplan Erstellen

    Werkzeuganforderungen

    Produkt Funktionale Werkzeuganforderungen
    Projektplan.Einsatzmittelplan LPM01 - Projektressourcen verwaltens
    Projektplan.Projektablauf
    Projektplan.Aufwands- und Terminplan
    Projektplan.Einsatzmittelplan
    LPM04 - Planung des Projektablaufs unterstützen
    Projektplan.Aufwands- und Terminplan LPM05 - Kostenschätzung unterstützen

    Externe Normen

    Norm Prozeß Kapitel Bemerkung
    /ISO IEC 12207/ Supply Prozeß Execution and Control (s. Part 3 - ISO 3.2.1)
    Development Prozeß Prozeß Implementation (s. Part 3 - ISO 3.2.1)
    Documentation Prozeß Prozeß Implementation (s. Part 3 - ISO 3.2.2)
    Management Prozeß Planning (s. Part 3 - ISO 3.2.3)
    Infraestructure Prozeß Establishment of the Infraestructure (s. Part 3 - ISO 3.2.3)
    Training Prozeß Prozeß Implementation (s. Part 3 - ISO 3.2.3)


    Hinweise:

    (1) Der Zustand "in Bearb." spiegelt lediglich den KM-Aspekt wider. Dessen ungeachtet ist eine Autorisierung des Projektplans durch das zuständige Projektmanagement, gegebenenfalls unter Beteiligung von QS-Verantwortlichen, erforderlich

    (2) Die Methode BALK ist anzuwenden, wenn keine komplexen Anordnungsbeziehungen und logischen Abhängigkeiten in der Feinplanung bestehen; sonst ist die Methode NPT anzuwenden.

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