Ferien!
So, endlich geschafft. Die letzte Prüfung ist (überaus erfolgreich) abgelegt. Nun hab auch ich endlich sowas wie Ferien
Todo-Liste für die nächsten sechs Wochen (unvollständig, weil Kopf gerade schon woanders involviert):
- Rechnernetze-Folien fertig TeXen
- Ruby lernen
- Flatpress hier aktualisieren oder Alternativen suchen
- ausschlafen
- deutsche Übersetzung bei Netvibes weitertreiben
- deutsche Übersetzung des Wordpress-Post-Avatar-Plugins weitertreiben
- …
LG
Dominik
Informationsmultiplikation
»Diebe, Rufmörder, Kinderschänder« — Anmerkungen zur aktuellen Spiegel-Titelgeschichte.
Florale Wallpaper mit Blender tunen
Ich bin großer Fan von sich wiederholenden Mustern. Schon zu Zeiten von Windows 95 am Rechner meines Onkels und später auf meinem eigenen Win98-Rechner hab ich unheimlich viel Zeit mit dem Onboard-Background-Pattern-Designer verbracht, einem 9×11 (?) Pixel großen Feld für blau-schwarze Patterns. Speicher für richtige Hintergrundbilder war schließlich teuer und bremste das System ungemein aus. (Interessant ist in diesem Zusammenhand allenfalls, dass man sich diesen Zustand keine 15 Jahre später überhaupt nicht mehr vorstellen kann… ;-))
Heute bin ich über ein Hintergrundbild gestolpert, das ich sehr anmutend finde:
Zwei Dinge haben mich allerdings davon abgehalten, dieses Bild sofort als Hintergrundbild einzurichten: Erstens bietet das Bild (und sehr vornehm: die veröffentlichte Photoshop-Vorlage) keine perspektivische Verzerrung, und zum Anderen ist der Spot-Effekt der Beleuchtung für meinen Geschmack etwas zu gering ausgefallen.
Um diese Makel (die eigentlich ja gar keine sind…) auszubessern, habe ich Blender zu Hilfe genommen und ein bisschen nachgebessert:
- Die Szene (Blender-Datei) enthält eine Lampe, ein Plane, zwei Lattices und natürlich die Kamera.
- Die Lattices verformen die Plane horizontal und vertikal so, dass eine leicht gewölbte Projektionsfläche entsteht.
- Mit der Lampe (ein Spot) wird diese Projektionsfläche ausgeleuchtet.
- Auf diese Fläche wird das Hintergrundbild projiziert.
Die Blender-Datei enthält bereits das Hintergrundbild, man kann sich also recht schnell ein Hintergrundbild in passender Auflösung rendern. Beim Herumspielen habe ich den Button »Emit« (Shading-Menü, »Materials button«, »Map to«-Panel) entdeckt, die anhand des Helligkeitswertes eines Texels, diesen entsprechend leuchten lässt. Zusammen mit dem »Nor«-Button und -Wert (ebenfalls anhand des Helligkeitswertes eine Art Bumpmapping) ergibt das einen schönen Effekt.
LG,
Dominik
OptOutDay
Auch wenn ich die Piraten wohl nicht wählen würde, möchte ich doch auf eine Aktion aufmerksam machen, die auf die gegenwärtige Datenschutz-Situation in den Meldeämtern eingeht:
Wusstet Ihr, daß die für Euch zuständige Meldebehörde Eure Daten weitergeben darf? Zum Beispiel an Adressbuchverlage, Parteien und Kirchen?
Wusstet Ihr auch, daß Ihr dagegen Widerspruch einlegen könnt?
Wusstet Ihr nicht?
Dann wird es Zeit für den
OptOutDay
In diesem Fall besonders lesenswert sind §§ 32, 33 des Bremer Gesetz über das Meldewesen:
In § 32 Melderegisterauskunft ist festgelegt, über welche Daten Auskunft gegeben werden darf:
- Vor- und Familiennamen,
- Doktorgrad,
- Anschriften
- frühere Vor- und Familiennamen,
- Tag und Ort der Geburt,
- gesetzliche Vertreterin oder gesetzlicher Vertreter,
- Staatsangehörigkeiten,
- frühere Anschriften,
- Tag des Ein- und Auszugs,
- Familienstand, beschränkt auf die Angabe, ob verheiratet oder eine Lebenspartnerschaft führend oder nicht,
- Vor- und Familiennamen sowie Anschrift der Ehegattin, des Ehegatten, der Lebenspartnerin oder des Lebenspartners,
- Sterbetag und -ort.
Lediglich für die Punkte 4–12 muss »berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht« werden. Wenigstens steht dann das Meldeamt in der Pflicht, den Betroffenen darüber »unverzüglich« zu unterrichten.
Reichlich interessant wird es dann in § 33 Melderegisterauskünfte in besonderen Fällen, der festlegt, welche Organisationen unter welchen Bedingungen Daten erhalten dürfen:
- Parteien, Wählervereinigungen, anderen Trägern von Wahlvorschlägen sowie den für Volks- und Bürgerentscheiden benannten Vertrauenspersonen
- bei Begehren von Alters- oder Ehejubiläen (Kirchen)
- Adressbuchverlagen
Sicher gibt es für jede dieser Gruppen Einschränken, allerdings immer mit der Klausel »wenn die betroffene Person der Auskunftserteilung nicht widersprochen hat.« Da ich aber keiner dieser Gruppen meine Daten geben würde, werde ich Widerspruch einlegen (Deeplink (PDF)).
Ich halte es allerdings nicht für sinnvoll, noch einen Monat zu warten…
—Dominik
MI-Fachgesprächstermine
An die mitlesenden MI1+2-Teilnehmer/innen:
Bitte überprüft eure E-Mail-Konten, bevor ihr zum Fachgespräch geht: am Mittwoch (12.8.) haben sich einige Termine nach hinten verlegt. Insbesondere zum Abend hin treten Verzögerungen von etwa 2–3 Stunden auf – und es wäre blöd, wenn ihr dann solange warten müsst.
Einige Termine sind auch konstant geblieben, also wundert euch nicht, dass ihr keine E-Mail bekommen habt.
LG,
Dominik
Man sollte meinen…
… beim Film würden Menschen arbeiten, die sich mit Gestaltung auskennen. Insbesondere sollten diese Menschen sich die wenigen Zeilen Text genau ansehen, damit so etwas* hier nicht passiert:

Was bitte tut der accent aigu da!?
Grüße,
Dominik
*) Gefunden im Trailer zu »Maria, ihm schmeckt’s nicht«, die Plakate sind so gestaltet, dass das Komma der ersten Zeile mit dem Apostroph der zweiten Zeile deckungsgleich ist.
134.014 Stimmen waren nicht genug
Im Abendblatt wurde Zensurministerin von der Leyen die Frage gestellt,
»Warum sperren Sie dann nicht auch Internetseiten, die Nazipropaganda verbreiten oder Gewalt gegen Frauen verherrlichen?«
Die erschütternde Antwort (Zitat im Vollen, weil sonst Sinn verfremdend):
»Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Der Straftatbestand Kinderpornografie ist klar abgrenzbar. Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann. Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.«
Natürlich werden die Befürworter der Internetzensur die gerade im Aufbau befindliche (nur durch den Amtsschimmel aufgehaltene) Infrastruktur auch dafür nutzen wollen…
Ein »ich habs ja gesagt« spare ich mir an dieser Stelle.
[via]
—Dominik
[Update] Den geistigen Erguss von der Leyens hab ich mal im Ganzen herüber gezogen.
[Update 2] Im Lawblog ist ein erstklassiger Artikel dazu aufgetaucht.
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Kolophon
- Notizblog von Dominik Menke. Hier ein bisschen Studium, dort ein wenig LaTeX. Gemischt mit konservativ-linker, aber ökologisch abbaubarer Politik. Kuriose Netzfundstücke und technischer Kram. Nicht zuletzt auch Infos zur Medieninformatik.

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