Spammer sind schnell…


Ich baue gerade an einer Website für das studentische Projekt FIDIUS (Details folgen bestimmt noch), in welchem ein provisorisches Impressum meine TZI-E-Mail-Adresse trägt. Schön blöd, denn in den zwei Tagen, die die Adresse da nun steht, hat ein Spam-Crawler diese gefunden und ich bekomme nun (endlich) auch Spam auf meine Uni-Adresse.

Immerhin habe ich eine Subadresse verwendet (dmke+wwwfidius ät ... vgl. Wikipedia), so dass mein Spamfilter ein recht einfaches Erkennungsmerkmal vorfindet… Trotzdem ist das ärgerlich…

—Dominik

Nachwirkungen der Schweinegrippe


Nach der Pandemie letzten Herbst ist den Pharmakonzernen (namentlich die britische GlaxoSmithKline, GSK) der Mehrfachimpfstoff für Neugeborene/Kleinkinder ausgegangen. Besonders krass an der Geschichte ist, dass der Impfstoff noch bis etwa Mitte Februar reichen soll, die Ärzte aber erst im Januar informiert wurden und dass laut Artikel GSK der einziges Unternehmen den Kombinationsimpfstoff für Deutschland produziert…

Folglich müssen Kleinkinder demnächst mehrfach zum Arzt und sich statt einer Spritze für vier- bzw. sechs Krankheiten (Wikipedia zählt für »Boostrix Polio« Keuchhusten, Tetanus, Diphterie und Kinderlähmung) vier- bis sechs Spritzen für jeweils eine Krankheit abholen. Mehr Stress für Kinder und Eltern, mehr Arbeit für die ja eh kaum ausgelasteten Ärzte sind nur die offensichtlichen Folgen.

Ohne die Hintergründe genau zu kennen spekuliere ich mal, dass Monopolstellungen bedingt durch (Pharma-) Patente und vorausgehende Pandemie-Panikmache bei der WHO diesen Zustand erzeugt haben. Dafür sitzen wir jetzt auf Unmengen von Schweinegrippe-Impfungen. Super.

Katastrophen im Amt…


Es ist ja nun erwiesen, dass Oettinger so gar kein englisch sprechen kann:

Interessant in diesem Zusammenhang ist aber auch, dass der Satzbau im Deutschen mal so gänzlich ignoriert wird:

:-(

Redcar


Wem Emacs zu kompliziert, Eclipse (bzw. Aptana-Studio) zu langsam und aufgeblasen ist, wer eine Abneigung gegen vim pflegt, und fehlende Schriftglättung in Netbeans als schlimm empfindet, aber einen Plattform-übergreifenden Editor zum Programmieren in Ruby haben möchte, hat bisher ziemlich in die Röhre gesehen.

Mit dieser Einstellung habe ich meine Programme bisher mit GEdit und einigen Plugins geschrieben. Bis ich gestern Redcar entdeckt habe.

Redcar is an open-source programmers‹ text editor for Ruby, written in Ruby. It is designed to be compatible with Textmate bundles (a work in progress) and run cross-platform on JRuby. Redcar is currently in the middle of begin ported to JRuby, please subscribe to get updates on our progress.

Da TextMate zwar ein hervorragender Editor ist, man diesen aber nur für Mac OSX bekommt (abgesehen von einem Verschnitt für Windows, der sich e nennt), schaut man als Linux-Nutzer wieder hinterher. Redcar halte ich daher für ein ambitioniertes Projekt mit Potential, bei dem ich mich auch selbst einbringen werde (wenn ich mal Zeit habe ;-)).

Die Featureliste lässt sich schon sehen, Teile funktionieren aber noch nicht 100%ig:

  • Dialog API for plugins and commands to use.
  • Speedbar API for plugins and commands to use (e.g. Goto Line command).
  • Remembers last directory when opening a file/directory. (thanks Roger Pack)
  • Word movement (alt-left, alt-right) now works as it should in an editor for programmers.
  • Very simple forward search command.
  • Somewhat faster startup time.
  • Nicer error message when jruby jar is missing.
  • Goto Line command
  • Select All and Select Line commands.
  • Cut and Copy will take the line if there is no selection
  • Block typing mode
  • Auto completion
  • HTML View, with Ruby/JavaScript interface, to write plugins in HTML+CSS+JS.
  • PluginManagerUI plugin, running on the HTML View.
  • MyPlugin plugin to help newbies get started on writing plugins
  • Includes a lot more TextMate syntaxes

Na, wenn das nicht vielversprechend klingt :-)

Das Jahr im Schnellrückblick


Schon wieder ein Jahr rum. Wie die Zeit vergeht… ;-)

Was in den letzten zwölf Monaten hier so passiert (oder auch nicht passiert) ist, will ich in einer kleinen, persönlichen Rückblende zusammenfassen:

  • Im Januar war hier nicht so viel los. Grund war wohl das Softwareprojekt mit einer am 12.1. geforderten Anforderungsspezifikation für viive - 170 Seiten wollten ja auch geschrieben werden. Und danach waren wir alle ziemlich fertig :-)
  • Den Februar habe ich dann dazu genutzt, meine LaTeX-Kenntnisse auch mal für die Nachwelt aufzuschreiben und zu dokumentieren und zu erklären… Die bis heute erstellten Artikel finden sich hier nochmal mit kurzer Einführung und dort tagesaktuell.
  • Im März und April ist hier nichts spannendes passiert. In der Welt da draußen bahnte sich allerdings langsam an, dass die Politik mit fadenscheinigen Argumenten eine Zensurinfrastruktur aufbauen will (nachdem sie schon die Vorratsdatenspeicherung eingefädelt hat). Grund genug, darüber intensiver nachdenken zu wollen und eine eigene Meinung zu bilden. Sehr gut möglich, dass die zeitgleiche Entdeckung der Blogs von Fefe und Markus Beckedahl dabei entscheidende, und richtungweisende Impulse gegeben haben.
  • Die Einbindung des »Du bist Terrorist«-Videos und der Verweis auf eine im Nachhinein nicht ganz erfolglose Petition war dann im Mai nur konsequent. Interessant war im Zusammenhang mit der polizeilichen Sorgfalt beim Erstellen der Zahlen, auf die sich die Bundesregierung bei dem später »Zugangserschwerungsgesetz« umgetauften Schund berufen hat, dass sich auf dem Bundesgebiet so einige Kernenergieexplosionen zugetragen haben sollen. Weit weniger brisant, aber dennoch ein Blick über den Tellerrand war für mich der Tod von Java (auch wenn sich das bis heute noch ein wenig relativiert hat).
  • Im Juni war es dann soweit.
  • Der Juli hatte dann, zumindest für die MI-Teilnehmer, einen besonderen Höhepunkt in der Schauburg: Die Uraufführung der MI2-Filme mit gefühlten 2.000 Kinogängern kann mit Fug und Recht als Erfolg gefeiert werden :-)
  • Anfang August stand die Wahl unmittelbar vor der Tür, und so kam auch ich nicht umhin, auf die eine oder andere Tatsache hinzuweisen…
  • Am 27. September war dann Wahl, vorher gab es ein TV-»Duell«, wo ich ganz kühn eine Vorhersage des Wahlergebnisses prophezeit habe (soooo daneben lag ich dann ja auch nicht :-)) Erheiternd empfand ich, dass der neue Aussenminister gar kein englisch sprechen kann…
  • Im Oktober ging dann das neue Semester los und ich hatte eine Ahnung davon bekommen, wie es wohl 1969 bei der Mondlandung gewesen sein muss. Auch wenn dieses Mal ein kontrollierter Crash provoziert wurde.
  • Für die letzten beiden Monate gibt es auch nicht mehr viel zu erwähnen, abgesehen vielleicht davon, dass Google Wave vielleicht interessant, aber noch nicht allzu nützlich ist, das um die Schweinegrippe ein riesiger Hype aufgebaut wurde, und dass die SPD nun endgültig verloren hat. Oh nicht vergessen zu erwähnen darf ich den 26C3 (hier der Fahrplan, da die Aufzeichnungen). Da gab es so einige interessante Themen. Den Vortrag zu Wikileaks kann ich empfehlen.

So. Auf Voraussagen für 2010 verzichte ich mal lieber. Dazu müsste ich erstmal Ordnung in meinen Kopf bringen. Davor muss ich aber noch 110 Seiten MI-Aufgaben korrigieren, ein Anwendungstutorium für Audacity vorbereiten und eine Ausarbeitung für FIDIUS (mein Hauptstudiumsprojekt) fertigstellen…

Ich wünsche also allen Lesern ein feuchtfröhlichen Rutsch ins neue Jahrzehnt. Es kann ja fast nur besser werden :-D

—Dominik

Epic fail.


Eigentlich ist es kein großer Verlust: Der Axel-Springer-Verlag hat letzte Woche die zuvor frei zugänglichen Inhalte des Hamburger Abendblattes hinter einer Bezahl-Sperre versteckt.

Technisch grandios ist die Umsetzung dieses Systems: Damit es nämlich zu keinem Besuchereinbruch kommt, weil die »Nachrichten«-»Inhalte« nicht mehr von Google erfasst werden können (und damit auch nicht mehr auf Suchergebnisseiten auftauchen) erlaubt man den Spidern diese Sperre zu umgehen. Und weil sich die Spider/Crawler nicht anders als über das User-Agent-Feld der HTTP-GET-Anfrage zu erkennen gibt, diese Hürde natürlich unmöglich für den Normalbenutzer zu umgehen.

Zur Info: die Content-Anbietern streiten sich seit Längerem mit Google darüber, dass sie kein Entgeld für Googles News-Aggregation bekommen. Google wird dafür definitiv nicht zahlen, schließlich schaufelt es ja Unmengen an Benutzern auf die Verlagsseiten. Die Alternative — ein Entfernen der Seiten aus dem Index — wollen die Verlage aber auch nicht. Weil es nun die Verlage auch nicht geschafft haben, ein vernünftiges Vergütungsmodell zu etablieren, greift man auf das Mittel des Cloaking zurück und differenziert zwischen Google und ordinärem Surfer.

Vielleicht sind die geforderten 8€/Monat ja der Anfang vom Ende des Axel-Springer-Verlages. Oder der Beginn von echten Qualitätsjournalismus. An letzteres Glaube ich aber solange nicht, bis das Redaktionskader einmal komplett ausgetauscht wurde. ;-)

Ich finde die Alternativen übrigens irgendwie immer ein wenig besser

LG,
Dominik

Wir stimmen für Internetsperren, weil, äh… wir später dagegen sind!


Also wenn die SPD ihren Beinamen Verräterpartei bis jetzt noch nicht verdient hat, spätesten seit heute muss sie ihn in ihre Statuten aufnehmen.

Erst stimmt sie für eine weitreichende Zensurinfrastruktur und verrät damit alle beiden Wähler, und nun heißt es »SPD [sei] plötzlich gegen Internetsperren«. Klassischer Verrat am ehemaligen Koalitionspartner. Die Argumente kommen mir auch seltsam bekannt vor:

Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Vizefraktionschef sagte dem SPIEGEL: »Internetsperren sind ineffektiv, ungenau und ohne weiteres zu umgehen. Sie leisten keinen Beitrag zur Bekämpfung der Kinderpornografie und schaffen eine Infrastruktur, die von vielen zu Recht mit Sorge gesehen wird.« Die SPD bestehe auf dem Prinzip »Löschen vor Sperren«.

[via]

MI1, Übung 5: Poster


Nicht das es heißt, ich hätte keine Alternativen anzubieten ;-)

Achtung, Schweinegrippealarm!


Weil es gerade im Chat anvorbeiscrollte:

Vorschaubildchen zu: Das ganze mal in Relation gesetzt...
(Klick mich!)

Bildquelle: Urheber unbekannt.

Ubuntu 9.10 und Thunderbird/Lightning


Leider klappt die Installation des Lightning-Plugins für Thunderbird nicht mehr so, wie man sich das halt vorstellt. Mit Ubuntu Jaunty/9.04 konnte man immer die aktuelle Version bei den Mozilla Addons beziehen; sofern man vorher das Paket libstc++5 installiert hat verlief das Einrichten des Kalenders ohne Probleme.

Mit Ubuntu Karmic ist die libstdc++5 aber aus den Repositories verschwunden, so dass sich diese bei Debian leihen muss. Alternativ (und auch wesentlich schöner) ist das Ubuntu-Paket lightning-extenstion, welches ohne weitere Pakete funktioniert. ;-)

LG,
Dominik