Fehlende LaTeX-Pakete installieren
Wenn man Pakete nutzen möchte, die die vorliegende TeX-Distribution (meist MiKTeX unter Windows, TeXlive unter Linux, MacTeX auf… dem Mac) nicht oder nur in einer veralteten Version bietet, gibt es zwei sinnvolle Möglichkeiten, dieses Paket dennoch einzubinden.
Beiden Möglichkeiten ist gemein, dass das Paket schon in irgendeiner Form auf dem System liegen muss - sei es nun als komprimierte ZIP-Datei, als pure INS- und DTX-Dateien, oder bereits kompiliert als STY-Datei.
Liegt das Paket nur komprimiert vor, so muss es zunächst entpackt werden. Dabei kommen (mindestens) eine DTX- und eine INS-Datei zum Vorschein. Dieses Paar von Dateien enthält alles, was man braucht.
Über den (dokumentierten) Paketquellcode (*.dtx) bzw. die Installationsanweisungen (*.ins) muss nun der LaTeX-Interpreter gejagt werden; dies geschieht durch latex <paketname>.ins in der Konsole, wobei <paketname> natürlich durch den Namen des Pakets ersetzt werden muss. Hierbei sollten mindestens zwei weitere Dateien entstehen: einmal die (wichtige) STY-Datei und einmal eine DVI-, PS- oder PDF-Datei, welche die Dokumentation zu dem Paket enthält.
Die STY-Datei ist nun endlich das Paket. Wohin man die aber nun kopiert ist eine Frage des geplanten Einsatzes: Möchte man das Paket nur einmalig verwenden (aus welchen Gründen auch immer), so reicht es die STY-Datei in das Verzeichnis zu kopieren, in dem die zu kompilierende TEX-Datei liegt.
Möchte man das Paket auch zukünftig wiederverwenden, sollte das komplette Paket in den lokalen TeX-Baum installiert werden. Zur Erklärung: ein TeX-Baum ist eine definierte Verzeichnisstruktur, wo LaTeX beim zusammensuchen der benötigten Klassen, Pakete und Fonts nach eben diesen Klassen, Paketen und Fonts schaut. Typischerweise gibt es in einem Mehrbenutzersystem einmal den globalen TeX-Baum, welcher die meisten Pakete enthält, sowie eine Reihe benutzerspezifischer lokaler TeX-Bäume. Diese lokalen Bäume liegen unter Linux im Verzeichnis ~/texmf, unter Vista/TeXlive im Verzeichnis C:\Users\<username>\texmf; oft zeigt die Umgebungsvariable $TEXMF bzw. %TEXMF% aber auch woanders hin (notfalls den Systemadministrator fragen
).
Hat man herausgefunden, wo der lokale TeX-Baum liegt, öffnet man diesen und muss sich nun an die Verzeichnisstruktur halten. Typischerweise werden Pakete unter .../texmf/tex/latex/<paket>/<paket>.sty gesucht (ich verweise hier mal auf die UK TeX FAQ), d.h. dorthin muss wenigstens die STY-Datei kopiert werden. Ich empfehle das komplette, heruntergeladene und entpackte Verzeichnis dorthin zu kopieren, allein weil so die Dokumentation und die Quelldaten nicht verloren gehen.
Ist das Kopieren vollzogen, muss dem TeX-System noch die Änderung bekannt gemacht werden. Unter Linux geschieht dies mit sudo texhash. Windows-Benutzer müssten da eventuell selbst nochmal googlen
.
Grüße Dominik
Literaturverzeichnisse ein wenig vereinfacht
Gerade entdeckt und nur kurz notiert: biblatex.
- Einführung der Bibliothek der Universität Konstanz, hier insbesondere Punkt 2.
- Einführung in bibatex in der TeXnischen Kömödie (Artikel aus DTK 2/08 und 4/08 als PDF zum Download)
- ausführliche Dokumentation (PDF, engl.)
LG
Dominik
Zur menschlichen Wahrnehmungs von Risiken
Aus der Vorbereitung zum kommenden Software-Projekt:
- Die Risiken bestimmter Sportarten wie Skifahren oder Reiten gehen wir bewusst ein. Dagegen wehren wir uns gegen Konservierungsstoffe in der Nahrung.
- Fettes, nährstoffarmes Essen ist beliebt, während Leitungswasser auch dann gemieden wird, wenn die Trinkqualität garantiert ist.
- In der Erde vorkommendes Radon erscheint uns harmlos im Vergleich zur selben Strahlungsintensität aus künstlichen Quellen.
- Werden nach einem Schiffsunglück Giftbeutel oder Ölklumpen an die Strände geschwemmt, ist die Aufregung groß, während die schleichende Vergiftung der Meere kaum zur Kenntnis genommen wird.
- Eine Müllverbrennungsanlage mit relativ geringen Emissionen wird bekämpft, der Autoverkehr hingegen verteidigt.
- Stürme und Überschwemmungen gelten als Beweis für den Treibhauseffekt, doch die geringer gewordene Verschmutzung des Rheins halten viele für Propaganda der Industrie.
Quelle: Prof. Dr. R. Koschke, SWP-Foliensatz (PDF, etwa 7,5 MB), 2008-09
Denkt mal drüber nach.
Dominik
Gestaltgesetze
Obwohl es primär etwas mit dem Stoff der Medieninformatik-Vorlesung zu tun hat, dient diese Webseite auch als Unterstützung für den LaTeX-Artikel über Bilder:
Verinnerlicht man diese Gesetze, wird einem schnell klar, warum TeX-Dokumente im Allgemeinen recht gut aussehen (trotz krüppeliger Schrift am Bildschrim
)
Gruß,
Dominik
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Kolophon
- Notizblog von Dominik Menke. Hier ein bisschen Studium, dort ein wenig LaTeX. Gemischt mit konservativ-linker, aber ökologisch abbaubarer Politik. Kuriose Netzfundstücke und technischer Kram. Nicht zuletzt auch Infos zur Medieninformatik.

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