Neues Layout bei der DENIC
Weil ich da gerade drauf gestoßen bin: Die DENIC eG hat ihre Seiten aktualisiert - und damit das antiquierte Tabellenlayout eingetascht gegen… eine div-Suppe.
Im gesamten Code verstreut finden sich lauter Konstrukte wie
<div class="xyz">
<ul>...</ul>
</div>
wo es
<ul class="xyz">...</ul>
ebenfalls getan hätte. Dafür liegt valides XHTML 1.0 vor und auch das CSS ist bis auf eine Ausnahme fehlerfrei (ersteres ist für ein WCMS (hier Typo3) nicht selbstverständlich und letzteres ist ein fehlendes Leerzeichen zwischen zwei Längenangaben). Offensichtlich ist die Seite für Auflösungen jenseits der 1024er-Marke gemacht worden, bei kleineren Auflösungen muss man horizontal scrollen…
Die verwendeten CSS-Klassen und IDs sind auch nicht konsequent benannt: es liegen sowohl Namen mit Binde- und Unterstrichen vor, sowohl englische als auch deutsche Bezeichner und zusätzlich generisch-kanonische IDs wie c234. Das ist der Wartbarkeit sicher nicht zuträglich.
Die Usability ist in Hinblick auf Tastatur-Benutzer noch verbesserungsfähig, so wird bei vielen Elementen zwar an :hover gedacht, :focus fehlt aber. Bei linearisierter Darstellung, wie man sie von nicht-iPhone-PDAs kennt, offenbart sich noch eine Tücke, die auch Screenreader-Benutzer in der Benutzung hindert: Die Menüs befinden sich im Quelltext vor dem Inhalt und würden entsprechend immer zuerst vorgelesen werden. Glücklicherweise finden sich eingangs Sprunglinks zum eigentlichen Inhalt.
Schön ist hingegen, dass die zur logischen Auszeichnung gedachten Elemente auch verwendet werden: Überschriften, Listen, »echte« Absätze, et cetera. Auch ist das eingesetzte JavaScript unaufdringlich (es wird jQuery eingesetzt).
Die Seite selbst ist freundlich und ansprechend gestaltet und bricht nicht zu sehr mit dem alten Layout. Die früher rein grün-weiße Seite spielt nun viel mit Farbverläufen. Ob die wenig kontrastreichen grau-auf-grau-farbigen Links und Schaltflächen jedem zugänglich sind glaube ich aber nicht. Der Verlauf im Hintergrund hätte aber ruhig ein Stück heller sein dürfen.
Fazit: Hier und da harkt es noch ein bisschen, dennoch war es ein mutiger und nötiger Schritt die Tabellen loszuwerden.
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Kolophon
- Notizblog von Dominik Menke. Hier ein bisschen Studium, dort ein wenig LaTeX. Gemischt mit konservativ-linker, aber ökologisch abbaubarer Politik. Kuriose Netzfundstücke und technischer Kram. Nicht zuletzt auch Infos zur Medieninformatik.

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