Alle bisherigen Illusionen basierten u.a. auf geometrischen Effekten.
Die Wahrnehmung und das Erkennen von Objekten hängt aber auch stark vom Informationsgehalt des Bildes selbst ab.
Ein "Mangel an Informationen" (lack of information) kann dazu führen, das ein Objekt gar nicht, oder nur schwer zu erkennen ist.
Ein klassisches Beispiel ist die folgende Zeichnung von W.E.Hill:
Experiment
Schauen Sie sich bitte die Zeichnung an. Erkennen Sie beide Frauen? Was läßt Sie die alte Frau erkennen; was die junge?
(Original von W.E. Hill, 1915)
Durch Hinzufügen oder Fortlassen von Details kann ein Erkennen intendiert werden.
Ein zusätzlicher Ohrring und Kreise anstelle des schwarzen "Keils" verändern den Bildkontext. Folge: Man nimmt die junge Frau leichter wahr.
Fügt man nun aber dem schwarzen "Keil" des Orginalbildes eine "Zahnreihe" hinzu und läßt die Wimper
und die Nase der jungen Frau weg, erscheint eher das Bild der alten Frau.
Uns fällt es leichter ein Objekt korrekt einzuordnen und zu erkennen wenn atomare Details den Bildkontext unterstreichen.
(Halskette statt Mund und Ohrring)
(Keine Wimper keine Nase)
Realität oder Illusion? - Seminar "Multimediale
Lernsysteme" von M. Födisch und G. Schuster