Previous Next V-Model Official Homepage by IABG  
Vorgehensmodell: Vorbemerkungen  

  Lifecycle Process Model: Preliminaries

Inhalt  
  • Vorbemerkungen
  • 1 Zielsetzung und Anwendung des Vorgehensmodells
  • 2 Einführung in das V-Modell
  • 3 Algemeine Regelungen
  • Vorbemerkungen

    Mit dem Entwicklungsstandard für IT-Systeme des Bundes (EStdIT) werden alle Tätigkeiten und Ergebnisse der Entwicklung und der Pflege/Änderung von IT-Systemen geregelt. Diese Standardisierung erfolgt auf drei Ebenen: Dieser Standard gilt als Ergänzung zum AU 220 als technische Richtlinie. Er wendet sich an den durchführenden Bereich mit dem Ziel, die Vielfalt der eingesetzten Methoden und Werkzeuge einzuschränken.

    Er gilt für die Entwicklung von IT-Systemen in der Bundeswehr. Dazu zählen auch IT-Anteile in Systemen, unabhängig davon, ob Software im eigenen Bereich oder im Rahmen einer Auftragsvergabe durch die Industrie entwickelt wird.

    Werden marktgängige Komponenten als Lösungskern bzw. als Systemlösungen verwendet, so sind diese als Fertigprodukte entsprechend den Regelungen des V-Modells zu behandeln (siehe hierzu Abschnitt 3 und Teil 3 - Handbuchsammlung).

    Unterliegen Softwareprodukte nicht der Software-Pflege und -Änderung durch die Bundeswehr gemäß Erlaß BMVg-Org 1, Az 10-02-05 vom 17.05.1989 (VMBl 1989, S. 189) (z. B. marktgängige Standard-Anwendungssoftware), ist die Industrie insoweit nicht an den Entwicklungsstandard des Bundes gebunden. Dies gilt nicht bei Vorliegen besonderer sicherheitsrelevanter bzw. qualitativer Anforderungen.

    Für die Entwicklung individueller IT-Systeme ist die Anwendung des V-Modells nicht zwingend vorgeschrieben.

    Für die in Entwicklung bzw. in Nutzung befindlichen IT-Vorhaben ist im Einzelfall zu entscheiden. Auf der Grundlage des Standards und unter Berücksichtigung des jeweiligen IT-Umfeldes sind vom jeweils Zuständigen für die einzelne Systementwicklungs-/SWPÄ-Einrichtung der Bundeswehr Werkzeuge zu implementieren und in Softwareentwicklungsumgebungen (SEU) zusammenzufassen. Dabei ist darauf zu achten, daß die Funktionalen Werkzeuganforderungen erfüllt werden.

    Bereits vorhandene Softwareentwicklungsumgebungen dieser Einrichtungen sind auf Dauer mit den Funktionalen Werkzeuganforderungen in Einklang zu bringen.

    Bei Auftragsvergabe und Nutzung Auftragnehmer-eigener Softwareentwicklungsumgebungen ist die Erfüllung der Funktionalen Werkzeuganforderungen nachzuweisen.

    Bei der Anwendung dieser Regelungen sind folgende Standards zu beachten:

    Allgemeiner Umdruck Nr. 220: Bestimmungen für Planung, Entwicklung, Beschaffung, Einführung und Nutzung von Wehrmaterial und Datenverarbeitungsvorhaben; September 1994.

    BMVg-RüDV 1-62-05-06 vom 07.08.1989, Verwendung von Programmiersprachen in der Bundeswehr. ISO 7498-1984, Information Processing Systems "Open Systems Interconnection" Basic Reference Model.

    Die Veröffentlichungen des Entwicklungsstandards für IT-Systeme des Bundes erfolgen als Allgemeine Umdrucke:

    Der im V-Modell verwendete Begriff "Projekt" ist mit dem im Bundeswehrsprachgebrauch üblichen Begriff "Vorhaben" gleich zu setzen.

    Die bei der Anwendung des V-Modells entstehenden technischen Ergebnisse gehen in die Stufenentscheidungen/Phasendokumente gemäß AU 220 ein. Der Zusammenhang zwischen V-Modell und AU 220 wird in Teil 2 "Behördenspezifische Ergänzungen" des Allgemeinen Umdrucks Nr. 250 erläutert.

    IT-Anteile als integrierte Bestandteile eines Waffensystemes sind Teil des jeweiligen Vorhabens. Die Produkte, die für den IT-Anteil nach V-Modell erstellt werden, sind Bestandteile der Dokumentation des Gesamtvorhabens.

    Die Allgemeinen Umdrucke sind Dienstvorschriften und als solche zu behandeln, zu vereinnahmen und nachzuweisen. Sie sind bei den Dienstvorschriftenstellen anzufordern. Ergänzungslieferungen halten den Inhalt auf dem aktuellen Stand.

    Fachliche Änderungs- oder Ergänzungsvorschläge sind auf beiliegendem Änderungsantrag/Problemmeldung-Formular an

    BWB IT I 5
    Postfach 7360
    56057 Koblenz

    zu schicken. Die weitere Bearbeitung erfolgt im Rahmen eines geregelten Änderungsverfahrens. Telefonische Rückfragen sind zu richten an BWB IT I 5.

    Previous Next GDPA Online Last Updated 01.Jan.2002 Updated by Webmaster Last Revised 01.Jan.2002 Revised by Webmaster